Tuesday, January 30, 2007

Den Regenwald abgeholzt und dabei noch Geld gespart

Ich bin wieder in Maastricht und habe den Tag dann auch heute gleich genutzt, um die Bibliothek zu stürmen und schonmal einen Großteil der Materialien für den nächsten Block zu kopieren. Dumm war nur, dass meine Unikarte anscheinend den Geist aufgegeben hat und sich doch partou nicht aufladen lassen wollte. Zum Glück habe ich dann aber meine Mitbewohnerin in der Bib getroffen und die hat mir ihre Karte geliehen. Auf die habe ich dann erstmal 15 Euro geladen, weil ich mir sicher war, die brauche ich bestimmt. Beim Drucken hat er dann auch brav Geld abgebucht, aber als ich dann zum Kopieren gegangen bin, habe ich fast 2 ganze Bücher kopiert, ohne dass er auch nur einen Cent abgebucht hat. Sehr praktisch - vor allem, weil ich vorher überlegt hatte, ob ich mir das eine Buch nicht vielleicht kaufen soll, es aber dann gelassen habe, weil es 37 Euros kosten soll - jetzt habe ich es (oder zumindest die Kapitel draus, die wir brauchen), für ganze 0 Euro. Das nenne ich mal ein Schnäppchen!

Und damit ihr mal seht, was wir hier alles lesen müssen, habe ich mal meine neue Webcam angeschmissen und ein Foto von dem Papierstapel gemacht (das war bestimmt mal irgendsoein Riesenurwaldbaum - und da dozieren unsere Profs die ganze Zeit über sustainable development - lol):



Und bevor ihr jetzt sagt "sooo viel ist das doch nicht": das ist der Lesestoff der ersten 3 von 6 Wochen und auch nur das, was im Exam dann drankommt, noch nicht das, was ich für das paper und die WTO Simulation lesen muss.

Saturday, January 27, 2007

Bester Lateinkurs ever Kurstreffen

Ich bin mal wieder zu Hause bei meinen Eltern und gestern hatte ich tatsächlich eine sehr nette Abwechslung vom Lernen: wir hatten ein Kurstreffen unseres damaligen Lateinkurses. Wir waren natürlich essen, das warbei uns damals schon Tradition: nach jeder Klausur gab es ein Kurstreffen in einem Restaurant. Die meisten waren tatsächlich da, leider fehlte unser Lehrer, aber sehr lustig war es trotzdem. Ich hatte ja die meisten aus dem Kurs seit dem Abi nicht mehr gesehen und es scheint, als würde sich unsere Jahrgangsstufe tatsächlich daran machen, Klischees zu erfüllen: 99% der Jungs studieren was technisches 99% der Mädels werden Lehrerin. Ich bin mal wieder die totale Ausnahme. Naja, jedenfalls war es cool, nach 6 Jahren mal wieder zusammenzusitzen und in Erinnerungen zu schwelgen.

Und damit ihr euch vorstellen könnt, wie unser Lateinkurs war, kopiere ich mal den Artikel, den ich damals für die Abizeitung geschrieben habe, hier rein.


Der Kuchenkurs

Concordia parvae res crescunt

Unser Lateinkurs begann im Jahre `96 mit ca. 27 kleinen Nachwuchscäsaren, die sich unter Leitung von Herrn Poschen daran machten, die Schlacht gegen unregelmäßige Verben, Deponentien, AcIs, PPP`s und andere Fremdwörter aufzunehmen, um am Ende der 12 die Eroberung des Olymps in Form des Latinums bekanntgeben zu können. Einige nahmen die Sache ernst, andere weniger. So blieben am Ende der 10. Klasse von der ursprünglichen Besetzung nur 15, die tatsächlich etwas verstanden hatten oder zumindest erfolgreich so taten, übrig. Das nächste Jahr begann für unser geschrumpftes Heer mit zwei wesentlichen Neuerungen.

1. Die Heerestärke wurde durch 3 tapfere Krieger aus dem Elitekorps des Stiftischen Gymnasiums ergänzt, die uns dank ihrer 6-jährigen Erfahrung mit der lateinischen Sprache und ihrer Grammatik immer wieder gerne über Wissenslücken hinweghalfen.

2. (und wesentlich wichtiger) Die Verpflegung wurde besser. Ein Kuchen am Morgen wurde ab sofort zur essentiellen Voraussetzung jeder Lateinstunde und fehlte er mal, halfen die umliegenden Bäckereien gerne mit Schokocroissants und Puddingbrezeln aus.

