Tuesday, January 16, 2007

Masterarbeit

Die letzten Tage habe ich mich also mal mit der Literatur zu meiner Masterarbeit beschäftigt und mal wieder 2 Dinge festgestellt, die für meine Unikarriere symptomatisch zu werden scheinen:
  1. scheine ich mir immer Themen auszusuchen, zu denen Jeder und sein Hund schonmal was geschrieben hat, so dass Material zu finden nicht das Problem ist, sondern eher, die kompletten Spinner auszusortieren. Während ich weiß, dass Google nicht ideal ist, liefert es manchmal nämlich doch ganz gute Hinweise.
  2. braucht man für die Themen, die ich mir aussuche, immer fast einen Abschluss in Jura, um den interessantenTeil der Literatur zu verstehen und hinter die ganzen Spitzfindigkeiten zu steigen. Erst Verfassungsinterpretationen und jetzt Völkerrecht. Können Juristen nicht mal so schreiben, das Otto Normal Powistudent nicht mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf dasitzt?
Wer jetzt vergessen hat, worüber ich schreiben werde: Thema ganz ganz allgemein ist die Möglichkeit von gerechten Kriegen, wobei ich im Moment etwas schwanke, ob ich mich tatsächlich nur mit den gerechten Kriegsgründen befassen soll (und vor allem, wie weit ich mich da vorwagen will, es gibt durchaus Leute, die auch Hungersnöte als so eklatante Ungerechtigkeit ansehen, dass sie kriege da nicht nur für gerechtfertigt, sondenr für zwingend notwendig halten) oder ob die Pläne für nach dem Krieg fallen lassen soll, also praktisch das "jus post bellum", also was nach dem Krieg passieren muss, damit es den Krieg rechtfertigt. Also z.B. Verurteilung der Mitglieder des alten ungerechten Regimes, aber damit mache ich wieder eine ganz neue Diskussion auf. Meine lieben Powi Mitleser - irgendwelche Ideen??

Mal sehen, morgen habe ich auch einen Termin bei meinem Supervisor, mal schauen, was der so zu sagen hat. War übrigens sehr lustig: Ich habe bei seiner Sekretärin einen Termin gemacht, weil ich dachte, dass das ja doch länger dauern könnte und ich da nicht einfach reinplatzen wollte. Die meinte dann gleich: wieviel Zeit wolen Sie denn? Eine oder zwei Stunden? Ich stand erstmal mit offenem Mund da. In Deutschland muss man schon drum kämpfen, 15 Minuten der Zeit seines Profs in Anspruch nehmen zu dürfen, und unter Schock habe ich dann erstmal gesagt, dass mir fürs erste Treffen ne halbe Stunde durchaus ausreicht (oder ihm, um meine Vorschläge in Grund und Boden zu stampfen ;-)).

No comments: