Endlich hab ich den ersten Trailer für die Verfilmung meines Lieblingsbuches gefunden: The Nanny Diaries. Auch wenn einiges anders zu sein scheint als im Buch, sieht es doch aus, als würde es sehr lustig werden
Ich kann dieses Mädchen sooo gut verstehen. Und ich ärgere mich immer noch, dass ich nicht meine AupAir Zeit aufgeschrieben habe, ich hätte so viel Geld verdienen können ;-).
Sunday, February 25, 2007
Monday, February 19, 2007
Mein Rosenmontag
Tja, auch wenn ich hier praktisch aufm Dorf wohne, Karneval ist hier trotzdem die Hölle los. Hier mal mein Tagesablauf:
8:30
Unser Nachbar beginnt seine Feierlichkeiten. Leider tut er das nicht wie vernünftige Leute im Partykeller, sondern indem er Riesenboxen draußen aufstellt und die Nachbarschaft mit Karnevalsmusik in trommelfellschädigender Lautstärke beglückt. Ich werde von "Viva Colonia" aus meinen Träumen gerissen, ein Lied dass ich heute nicht zum letzten Mal hören werde und überlege, ob esnicht irgendeine EU Vorschrift gibt, die diese Ruhestörung verbietet. Meine Ohropax habe ich nämlich leider in Maastricht vergessen. Luftverschmutzung vielleicht?
8:45
Ich ergebe mich in mein Schicksal und lasse mich sogar überreden, Brötchen zu holen. Auf dem Weg begegnen mir so einige Karnevalisten auf dem Weg zum Warmsaufen vor dem Zoch, denen ich teilweise doch recht deutlich klar machen muss, dass ich ihnen wirklich kein Bützche geben will. Beim Bäcker schallt mir Karnevalsmusik entgegen und ich bekomme meine Brötchen von einem schon leicht angeheiterten Teufelchen. Nun gut.
9:00
Die Nachbarsmusik wird deutlich lauter, die Höhner sind auf Dauerotation und ich ertrage die erste von vielen vielen Wiederholungen von "Die Karawane zieht weiter". Ich brauche Kaffee.
9:20
Ich sitze am Schreibtisch und versuche das Gedröhne draußen zu ignorieren, was nur bedingt klappt. Vielleicht hilft ein Tee zur Beruhigung. Beim Warten schaue ich aus dem Fenster und sehe Nazi Nachbar, der erstmal in Paradeuniform seine Deutschlandflagge hisst und seine ganze Familie davor salutieren lässt. Nicht lustig: seine Frau hat mal wieder ein blaues Auge, aber ich habe ja beigebracht bekommen, dass ich dazu nichts sagen darf, also schnappe ich mir meinen Tee und verschwinde in mein Zimmer.
10: 17
Ich lese zum gefühlten 20sten Mal den gleichen Absatz, ohne was zu kapieren. Mal sehen, ob ich Berit erreichen kann und ihr mein Leid klagen. Ans Telefon geht sie nicht, dann ist sie bestimmt in der Bib und damit im Internet. Richtig. Juhu! Jetzt kann ich wenigstens jemandem mein Leid klagen.
11:11
D'r Zoch kütt! Der Lautstärkepegel steigt soweit an, dass an lernen nicht mehr zu denken ist, also verschwinde ich mal wieder in die Küche und bereite das Mittagessen vor, nebenbei schiele ich auf die Kuriositätenparade draußen. Die übliche Ansammlung von Gestalten in Kostümen, dann der Albtraum meiner Kindheit:die Garde, dann der Wagen mit dem Prinz, der, dem Schwarm halbnackter Teenies, der ihn umlagert, nach zu urteilen, mit alkoholischen Minifläschchen wirft. Drei besoffene Teenies trampeln in unserm Vorgarten rum, die Blumen meiner Mutter wirds freuen.
11:45
Der Spuk ist vorbei, einer der Vorteile, wenn man auf dem Dorf wohnt, der Zug ist nicht so lang. Ich kann endlich weiterlernen, auch wenn Nachbar draußen jetzt natürlich wieder voll aufdreht.
13:02
Der Nachbar feiert immer noch, ich gebe es auf, den Zusammenhang von Demokratie, Wertewandel und Entwicklung in eine schriftliche Form zu bringen, der der "wicked witch of the west"- Dozentin gefällt, und mache mir jetzt erstmal essen. Es läuft zum 7ten Mal "Viva Colonia".