So ver- und gestärkt fiel uns der Kampf gegen die lateinische Sprache natürlich leicht: munter hexaminierten wir uns durch Ovids Metamorphosen (wirklich interessant, was die alten Götter so trieben), heulten uns durch die antike Version von Romeo und Julia und sangen inbrünstig lateinische Weihnachtslieder. Durch Cäsars Bellum Gallicum (für alle Nicht Lateiner: das war die Sache mit Asterix) wurden wir alle zu kleinen Experten im Städte belagern, Leute aushungern und Fallen stellen (für böse Gallier, versteht sich). Den Abschluß unserer Studien bildeten dann aber die Briefe Senecas, in denen er über den Sinn des Lebens philosophiert (Wir philosophierten dagegen eher über den Sinn der Briefe an sich.). Trocken wurde der Unterricht aber trotz allem nie, denn Herr Poschen vermochte zu jedem Text Parallelen zum politischen und gesellschaftlichen Zeitgeschehen zu ziehen und uns mit seinen Ansichten über Dürener Politik oder Sinn und Unsinn von Gymnasien zu unterhalten.

Doch leider kann man auch in der Oberstufe keine Klausuren über des Bürgermeisters neue Kaiserplatzbegrünungsmaßnahmen schreiben, sondern muß sich an hochwertige lateinische Texte halten. Dies wurde aber nie zum Problem, da wir die Sache nach dem Prinzip "gemeinsam sind wir stark" angingen und uns gegenseitig nicht nur mit Tintenkillern, sondern auch mit Vokabeln und Grammatiktips aushalfen. (An dieser Stelle ein Dankeschön an Herrn Poschen, der sich oft blind und taub stellte.)

Trotzdem, Klausuren sind anstrengend und kräftezehrend. Um diese Kräfte zu regenerieren wurde sich am Abend nach der Klausur in einem von Dürens Gastronomiebetrieben gestärkt. Die Römer waren ein internationales Völkchen, also futterten auch wir uns bei ungezählten Kurstreffen um den halben Erdball. Leider gehörten unsere Stiftler den Spartanern an und entsagten deshalb meist den kulinarischen Genüssen.

Alles in allem war es ein toller Kurs, in dem wir viel gelernt (Alle bekamen am Ende Ihr Latinum!), aber auch viel gelacht haben und so manchem von uns tat es wohl doch ein bißchen leid, dass sich der Kurs nach der 12 auflöste. Man sieht also:Latein kann auch jede Menge Spaß machen!

Quod erat demonstrandum!

Wednesday, January 24, 2007

Gute Neuigkeiten

Heute haben wir endlich die Ergebnisse von unserem letzten Modul bekommen. Eigentlich sollten die schon letzten Freitag da sein, aber auch hier mahlen die Mühlen etwas langsamer und gut, ich gebe zu, es war Weihnachten und da kann ich verstehen, dass man sich niht mit unkorrigierten Klausuren unter den Tannenbaum setzen will. Und siehe da: ich habe mit 8,5 Punkten bestanden und gehöre damit zu den Besten. Yessss! Ja, ich weiß, ich bin überehrgeizig und vergleiche mich ständig mit anderen, aber ich mag es nunmal nicht, wenn andere besser sind als ich wenn ich weiß, dass ich gut sein kann. Und das vor allem in diesem Modul, in dem es eigentlich um mein Lieblingsthema ging: Theorien. Und in unserem Paper über Terrorismus haben wir sogar 9 Punkte gekriegt, ich kann es noch gar nicht glauben (was wohl heißt, dass ich gelernt habe, mich mit dem Thema sachlich auseinanderzusetzen - noch ein Erfolg). Ok, jetzt höre ich auf mit angeben.

Was war sonst noch an guten Neuigkeiten? Mein Thesis Proposal ist fertig und liegt jetzt bei meinem Prof, hoffe er meldet sich die Tage mal mit Verbesserungsvorschlägen. Ist natürlich viel zu viel und genug Stoff für ne Doktorarbeit, aber wie wir ja oben gelernt haben, bin ich überehrgeizig. Mit dem Lesen für die Thesis komme ich auch gut voran, ich glaube, das kann was werden. Ich bin sogar so optimistisch, dass ich denke ich Katharina gleich mal ne Mail schreiben werde, dass ich doch mit nach Heringsdorf auf Colloquiumsfahrt fahre und mir damit ne Woche Bearbeitungszeit für die Arbeit stehle.

