Thursday, August 31, 2006

Wenn mir das als Journalistin jemals passieren sollte...

...erschießt mich bitte!

Das Video bekam ich gerade über eine Mailinglist geschickt und ich habe mich schlapp gelacht - aber mein Gott, wie peinlich für die arme Frau. Das Mikro nicht abzustellen und dann auch noch so zu lästern. Ich glaube, danach würde ich mich nie wieder ins Studio trauen.
CNN hat sich danach übrigens für "Tonprobleme" entschuldigt. Lol.

Sarah geht einkaufen

So, jetzt bin ich von meinem Einkaufstrip zurück und habe viele neue Erkenntnisse gesammelt:
  1. Auch in Belgien gibt es Aldi und Lidl,
  2. das heißt aber noch lange nicht, das Aldi und Lidl hier genauso billig sind wie in Deutschland
  3. Sie liegen, statt in netten Gewerbegebieten am Arsch der Welt,
  4. haben dafür aber gutes belgisches Kriek (Kirschbier) im Angebot, was sich allerdings angesichts der Tatsache, dass ich mit dem Fahrrad fahre, nicht so gut transportieren lässt.
Dann habe ich mich heute noch mit den Tücken der Dusche herumgeschlagen, die anscheinend nur 2 Temperaturen kennt: kochend heiß und eiskalt, aber nach einigen Überredungskünsten meinerseits hat sie es dann doch geschafft warmes Wasser zu liefern.

Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, was ich heute Abend im Fernsehen gucken werde, zur Auswahl steht Tomb Raider Teil 2 auf Französisch oder diverse Serien. Mal sehen.

Meldet euch mal wieder, meine Mailbox kriegt allmählich Magersucht!

Erster Trip nach Maastricht

So, ich habe es wieder nach Hause geschafft und sogar ohne mich zu verfahren (was auf dem Hinweg so mal nicht der Fall war, ich dachte schon, ich finde aus dieser Stadt nie wieder raus). Maastricht ist wunderschön (naja, völlig neu war mir die Stadt ja nicht), aber eben auch einfach alt. Soll heißen, es gibt überall verwinkelte Gässchen, die überall und nirgendwohin führen und mit Schildern haben es die Holländer anscheinend auch nicht so sonderlich. Jedenfalls habe ich mir schonmal angeguckt, wo ich morgen denn so hin muss und es auch tatsächlich gefunden, bin ein bisschen in der Stadt rummarschiert, habe einen Schock bekommen, weil Subway hier mal locker doppelt so teuer ist und dann schlussendlich lieber Fritten gegessen, die hier ja bekanntermaßen sehr gut sind. Da sich dann der Himmel doch bedenklich zuzog, habe ich mich entschlossen, zurück zu fahren (mein Fahrrad war, trotz all der Witze über hollöndische Fahrraddiebe) noch da und so bin ich dann auf dem Rückweg auch nur ein klitzekleinbisschen nass geworden.
Für die Strecke brauche ich gut 20 Minuten, also nicht viel mehr als bis in die Innenstadt nach Greifswald - allerdings nur auf dem Hinweg, auf dem Rückweg geht es bergauf! Allerdings sind die Fahrradwege hier ein Traum, nix mit Kopfsteinpflaster oder so. Und die Autofahrer müssen alle Rücksicht nehmen, es gibt eigene Ampeln für Radfahrer und der Radweg an großen Straßen ist sogar richtig von der Straße abgetrennt, so dass man nicht ständig das Gefühl hat, man würde gleich als Kühlerfigur enden.
So, wenn das Wetter jetzt hier mal wieder besser wird, mache mich mal auf die Suche nach nem Supermarkt, werde über mein "Abenteuer" dann heute abend hier berichten. (Hach, ich liebe ungebrenztes Internet)

Sarah

Wednesday, August 30, 2006

Angekommen

Hi ihrs,

so, hier ist er nun, der erste Post aus Maastricht und sogar das Wetter ist schön, trotzdem bin ich von der ganzen Sache noch nicht so wirklich überzeugt. Vermutlich wird sich das geben, wenn ich erstmal ein paar meiner Kommilitonen kennen gelernt habe, aber bis dahin kann ich mich noch ein bisschen in Selbstmitleid darüber ergehen, warum ich so blöd war, aus dem schönen Greifswald, wo ich alle Leute kenne und die auch noch eine Sprache sprechen, die nicht wie eine Halskrankheit klingt, wegzugehen. Buhaaaah!!! Aber ich habe es ja nicht anders gewollt, also sollte ich die Zähne zusammen beißen und es einfach auf mich zukommen lassen.

Stundenplan war heute auch endlich mal online, so schlimm sieht es gar nicht aus, habe nur an 3 Tagen die Woche Kurse, habe aber den starken Verdacht, dass ich den Rest der Zeit in der Bibliothek über diverse kluge Bücher gebeugt verbringen werde. Lol. Na, mal sehen.