13:44
Die Musik dudelt immer noch, meine Recherchen im Internet nach einer Möglichkeit, selektiv den Strom in der Nachbarschaft lahmzulegen, sind zwar ergebnislos, dafür finde ich aber heraus, dass 1991 Karneval wegen dem Golkrieg ausgefallen ist. Sofort sehe ich Licht am Horizont: ich sollte sofort einen Brief an die Landesregierung schreiben, immerhin haben wir schon seit einigen Jahren wieder Krieg in der Region - Karneval sollte sofort wieder abgeschafft werden und so wie das da unten läuft, könnte das bedeuten, dass ich für die nächsten Jahre Ruhe habe. Krieg is schließlich Krieg, da sollte man dann auch keine feinen Unterschiede machen.
14:33
Die Nachbarn sind mittlerweile besoffen genug, um die Songs mitzugrölen - wunderbar. Ich mache das Fernsehen an und gucke Gerichtsshows, die haben im Vergleich deutlich mehr Niveau.
18:36
Seit gut 2 Stunden ist jetzt tatsächlich Ruhe draußen, die Besoffenen sind in die nächste Kneipe weitergezogen. Ich habe es noch geschafft, drei Texte für mein Paper zu lesen. Jetzt habe ich aber keine Lust mehr und werde mir nach dem Abendessen noch die neueste Desperate Housewwives Folge gönnen. Natürlich war ich schon wieder zu neugiereig und habe gelesen, was passieren wird...eigentlich doof, bringe mich ja selber um den Spaß. (@ Jessica: und ich hatte doch Recht!! Wir müssen dringend chatten.)
So, Feierabend, melde mich bald mal wieder bei euch.
8:30
Unser Nachbar beginnt seine Feierlichkeiten. Leider tut er das nicht wie vernünftige Leute im Partykeller, sondern indem er Riesenboxen draußen aufstellt und die Nachbarschaft mit Karnevalsmusik in trommelfellschädigender Lautstärke beglückt. Ich werde von "Viva Colonia" aus meinen Träumen gerissen, ein Lied dass ich heute nicht zum letzten Mal hören werde und überlege, ob esnicht irgendeine EU Vorschrift gibt, die diese Ruhestörung verbietet. Meine Ohropax habe ich nämlich leider in Maastricht vergessen. Luftverschmutzung vielleicht?
8:45
Ich ergebe mich in mein Schicksal und lasse mich sogar überreden, Brötchen zu holen. Auf dem Weg begegnen mir so einige Karnevalisten auf dem Weg zum Warmsaufen vor dem Zoch, denen ich teilweise doch recht deutlich klar machen muss, dass ich ihnen wirklich kein Bützche geben will. Beim Bäcker schallt mir Karnevalsmusik entgegen und ich bekomme meine Brötchen von einem schon leicht angeheiterten Teufelchen. Nun gut.
9:00
Die Nachbarsmusik wird deutlich lauter, die Höhner sind auf Dauerotation und ich ertrage die erste von vielen vielen Wiederholungen von "Die Karawane zieht weiter". Ich brauche Kaffee.
9:20
Ich sitze am Schreibtisch und versuche das Gedröhne draußen zu ignorieren, was nur bedingt klappt. Vielleicht hilft ein Tee zur Beruhigung. Beim Warten schaue ich aus dem Fenster und sehe Nazi Nachbar, der erstmal in Paradeuniform seine Deutschlandflagge hisst und seine ganze Familie davor salutieren lässt. Nicht lustig: seine Frau hat mal wieder ein blaues Auge, aber ich habe ja beigebracht bekommen, dass ich dazu nichts sagen darf, also schnappe ich mir meinen Tee und verschwinde in mein Zimmer.
10: 17
Ich lese zum gefühlten 20sten Mal den gleichen Absatz, ohne was zu kapieren. Mal sehen, ob ich Berit erreichen kann und ihr mein Leid klagen. Ans Telefon geht sie nicht, dann ist sie bestimmt in der Bib und damit im Internet. Richtig. Juhu! Jetzt kann ich wenigstens jemandem mein Leid klagen.