Dann weiß ich gar nicht, ob ich erzählt habe, dass ich die Rückzahlung für die Studiengebühren, die man hier in Holland kriegt, bekommen habe und sie sogar schon auf meinem Konto eingetrudelt is: rund 1000 von 1500 Euro habe ich wiederbekommen, das finde ich einen guten Deal. Damit komme ich immer noch billiger weg als wenn ich ein Jahr an eineer Uni mit Studiengebühren in Deutschland studiert hätte, vom Qualitätsunterschied will ich jetzt mal gar nicht reden. Und mein Konto freuts auf jeden Fall sehr.

Außerdem habe ich nach langer Zeit mal wieder eine Mail von meiner belgischen Gastfamilie bekommen, die ja immer so furchtbar busy sind (und außerdem im Moment auf ner Baustelle leben). Jedenfalls habe ich jetzt ganz tolle Bilder von meinen Kids beim Skifahren (Delphine auf Skiern ist einfach zu knuffig)und kann es gar nicht erwarten, alle mal wiederzusehen. Es sind ja bald Karnevalsferien...

Friday, January 19, 2007

Kyrill

Hoffe, ihr habt den Orkan alle irgendwie überstanden und es sind weder Dächer abgedeckt worden noch Keller vollgelaufen bei euch und keiner musste die Nacht am Bahnhof verbringen. Hier war es auch sehr heftig, aber kaputt gegangen ist anscheinend nichts, jedenfalls nicht, soweit ich das sehen kann. Ganz schön unheimlich is es aber dann doch, sowas kennt man ja sonst nur aus Amerika, mit den Warnungen zu Hause zu bleiben und Reportern, die vollkommen durchnässt und vom Winde verweht mit Sturmmikrophonen irgendwo im Nirgendwo stehen. Aber während in Amerika bei dem Wind garantiert Häsuer weggeflogen wären (ich gehe jede Wette ein, dass zumindest unsere kalifornische Pappschachtel Windgeschwindigkeiten von 200 km/h nichts entgegenzusetzen gehabt hätte), hat die deutsche doch etwas stabilere Bausweise bei solchem Wetter doch ihre unbestrittenen Vorteile. Gut, ein paar Dächer sind weggeflogen, aber die Häuser stehen ja noch.

Aber unsere Uni hat es natürlich überhaupt nicht eingesehen, wegen Sturm irgendetwas ausfallen zu lassen, wo kämen wir denn da hin? Also bin ich morgens, eingepackt in Regenklamotten aus dem Haus, um tatsächlich mit dem Fahrrad zur Uni zu fahren, was ich mir aber, nachdem mich die erste Windböe erfasst hatte, doch ziemlich schnell anders überlegt habe und auf den Bus umgestiegen bin. War auch ganz gut so, als ich nämlich Mittags aus der Uni kam (wir hatten Glück, unsere Nachmittagsvorlesung ist ausgefallen, weil der Dozent nicht konnte), wehte es doch schon um einiges heftiger. Auf der Rückfahrt hatte ich dann auch so einige Bedenken, ob es nicht auf der Maasbrücke, wo einen der Wind ungebremst erwischt, den Bus umhauen könnte. Hat es aber zum Glück nicht und so bin ich seit Donnerstagnachmittag sicher zu Hause und fand es eigentlich ganz spannend mit dem heulenden Wind draußen.

Wednesday, January 17, 2007

Jeez!

Ja, ich weiß, ich stöbere mal wieder zu viel im Internet, statt zu lernen, aber das hier fand ich wirklich erschreckend. Ist der Trailer zu einem Dokumentarfilm namens "Jesus Camp", in dem es um ein Sommercamp für Kinder geht, in dem aber kein Sport getrieben oder gebastelt, sondern gebetet wird. Ein Camp der Born Agains, der extremen Christen in den USA. Und was die da mit den Kindern machen, ist die reinste Gehirnwäsche. Erwachsene können ja gerne frei entscheiden, was sie glauben wollen, aber diese Kinder bekommen ja nie die Chance dazu. Schon die wenigen Szenen sind unglaublich: "We are God's Army!" Wie bitte??? Das Kind ist 6, wenn überhaupt, sollte er mit seinen Plastiksoldaten spielen. Man kann Kinder doch nicht so emotional manipulieren, die bekommen doch einen Schaden fürs Leben. Erschreckend fand ich auch die Szene mit den Kindern und dem Life Klebeband - wissen die überhaupt, wogegen die da protestieren? Und schon bei Kindern Religion und Politik so zu vermischen, geht schonmal gar nicht!
Wer jetzt glaubt, sowas gibt es nur in den USA irrt, das fängt auch hier in Europa langsam an, im Europaparlament sitzen die ersten Abgeordneten, die die Evolution aus dem Unterricht streichen wollen und stattdessen Schöpfungslehre unterrichten wollen.