Lasst von euch hören, bis Freitag habe ich wahrscheinlich noch den Blues.

Sarah

Tuesday, August 29, 2006

Planschen und Bürokratie

Planschen

So, heute war dann mal wieder Entspannung pur angesagt, wir sind nach Aachen in die Thermen gefahren, da ist das Wasser ja so gesund. Entspannend wurde es dann allerdings erst, als die Busladung aus dem Altersheim ihre Wassergymnastik beendet hatte und man sich im Becken wieder bewegen konnte, ohne Angst zu haben, von geriartrischem (bestimmt falsch geschrieben) Wasserspielzeug erschlagen zu werden.
Danach war es allerdings super: Whirlpool, Massageduschen. Dampfbad und so weiter und so weiter. Klasse sind auch die Außenbecken, da kann man sich so richtig entspannen, vor allem, weil sich da nicht so viele Leute raustrauen anscheinend.
Einziger Nachteil: da das Wasser so warm ist, ist man danach todmüde, soll heißen, ich habe den Großteil des Nachmittags im Dämmerzustand verbracht, aber es hat sich trotzdem gelohnt.


Bürokratie

Tja, und allmählich merke ich auch, dass die in Maastricht auch nicht kompetenter sind als an anderen Unis auch. Unterschied: in Deutschalnd erwarte ich das, in Maastricht habe ich 1500 Euro bezahlt, damit dass nicht so ist. Ich habe bis jetzt weder einen Stundenplan noch einen Studentenausweis und am Freitag geht es los. Am Montag sollte ich alles haben. Entschuldigung: sie sind ja so überlastet. Jetzt bin ich ja mal gespannt. Im Moment bin ich mir gar nicht mehr so sicher, dass das ne gute Idee war, mich auf Maastricht einzulassen. Einfacher wäre es auf jeden Fall gewesen, in Greifswald zu bleiben. Morgen fahre ich dann hin, und ich hoffe, dass mein Internet dann funktioniert, sonst bekomme ich echt die Krise. Vor allem, weil ich ohne den Uniausweis ja auch nicht in der Bibliothek ins Netz komme und ein richtiges telefon haben wir da nicht, nur eins auf dem Flur und damit nach Deutschland zu telefonieren wird richtig teuer. Also: wwen ich mich die nächsten Tage nicht melde, klappt wie immer gar nichts bei mir.

Grüße

Sarah

Sunday, August 27, 2006

Für alle, die noch nicht wissen, warum ich mich über die Christliche Rechte aufrege

So, hier ist mal ein sehr interessantes Video von 2003, das ich heute gefunden habe. Jerry Falwell ist einer der einflussreichsten Schwachköpfe dieser Leute und es tut gut, dass ihn mal jemand ein bisschen an den Pranger stellt (dass es mein Lieblingsmoderator ist, ist natürlich ein added bonus.)

Sarah

Langeweile

Hätte ja nie gedacht, dass ich das mal sagen würde, vor allen nach dem ganzen Stress der letzten Monate, in denen ich mir nur gewünscht habe, mal eine Woche oder auch nur einen Tag gar nnichts tun zu müssen, aber allmählich weiß ich nicht mehr, was ich noch tun soll. So ganz ohne Uni kommt mir schon vollkommen fremd vor. Sonst hatte ich ja immer Hausarbeiten zu schreiben oder Prüfungen, für die ich lernen musste. Aber jetzt: nichts. Wird Zeit, dass es in Maastricht losgeht, ist ja nur noch eine Woche.

Inzwischen surfe ich weiter durchs Netz, schaue mir sämtliche Videos, die CNN US edition online gestellt hat, doppelt und dreifach an (allerdings: ein Beitrag über ein Hunderestaurant auf CNN? Wo ist denn das Niveau meines Lieblingsnachrichtensenders geblieben?) und stelle auf anderen Websites fest, dass manche Leute eindeutig zu viel Zeit zur Verfügung haben, sich über anderer Leute Leben Gedanken zu machen.

Aber heute habe ich tatsächlich noch etwas zu tun: ich treffe mich mit 2 guten Schulfreundinnen zum Eisessen. Habe die beiden ewig nicht mehr gesehen, wird also mal wieder Zeit. Freu.

Sarah

Monday, August 21, 2006

Beste Satiresendung nach der Daily Show

Hi ihrs,
ich habe beim Stöbern im Netz mal wieder eine echt klasse Satiresendung gesehen, läuft natürlich wieder mal nur in den USA (wir haben ja nur Harals Schmid - gääääähn): "The Colbert Report". Viele viele Auschnitte könnt ihr auf YouTube angucken. Stephen Colbert hat schon bei der Daily Show mitmoderiert, da immer "This Week in God", das war schon zum totlachen. Aber der Colbert Report ist noch besser, muss man gesehen haben. Eine hervorragende Parodie auf amerikanische Nachrichtensendungen, die man vielleicht kennen sollte, um es richtig zu schätzen zu wissen.
Einfach mal ansehen.