11:11
D'r Zoch kütt! Der Lautstärkepegel steigt soweit an, dass an lernen nicht mehr zu denken ist, also verschwinde ich mal wieder in die Küche und bereite das Mittagessen vor, nebenbei schiele ich auf die Kuriositätenparade draußen. Die übliche Ansammlung von Gestalten in Kostümen, dann der Albtraum meiner Kindheit:die Garde, dann der Wagen mit dem Prinz, der, dem Schwarm halbnackter Teenies, der ihn umlagert, nach zu urteilen, mit alkoholischen Minifläschchen wirft. Drei besoffene Teenies trampeln in unserm Vorgarten rum, die Blumen meiner Mutter wirds freuen.
11:45
Der Spuk ist vorbei, einer der Vorteile, wenn man auf dem Dorf wohnt, der Zug ist nicht so lang. Ich kann endlich weiterlernen, auch wenn Nachbar draußen jetzt natürlich wieder voll aufdreht.
13:02
Der Nachbar feiert immer noch, ich gebe es auf, den Zusammenhang von Demokratie, Wertewandel und Entwicklung in eine schriftliche Form zu bringen, der der "wicked witch of the west"- Dozentin gefällt, und mache mir jetzt erstmal essen. Es läuft zum 7ten Mal "Viva Colonia".
13:44
Die Musik dudelt immer noch, meine Recherchen im Internet nach einer Möglichkeit, selektiv den Strom in der Nachbarschaft lahmzulegen, sind zwar ergebnislos, dafür finde ich aber heraus, dass 1991 Karneval wegen dem Golkrieg ausgefallen ist. Sofort sehe ich Licht am Horizont: ich sollte sofort einen Brief an die Landesregierung schreiben, immerhin haben wir schon seit einigen Jahren wieder Krieg in der Region - Karneval sollte sofort wieder abgeschafft werden und so wie das da unten läuft, könnte das bedeuten, dass ich für die nächsten Jahre Ruhe habe. Krieg is schließlich Krieg, da sollte man dann auch keine feinen Unterschiede machen.
14:33
Die Nachbarn sind mittlerweile besoffen genug, um die Songs mitzugrölen - wunderbar. Ich mache das Fernsehen an und gucke Gerichtsshows, die haben im Vergleich deutlich mehr Niveau.
18:36
Seit gut 2 Stunden ist jetzt tatsächlich Ruhe draußen, die Besoffenen sind in die nächste Kneipe weitergezogen. Ich habe es noch geschafft, drei Texte für mein Paper zu lesen. Jetzt habe ich aber keine Lust mehr und werde mir nach dem Abendessen noch die neueste Desperate Housewwives Folge gönnen. Natürlich war ich schon wieder zu neugiereig und habe gelesen, was passieren wird...eigentlich doof, bringe mich ja selber um den Spaß. (@ Jessica: und ich hatte doch Recht!! Wir müssen dringend chatten.)
So, Feierabend, melde mich bald mal wieder bei euch.
Saturday, February 17, 2007
Abenteuer Deutsche Bahn
Ich habe es in der Karnevalszeit von Maastricht nach Düren geschafft - was allerdings keinesfalls der Verdienst der dt. Bahn ist.
Erstmal hatten wir ja Freitag noch Unterricht, auch wenn nur noch die Hälfte von uns da war, aber davon lässt sich unsere Dozentin nicht abhalten, auch nicht davon, dass anscheinend ein Scherzbold den PC im Hörsaal lahm gelegt hatte: da rufen wir eben den technischen Dienst an der Uni an und in der Zwischenzeit halten wir die Vorlesung eben ohne PowerPoint. Man muss sich ganz schön wieder umgewöhnen, wenn man das sonst schon als Hilfe gewohnt ist.
Verkleidet war allerdings noch keiner, Gott sei Dank (obwohl unsere Dozentin auch nicht unbedingt ne Verkleidung braucht, die "wicked witch of the west" kommt auch so ganz gut zum Vorschein).
Was ich dann allerdings witzig fand, war, dass die Announcements in den Klassenräumen, die sonst lauten "Please be advised that it is not allowed to take food or drink into the classrooms" (nicht, dass sich da jemand je dran hält) ausgetauscht worden waren und man jetzt lesen konnte: "Please be advised that you should make love, not war!"LOL.