Tuesday, January 16, 2007

Masterarbeit

Die letzten Tage habe ich mich also mal mit der Literatur zu meiner Masterarbeit beschäftigt und mal wieder 2 Dinge festgestellt, die für meine Unikarriere symptomatisch zu werden scheinen:
  1. scheine ich mir immer Themen auszusuchen, zu denen Jeder und sein Hund schonmal was geschrieben hat, so dass Material zu finden nicht das Problem ist, sondern eher, die kompletten Spinner auszusortieren. Während ich weiß, dass Google nicht ideal ist, liefert es manchmal nämlich doch ganz gute Hinweise.
  2. braucht man für die Themen, die ich mir aussuche, immer fast einen Abschluss in Jura, um den interessantenTeil der Literatur zu verstehen und hinter die ganzen Spitzfindigkeiten zu steigen. Erst Verfassungsinterpretationen und jetzt Völkerrecht. Können Juristen nicht mal so schreiben, das Otto Normal Powistudent nicht mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf dasitzt?
Wer jetzt vergessen hat, worüber ich schreiben werde: Thema ganz ganz allgemein ist die Möglichkeit von gerechten Kriegen, wobei ich im Moment etwas schwanke, ob ich mich tatsächlich nur mit den gerechten Kriegsgründen befassen soll (und vor allem, wie weit ich mich da vorwagen will, es gibt durchaus Leute, die auch Hungersnöte als so eklatante Ungerechtigkeit ansehen, dass sie kriege da nicht nur für gerechtfertigt, sondenr für zwingend notwendig halten) oder ob die Pläne für nach dem Krieg fallen lassen soll, also praktisch das "jus post bellum", also was nach dem Krieg passieren muss, damit es den Krieg rechtfertigt. Also z.B. Verurteilung der Mitglieder des alten ungerechten Regimes, aber damit mache ich wieder eine ganz neue Diskussion auf. Meine lieben Powi Mitleser - irgendwelche Ideen??

Mal sehen, morgen habe ich auch einen Termin bei meinem Supervisor, mal schauen, was der so zu sagen hat. War übrigens sehr lustig: Ich habe bei seiner Sekretärin einen Termin gemacht, weil ich dachte, dass das ja doch länger dauern könnte und ich da nicht einfach reinplatzen wollte. Die meinte dann gleich: wieviel Zeit wolen Sie denn? Eine oder zwei Stunden? Ich stand erstmal mit offenem Mund da. In Deutschland muss man schon drum kämpfen, 15 Minuten der Zeit seines Profs in Anspruch nehmen zu dürfen, und unter Schock habe ich dann erstmal gesagt, dass mir fürs erste Treffen ne halbe Stunde durchaus ausreicht (oder ihm, um meine Vorschläge in Grund und Boden zu stampfen ;-)).

Saturday, January 13, 2007

Erstes Paper fertig

Ich glaube, das wird Rekord. Habe gerade innerhalb einer Woche das erste Paper (The Impact of the European Neighbourhood Policy on Ukraine) für dieses Modul fertig geschrieben und es ist noch nichtmal der komplette Unsinn. Klar, ein bisschen überarbeitet muss es noch werden, aber immerhin habe ich den Großteil der Arbeit fertig. Vor allem werde ich wohl noch ein paar Mal über diese ganzen osteuropäischen Namen gehen müssen, weil ich die wahrscheinlich jedes Mal anders geschrieben habe. Aber die sind auch in jedem Text, den ich lese anders, liegt wahrscheinlich daran, dass man die Namen aus dem Kyrillischen übertragen muss und es da vermutlich unendliche Möglichkeiten gibt. Literaturliste muss ich auch noch mit dem abgleichen, was ich dann tatsächlich im Text gefunden habe, außerdem Inhaltsverzeichnis und Deckblatt basteln, aber das erfordert ja keine große Denkleistung mehr.
Jetzt werde ich gleich erstmal einkaufen gehen und dafür sorgen, dass ich nächste Woche was zu beißen habe und dann anfangen, mich mit den Texten für meine Masterarbeit zu beschäftigen.