Sarah

Nachtrag: Habe gestern mal Harald Schmidt geguckt und muss sagen, der kopiert ja wohl schamlos vom Colbert Report. Jetzt hat er sogar ein "Wort des Tages" eingeführt, genau wie "The Word" im Original. Unverschämt und natürlich nichtmal halb so gut.

Warum eigentlich European Studies?

Tja, nachdem ich nun gefragt wurde, warum ich mich ausgerechnet für European Studies als meinen Master entschieden habe, wolte ich euch diese Frage die euch sicherlich allen unter den Fingern brennt, dann auch beantworten.
Die Uni Maastricht ist uns schon in der Schule immer wieder ans Herz gelegt worden, vor allem, weil sie auf Englisch unterrichtete (ich war auf einer bilingualen Schule, für alle, die es noch nicht wissen), und wegen ihrer Internationalität, Außerdem hat sie, besonders was ihre Wirtschaftsstudiengänge angeht, einen guten Ruf. Da ich aber den ganzen Bewerbungsmarathon scheute und mich nach dem Abi auch noch nicht wirklich für Wirtschaft oder auch Geisteswissenschaften interessiert hab, hab ich es mir einfach gemacht und mich nach dem AuPair Jahr an ner dt. Uni eingeschrieben. Auch, weil ich keine Ahnung hatte, woher ich die Studiengebühren nehmen sollte.
Nach drei Jahren politischer Theorie in Greifswald, die zwar superspannend waren und in denen ich viel gelernt hab, wollte ich dann aber doch mal was Anderes und da fiel mir Maastricht wieder ein. Nachdem ich mit der Greifswalder Uni an der UN Simulation NMUN teilgenommen hatte, war mir klar, dass ich später gern mal international arbeiten würde und der Studiengang schien mir als Vorbereitung dazu ganz gut geeignet. Außerdem fand ich die Chance, mit anderen Studenten aus aller Welt zusammenzuarbeiten, toll.
Auch nicht zu verachten: ich kann endlich mal wieder Englisch sprechen.
Und ich bin deutlich näher an meiner alten Heimat und an Brüssel, was doch, jetzt da ich zu Hause bin und merke, wie sehr mir Aachen und die Internationalität des Dreiländerecks gefehlt haben, nicht zu verachten ist.

Wer mehr über meinen Studiengang wissen will, kann sich hier informieren.

Wieder da

So,

da bin ich nun wieder, heimgekehrt aus dem schönen Brüssel. Und ich vermisse meine beiden Prinzessen jetzt schon ganz furchtbar. Charlotte ist so erwachsen geworden, mit 5 Jahren kann man jetzt alles mit ihr machen, es ist einfach nur toll, mit ihr zusammen zu sein und Delphine ist einfach nur ein Schatz. Sie futtert immer noch Massen, am liebsten Schokolade (von der ich auch wieder jede Menge mit nach Hause geschleppt habe) und es ist kein Wunder, dass ihr liebstes Wort "manger" (essen) ist, vorgebracht mit einem breiten Grinsen und einem sehnsüchtigen Blick zum Kühlschrank. Mit meinen Gasteltern - eigentlich das falsche Wort für Mireille und JP, wir sind eigentlich eher Freunde, verstehe ich mich immer noch super, ich habe selten so viel gelacht wie in den letzten Tagen. Das neue AuPair ist auch nett, und ich konnte meine Eifersuchtsattacken begraben, allerdings ist sie glaube ich mit 50 Stunden Arbeit in der Woche etwas überfordert, was ich allerdings bei jemandem, der nooch nie AuPair war, verstehen kann. Ich war ja durch meine amerikanische Gastfamilie bekloppte Arbeitszeiten mit drei Kindern gewohnt, da war Charlotte allein ja fast ein Kinderspiel, auch wenn ich abends auch todmüde ins Bett gefallen bin.
Aber gut, eigentlich sollte das hier mein Maastricht Blog werden, also werde ich aufhören, euch mit irrelevanten Details zu nerven und zum Wesentlichen übergehen. Was gibt es neues auf meinem Weg nach Maastricht? Tja, ich bekomme das Gefühl, dass der ganze Verein da drüben ein wenig überenthusiastisch ist. Vor ein paar Tagen bekam ich eine nette Mail nach dem Motto: hier sind die Infos, wo Sie Ihre zu lesenden Texte herbekommen, am Besten, Sie fangen schon mal an. Ich glaub, mich tritt ein Pferd. Ich habe Urlaub!!! Naja, kümmere ich mich drum, wenn ich nächste Woche hinfahre. Außerdem habe ich dann doch mal endlich meine Note für die BA Arbeit bekommen: 1,3. Damit bin ich dann doch sehr zufrieden, vor allem, weil die Kritik vor allem meinen Schluss betraf, auf den ich so gar keinen Bock mehr hatte und den ich in ca. 10 Minuten heruntergeschrieben habe. Also: vielen vielen Dank an alle, die gegengelesen und mir mit ihrer Kritik geholfen haben. Meine Masterarbeit kommt in einem Jahr!
So, das wars erstmal von mir.
Sarah