Deutlich weniger witzig war dann die Heimfahrt. Der Bus war proppenvoll, ich hatte zwar einen Sitzplatz, allerdings musste ich rückwärts fahren, so dass mir nach einer Stunde leicht übel war. Dann bekomme ich doch tatsächlich direkt den nächsten Anschlusszug von Aachen nach Düren, super denke ich mir. Zu früh gefreut. Erst standen wir 15 Minuten auf dem Bahnsteig, ohne dass es auch nur den kleinsten Hinweis gab, wieso und weshalb. Dann hatten wir Glück und der Thalys auf dem Weg nach Köln fuhr auf dem Nebengleis an, dass sind gut zahlende Gäste, also bekamen die eine Lautsprecherdurchsage: "Sehr geehrte Fahrgäste des Thalys, leider wird sich die Weiterfahrt um ca. 15 Minuten verzögern, da sich Personen auf den Schienen der Strecke befinden." Haaaallo - unsere Abfahrt verzögert sich auch, wir stehen auch dumm rum, wäre nett, wenn man uns auch Bescheid sagen würde, auch wenn wir nur in einem billigen Regionalexpress sitzen. Nach einer halben Stunde zockelten wir dann los, natürlich NACH dem Thayls und den ICEs, die den gleichen Weg hatten - genau einen Bahnhof weiter, wo wir dann, ohne jede Erklärung, wieder 10 Minuten herumstanden. Als es dann doch mal weiterging, machte der Schaffner dann doch noch eine Durchsage, dass er sich für die Verzögerung wegen angetrunkener Personen und/oder Kindern auf den Schienen entschuldige. Jeez, wie lange kann es denn bitte dauern, ein paar besoffene Karnevalisten von den Schienen zu fegen??? Oder muss ich da erst die Polizei, die Feuerwehr, nen Psychologen und nen Priester auffahren, weil die ja vielleicht lebensmüde sein könnten? Und - Vorsicht Zynismus -wieso eigentlich? Auf der Strecke schmeißt sich mindestens einmal die Woche einer vor den Zug, weil das so hübsch kurvig und schlecht einzusehen ist, dann lasst sie doch und 2 Karnevalisten weniger sind auch kein Verlust (Zynismus Ende). Naja, mit 1,5 stündiger Versätung bin ich dann endlich in Düren angekommen, meine Nerven wurden aber noch einmal gehörig strapaziert, als so ein dämlicher besoffener Karnevalist meinte, er müsse mir ein "Bützche" (für alle nicht Rheinländer: Küsschen) geben, ich ihm eine scheuerte und die Umstehenden meinten, ich solle mich doch nicht so haben. Warum zum Henker kann man Karneval nicht einfach verbieten????
Dann musste ich mich, da ich auf dem Weg vom Bahnhof nach Hause leider durch nicht ganz die beste Gegend laufen muss (meine Mum konnte mich leider nicht abholen), noch mit gefühlten 700 dummen Sprüchen von Teenie Türken im Gangsterlook rumschlagen. Wie ihr euch also denken könnt, war mein Tag danach gelaufen und auch, dass meine neuen Stiefel endlich angekommen waren, konnte mich da nur marginal aufheitern.
Naja, jetzt bin ich zu Hause und genieße die relative Ruhe vor dem Sturm vor Rosenmontag, streite mich mit meinen Vater, der meint, dass ich sowieso nach dem Studium keinen Job finde, weil ich ja keine Naturwissenschaft studiert habe und versuche, ein Paper zu einem Thema zu schreiben, das mich Null interessiert. Tolle Aussichten.
Erstmal hatten wir ja Freitag noch Unterricht, auch wenn nur noch die Hälfte von uns da war, aber davon lässt sich unsere Dozentin nicht abhalten, auch nicht davon, dass anscheinend ein Scherzbold den PC im Hörsaal lahm gelegt hatte: da rufen wir eben den technischen Dienst an der Uni an und in der Zwischenzeit halten wir die Vorlesung eben ohne PowerPoint. Man muss sich ganz schön wieder umgewöhnen, wenn man das sonst schon als Hilfe gewohnt ist.
Verkleidet war allerdings noch keiner, Gott sei Dank (obwohl unsere Dozentin auch nicht unbedingt ne Verkleidung braucht, die "wicked witch of the west" kommt auch so ganz gut zum Vorschein).