Friday, January 12, 2007

Wasserschaden

Da sitze ich heute in aller Seelenruhe an meinem Schreibtisch und arbeite brav an meinem Paper, als es auf einmal wie wild aus meiner Decke zu tropfen beginnt. Ich dachte ich guck nicht richtig! Und das tropfte auch in einer Gescwindigkeit, dass über mir das Zimmer vollständig unter Wasser stehen musste. Also nix wie hin zum Vermieter, der zum Glück gleich gegenüber wohnt und schnell den Haupthahn abstellen konnte. Inzwischen hatte das Wasser nämlich noch einen zweiten Weg gefunden, in mein Zimmer zu tropfen und sich auch den Weg in Lauras Zimmer und den Flur gebahnt. Riesenschweinerei alles in allem. Zum Glück war ich da und konnte den Großteil des Wassers gleich in Eimern auffangen, nur eine Pappkiste hat das Zeitliche gesegnet.
Und dann begann die Suche nach der Ursache. Da der Haupthahn ja abgestellt war, tropfte ja auch nix mehr, also hat unser patenter Vermieter begonnen, im Stockwerk über uns die Wand aufzuschlagen, aber nix zu finden. Seine Frau dazu gerufen, seine Tochter dazu gerufen - nichts zu finden. Bis einer mal auf die Idee gekommen ist, bei den Leuten über uns in die Zimmer zu gucken (es ist Wochenende, da sind die meisten hier ausgeflogen, oder noch gar nicht wieder da, die Economics Leute haben nämlich noch ne Woche Ferien). Und siehe da: eine der Intelligenzbestien hatte den Wasserhahn laufen lassen. Wie das? Ganz einfach: heute morgen war für ein paar Stunden wegen Bauarbeiten an der Straße das Wasser abgestellt, da hat sie vermutlich dn Hahn aufgedreht und auf gelassen - kam ja nix - und ist dann gegangen. Das Mädel tut mir leid, das Zimmer steht vermutlich vollkommen unter Wasser und der Vermieter wird wohl auch alles andere als begeistert sein.
Naja, jetzt bleibt nur noch, den Fleck an der Decke zu föhnen und brav mein Paper weiter zu schreiben, eigentlich müsste ich es morgen fertig bekommen.

Thursday, January 11, 2007

...und ich muss durch den Orkan...

Nein, Tokio Hotel mag ich immer noch nicht, aber so wie das Wetter heute verrückt spielt, fällt mir kein vernünftigerer Titel ein. Nachdem es heute Morgen noch einigermaßen ruhig (und vor allem trocken) war, bin ich frohen Mutes mit dem Rad zur Uni gefahren. Klappte gut, anscheinend hat sich meine Bronchitis verzogen. Viel andere Wahl hätte ich allerdings heute auch nicht gehabt, da ich es, fragt mich nicht wie, morgens geschafft hatte, 3 Weckerdurchgänge vollkommen zu ignorieren und damit, als ich aus dem Koma dann endlich erwachte, der Bus schon abgefahren war. Als ich dann aber heute abend aus der Vorlesung kam (laaaaangweilig, dazu später mehr), stürmte und regnete es als gäbe es kein Morgen. Ich habe mich natürlich trotzdem aufs Rad geschwungen (was bleibt mir auch anderes übrig), das Fahren aber aufgegeben, als ich aus der Stadt raus war und es mich, als es mich zum 2. Mal vom Rad fegte, fast in den Weier im Park getrieben hätte. Nein danke, zum Glück war es dann nicht mehr weit bis zu meinem hiesigen Heimatkaff, und da konnte man dann zumindest wieder einigermaßen fahren. Vollkommen durchnässt war ich natürlich trotzdem. (Bevor meine liebe Mama jetzt wieder Angst kriegt: ich habe natürlich gleich heiß geduscht, mir sogar brav die Haare gefönt und sitze jetzt schon warm verpackt mit einer Tasse Tee vor meinem Laptop).