Tuesday, August 15, 2006

Kisten auspacken

So, heute war ich dann mit meiner Mutter mal wieder in Maastricht, Kisten auspacken und die letzten Regale an die Wand schrauben, und - oh Wunder - ich habe alles unterbekommen. Ist doch eine Umstellung von einer 70 qm Wohnung auf ein 14qm Zimmer. Wir waren in dem Riesenhaus noch alleine, alle Mitbewohner sind wohl noch ausgeflogen, aber bis zum Semesterbeginn ist ja auch noch ein wenig Zeit. Das große "Zimmer zu vermieten" (auf niederländisch: "Kamers te huur") - Schild, das beim letzten Mal noch draußen hing, ist jedenfalls verschwunden, also sind anscheinend alle Zimmer wieder vermietet. Ich bin ja schon gespannt auf meine neuen Mitbewohner.

Dann war ich heute noch beim Friseur und habe meinen Haaren wieder eine halbwegs normale Farbe verpassen lassen. Für alle, die jetzt verwirrt den Kopf schütteln: nach meinen ersten Friseurbesuch letzte Woche sah ich aus wie eine radioaktive Aubergine (ich wollte Henna rot). Und die Korrektur war sogar umsonst, anscheinend mag der Friseur keine schlechte Publicity. Da sag ich doch nicht nein.

Sarah

Monday, August 14, 2006

Letzte Hürde genommen

Hi ihr,

so heute habe ich auch das lang ersehnte Ergebnis von meinem Sprachtest bekommen: ich habe bestanden. Zwar habe ich nur die zweitbeste Punktzahl 8 von 9 möglichen, aber dafür, dass ich den Test mit Fieber und Durchfall geschrieben habe, soll man sich mal nicht beschweren. Anscheinend hat ihnen mein Aufsatz nicht gefallen, na gut, Graphen konnte ich noch nie beschreiben und interpretieren, deshalb war ich auch in Erdkunde immer so schlecht. Außerdem wollten die in Maastricht nur 6,5 Punkte mindestens haben, also sollte ich mir mal keine Sorgen machen. Also kann ich doch noch Englisch, man soll es ja kaum glauben. *grins*

Morgen geht es dann mit meiner Mutter nochmal nach Maastricht, Kisten auspacken und die letzten Bretter an die Wand anbringen und dann steht meinem Studienbeginn nur noch eine immer noch nicht korrigierte BA-Arbeit im Wege. Muss gleich mal meinem Prof eine nette Erinnerungsmail schreiben.

Sarah

Sunday, August 13, 2006

Mein neues Blog

So, hier ist es nun: mein neues Blog. Nachdem Brüssel jetzt doch schon eine Weile vorbei ist (auch wenn ich am Mittwoch ml wieder für 4 Tage hinfahre, wenn auch nur auf Besuch), habe ich jetzt mal ein neues Blog gegründet, um euch alle über mein neuestes Abenteuer auf dem Laufenden zu halten: Sarah goes Maastricht und macht da ihren Master in European Studies. Am 1. September geht es los und ich bin schon ganz gespannt, wie es wird. Hab der Uni vor ein paar Tagen schon 1500 Euro Studiengebühren überwiesen, das tat richtig weh. Soviel Geld! Aber naja, man kann nach dem Jahr,wenn man erfolgreich abschließt, so um die 900 Euro wieder bekommen, d.h. ich komm immer noch billiger weg als all die armen Neustudenten, die ab nächstem Semester 500 Euro Studiengebühren hier in Deutschland berappen müssen.

Ein Zimmerchen habe ich auch schon, zwar nicht direkt in Maastricht (da ist der Wohnungsmarkt schlimmer als in München, und zwar deutlich), sondern etwas außerhalb in einem kleinen Dorf direkt hinter der Grenze in Belgien. Ich kann also wieder im Land der leckeren Schokolade und der Pommes leben. Vielleicht doch ganz gut, dass ich so immer ein bisschen mit dem Rad zur Uni fahren muss, da werde ich wenigstens nicht komplett fett.

So, das wars erstmal von mir, meldet euch zahlreich

Sarah