Was ich dann allerdings witzig fand, war, dass die Announcements in den Klassenräumen, die sonst lauten "Please be advised that it is not allowed to take food or drink into the classrooms" (nicht, dass sich da jemand je dran hält) ausgetauscht worden waren und man jetzt lesen konnte: "Please be advised that you should make love, not war!"LOL.
Deutlich weniger witzig war dann die Heimfahrt. Der Bus war proppenvoll, ich hatte zwar einen Sitzplatz, allerdings musste ich rückwärts fahren, so dass mir nach einer Stunde leicht übel war. Dann bekomme ich doch tatsächlich direkt den nächsten Anschlusszug von Aachen nach Düren, super denke ich mir. Zu früh gefreut. Erst standen wir 15 Minuten auf dem Bahnsteig, ohne dass es auch nur den kleinsten Hinweis gab, wieso und weshalb. Dann hatten wir Glück und der Thalys auf dem Weg nach Köln fuhr auf dem Nebengleis an, dass sind gut zahlende Gäste, also bekamen die eine Lautsprecherdurchsage: "Sehr geehrte Fahrgäste des Thalys, leider wird sich die Weiterfahrt um ca. 15 Minuten verzögern, da sich Personen auf den Schienen der Strecke befinden." Haaaallo - unsere Abfahrt verzögert sich auch, wir stehen auch dumm rum, wäre nett, wenn man uns auch Bescheid sagen würde, auch wenn wir nur in einem billigen Regionalexpress sitzen. Nach einer halben Stunde zockelten wir dann los, natürlich NACH dem Thayls und den ICEs, die den gleichen Weg hatten - genau einen Bahnhof weiter, wo wir dann, ohne jede Erklärung, wieder 10 Minuten herumstanden. Als es dann doch mal weiterging, machte der Schaffner dann doch noch eine Durchsage, dass er sich für die Verzögerung wegen angetrunkener Personen und/oder Kindern auf den Schienen entschuldige. Jeez, wie lange kann es denn bitte dauern, ein paar besoffene Karnevalisten von den Schienen zu fegen??? Oder muss ich da erst die Polizei, die Feuerwehr, nen Psychologen und nen Priester auffahren, weil die ja vielleicht lebensmüde sein könnten? Und - Vorsicht Zynismus -wieso eigentlich? Auf der Strecke schmeißt sich mindestens einmal die Woche einer vor den Zug, weil das so hübsch kurvig und schlecht einzusehen ist, dann lasst sie doch und 2 Karnevalisten weniger sind auch kein Verlust (Zynismus Ende). Naja, mit 1,5 stündiger Versätung bin ich dann endlich in Düren angekommen, meine Nerven wurden aber noch einmal gehörig strapaziert, als so ein dämlicher besoffener Karnevalist meinte, er müsse mir ein "Bützche" (für alle nicht Rheinländer: Küsschen) geben, ich ihm eine scheuerte und die Umstehenden meinten, ich solle mich doch nicht so haben. Warum zum Henker kann man Karneval nicht einfach verbieten????
Dann musste ich mich, da ich auf dem Weg vom Bahnhof nach Hause leider durch nicht ganz die beste Gegend laufen muss (meine Mum konnte mich leider nicht abholen), noch mit gefühlten 700 dummen Sprüchen von Teenie Türken im Gangsterlook rumschlagen. Wie ihr euch also denken könnt, war mein Tag danach gelaufen und auch, dass meine neuen Stiefel endlich angekommen waren, konnte mich da nur marginal aufheitern.
Naja, jetzt bin ich zu Hause und genieße die relative Ruhe vor dem Sturm vor Rosenmontag, streite mich mit meinen Vater, der meint, dass ich sowieso nach dem Studium keinen Job finde, weil ich ja keine Naturwissenschaft studiert habe und versuche, ein Paper zu einem Thema zu schreiben, das mich Null interessiert. Tolle Aussichten.
Sunday, February 11, 2007
Post aus Brüssel
Heute hat sich meine viel beschäftigte Gastfamilie mal wieder gemeldet und jede Menge Fotos geschickt. Sie waren mit den Kids zu Delphines 3. Geburtstag im Disneyland - sooo niedlich. Die Photos kann ich hier leider nicht veröffentlichen, will ja meine Kids nicht gefährden - man was ja nie, was für Spinner sich im Netz herumtreiben, auf Anfrage schicke ich sie euch aber gerne (oder wenn ich mal herausfinde, wie man Webalben anlegt, die nicht jeder einsehen kann - weiß das jemand? Wenn ja, bitte melden.)Jedenfalls ist es schon krass, wie de Zeit vergeht, Delphine ist schon 3, in meinem ersten Sommer in Belgien war sie ein kleines Baby von 6 Monaten. Ich vermisse die beiden ganz furchtbar.