Zur Uni:
Dieses Modul heißt: The EU as an international Player, klingt eigentlich interessant und könnte ja alles sein, aber was machen wir: natürlich Ostpolitik der EU - schnaaaaaarch. Ich gebe ja zu, dass das vielleicht in Ansätzen und ein bisschen interessant sein kann, aber ich kann mich dafür einfach nicht erwärmen. Ja, es sind unterschiedliche Staaten, aber sie waren alle kommunistisch, dann andere Diktaturen und jetzt wollen sie Demokratien sein und haben ganz viele Probleme. What else is new? Spätestens nach dem 3. Land mit den gleichen Wehwehchen krieg ich Migräne. Es interessiert mich einfach nicht, mag hart klingen und ignorant, is aber so.
Die Vorlesung war heute entsprechend. Nachdem in den ersten 5 Minuten die ersten 20 Namen mit unendlich vielen Konsonanten und zu wenig Vokalen gefallen waren, hab ich abgeschaltet. Dass die Frau in einer Art vorgetragen hat, die sogar die Vorlesungen von Herrn Wolf in Greifswald noch als spannend erscheinen lassen, hat der Sache auch nicht wirklich geholfen.
Zum Glück ist dieses Modul aber nur 4 Wochen lang, ein Ende also abzusehen. Zu tun haben wir trotzdem genug. Ich muss mir ein Paper zum "Imapct of the European Neigbourhood Policy on the Ukraine" aus den Fingern saugen - wusste vor einer Woche noch nicht mal, dass es sowas gibt. Die Politik, nicht die Ukraine.
Außerdem müssen wir das Research Proposal für unsere Thesis schreiben, was ja an sich kein Problem ist und ich auch sehr spannend finde, allerdings haben die hier etwas seltsame Ansichten. Zitat: "Ja, wir wissen ja, dass Sie noch keine Literatur lesen können, verstehen wir auch, Sie haben ja so viel zu tun. In dem Teil, in dem sie den Forschungststand beschreiben sollen, antizipieren Sie doch bitte einfach, was in den Kerntexten drin stehen könnte." Klartext: bitte denken Sie sich was aus! Welchen Sinn macht das denn bitte. Dann sollen wir uns eine Seite zu Methoden aus dn Fingern saugen: ich schreibe eine theoretische Arbeit und haue da vielleicht eine Fallstudie zur Illustration mit rein. Außer Literaturrecherche hab ich keine Methoden!!! Mal sehen, was das wird.

Monday, January 08, 2007

Wieder unter den Lebenden

Wer sich gewundert hat, warum ich die letzten Tage nichts geschrieben habe: ich war krank. Bronchitis plus irgendsoein fieser Virus, dessen Name ich schon wieder vergessen habe. Jedenfalls lag ich ab Donnerstag flach. Erst war es noch relativ harmlos, eben Husten und Fieber, ganz normal Erkältung und ich dachte, ich könne es dann doch mit Hausmittelchen bekämpfen. Denkste. Samstag war es dann so schlimm, dass ich mich echt nicht mehr bewegen konnte, so dass meien Eltern abends noch den Notdienst gerufen haben. Der nette Arzt hat mir dann eine ganze Batterie von Antibiotika und Schmerzmitteln verschrieben und siehe da: am nächsten Morgen fühlte ich mich direkt wieder ein wenig menschlich. Husten, Schnupfen und Kurzatmigkeit habe ich natürlich immer noch, ber wenigstens sind Gliederschmerzen, Fieber und die rasenden Kopfschmerzen vorbei.

Heute hat dann die Uni wieder angefangen, ich hätte zwar eigentlich noch ins Bett gehört, aber da hier außer schweres Koma nichts als Entschuldigung zählt, blieb mir ja nicht anderes übrig. War aber noch relativ harmlos, nur ne Vorlesung. Jetzt geht es also in die letzten 4 Monate meiner Vorlesungszeit. Ich werde euch auf dem laufenden halten.

Thursday, January 04, 2007

Gaudí

Tja, gestern haben Denise und ich uns also in die Neuinszenierung "unseres" Musicals gewagt, und wie soll man sagen - es war sehr anders. Vielleicht urteile ich auch sehr harsch, weil wir die Originalversion in Köln ich weiß nicht wie oft gesehen haben, aber mir hat es einfach nicht gefallen. Statt des opulenten Bühnenbildes aus Köln nur Videoleinwände, statt der fantasievollen Kostüme ganz normale Kleidung und natürlich nicht "unsere" Hauptdarsteller (was zumindest bei einem auch schwierig gewesen wäre, da er tot ist, aber trotzdem). Alles war irgendwie kleiner, nicht so toll, perfekt wie in Köln. Man merkte, dass da Geld gespart wurde. Und das Schlimmste: sie haben das Ende verändert, das war doch das Beste. Bevor ich jetzt alle verwirre, da das Musical wohl keinem außerhalb von Köln und Umgebung bekannt ist, hier kann man eine Zusammenfassung des (neuen) Stückes finden.
Schön war es trotzdem, und wwenn auch nur, um die Musik mal wieder live zu hören (auch wenn bei den Sängern ein wenig die Leidenschaft fehlte)