Was auch krass ist, ist wie das Haus zur Zeit aussieht. Sie renovieren ja gerade und anscheinend ist es in vollem Gange. Hier mal ein paar Fotos.
Das ist das ehemalige Wohnzimmer, vorher und nachher (leider nicht ganz der gleiche Winkel):


Die Küche:

Und das hier waren mal 2 Stockwerke:

(Man erkennt noch, dass das eine mal das Kinderzimmer war, die pinke Prinzessinnenbordüre kenne ich noch allzu gut.) Wie man in dem Chaos leben kann, ist mir immer noch unbegreiflich, auch wenn im 3. Stock ja nichts gemacht wird, aber den ganzen Tag für Monate die Bauarbeiter im Haus - na, ich weiß nicht.
Aber ich muss doch mal sehen, dass ich es nächste Woche mal nach Brüssel schaffe. Mal sehen, wie ich meinen Eltern das Auto abgeluchst bekomme, denn mit übernachten ist es im Moment leider etwas schlecht.
Was auch krass ist, ist wie das Haus zur Zeit aussieht. Sie renovieren ja gerade und anscheinend ist es in vollem Gange. Hier mal ein paar Fotos.
Das ist das ehemalige Wohnzimmer, vorher und nachher (leider nicht ganz der gleiche Winkel):

Die Küche:
Und das hier waren mal 2 Stockwerke:
(Man erkennt noch, dass das eine mal das Kinderzimmer war, die pinke Prinzessinnenbordüre kenne ich noch allzu gut.) Wie man in dem Chaos leben kann, ist mir immer noch unbegreiflich, auch wenn im 3. Stock ja nichts gemacht wird, aber den ganzen Tag für Monate die Bauarbeiter im Haus - na, ich weiß nicht.
Aber ich muss doch mal sehen, dass ich es nächste Woche mal nach Brüssel schaffe. Mal sehen, wie ich meinen Eltern das Auto abgeluchst bekomme, denn mit übernachten ist es im Moment leider etwas schlecht.
Nur so
Allmählich werde ich depressiv: hier regnet und/oder schneit es jetzt seit drei Tagen ununterbrochen. Alles ist einfach nur matschig, nass und eklig. Ich muss diesses Wochenende ja eigentlich nicht raus, aber wenn man 3 Tage in der Wohnung sitzt, bekommt man ja auch Zustände. Allerdings ist auch keine Besserung in Sicht, und die nächsten Tage wird mir so wohl kaum was anderes übrig bleiben, als mich in Regenklamotten auf mein Rad zu schwingen und eben nass zu werden.
Lichtblick: noch eine Woche Uni und dann haben wir eine Woche Ferien - Nachteil: es sind Karnevalsferien. Ich hasse Karneval!!! Und das, obwohl ich im Rheinland geboren bin, damit bin ich in meiner Heimat die absolute Außenseiterin (Und ja, ich hatte eine schwere Kindheit, weil ich als einziges Mädel bei uns im Dorf nicht in der Garde war.;-) Für alle, die nicht wissen, was eine Garde ist: das sind die Mädel mit den kurzen Röcken und komischen Hüten, die im Takt die Beine in die Luft werfen und das Tanzen nennen). Wie auch immer, spätestens Donnerstag geht in Deutschland also das Spektakel los, und hier auch, die Maastrichter haben den Wahnsinn nämlich begeistert importiert. Meine Zugfahrt nach Hause am Freitag wird auf jeden Fall mal wieder ein Erlebnis werden, besoffene und verkleidete Erwachsene im Zug die sich benehmen wie die Hampelmänner sind nicht gerade die besten Reisegenossen. Ich verstehe den Reiz des Ganzen irgendwie nicht: sich verkleiden und 5 Tage vollaufen zu lassen, um dann auf Kommando Alaaf zu brüllen und sich nicht lustige Büttenreden anzuhören, was ist daran so toll? (OK, ich gebe zu, dass ich Büttenreden nicht lustig finde, kann auch daran liegen, dass ich kein Kölsch verstehe, aber ehrlich gesagt habe ich den nicht ganz so leisen Verdacht, dass das es auch nicht besser machen würde, eher im Gegenteil.)
Da bleibt mir mal wieder nur die Flucht in die Stunksitzung zu meinen Leidensgenossen und am Montag Ohropax, damit ich nicht nach dem 200. gebrüllten "De Zoch kütt" "Alaaf" oder "Kamelle" zum Massenmörder werde.
So, und jetzt wird weitergearbeitet, allmählich habe ich sogar das Gefühl, ich blicke marginal durch, worum es bei dem ganzen Modul geht.
Sarah
PS: Was mir auch ewig ein Rätsel bleiben wird, ist das Phänomen von Prinz, Bauer und Jungfrau - kann mir mal jemand erklären, was die drei mit Karneval zu tun haben? Wozu braucht man die - jetzt mal außer zum Winken und Karnevalszug finanzieren?
Lichtblick: noch eine Woche Uni und dann haben wir eine Woche Ferien - Nachteil: es sind Karnevalsferien. Ich hasse Karneval!!! Und das, obwohl ich im Rheinland geboren bin, damit bin ich in meiner Heimat die absolute Außenseiterin (Und ja, ich hatte eine schwere Kindheit, weil ich als einziges Mädel bei uns im Dorf nicht in der Garde war.;-) Für alle, die nicht wissen, was eine Garde ist: das sind die Mädel mit den kurzen Röcken und komischen Hüten, die im Takt die Beine in die Luft werfen und das Tanzen nennen). Wie auch immer, spätestens Donnerstag geht in Deutschland also das Spektakel los, und hier auch, die Maastrichter haben den Wahnsinn nämlich begeistert importiert. Meine Zugfahrt nach Hause am Freitag wird auf jeden Fall mal wieder ein Erlebnis werden, besoffene und verkleidete Erwachsene im Zug die sich benehmen wie die Hampelmänner sind nicht gerade die besten Reisegenossen. Ich verstehe den Reiz des Ganzen irgendwie nicht: sich verkleiden und 5 Tage vollaufen zu lassen, um dann auf Kommando Alaaf zu brüllen und sich nicht lustige Büttenreden anzuhören, was ist daran so toll? (OK, ich gebe zu, dass ich Büttenreden nicht lustig finde, kann auch daran liegen, dass ich kein Kölsch verstehe, aber ehrlich gesagt habe ich den nicht ganz so leisen Verdacht, dass das es auch nicht besser machen würde, eher im Gegenteil.)
Da bleibt mir mal wieder nur die Flucht in die Stunksitzung zu meinen Leidensgenossen und am Montag Ohropax, damit ich nicht nach dem 200. gebrüllten "De Zoch kütt" "Alaaf" oder "Kamelle" zum Massenmörder werde.
So, und jetzt wird weitergearbeitet, allmählich habe ich sogar das Gefühl, ich blicke marginal durch, worum es bei dem ganzen Modul geht.
Sarah
PS: Was mir auch ewig ein Rätsel bleiben wird, ist das Phänomen von Prinz, Bauer und Jungfrau - kann mir mal jemand erklären, was die drei mit Karneval zu tun haben? Wozu braucht man die - jetzt mal außer zum Winken und Karnevalszug finanzieren?
Thursday, February 08, 2007
Es schneit!
Jetzt ist hier auch der Winter ausgebrochen - im Februar. Eigentlich hatte ich ja gehofft, dass uns das erspart bleiben würde, aber anscheinend haben wir Pech gehabt. Seit heute morgen um 8 schneit es jetzt wie bekloppt und es sieht nicht aus, als würde es in nächster Zeit aufhören wollen. Und ich muss gleich raus, um mich mit den beiden Mädels, mit denen ich das Paper schreibe, zu treffen. Na, wenigstens treffen wir uns in der Mensa, da gibt es dann schönen warmen Kaffee mit lecker holländischer Schlagsahne.
Was gibt es sonst neues? Leider hat sich mein erster Eindruck von der Dozentin, die unser jetziges Modul leitet, bestätigtigt: Zicke (oder auch wahlweise stuck up bi***, aber ich habe keine Ahnung, wie man das ins deutsche übersetzen soll). Die Frau hält sich echt für was besseres, weil sie nen Doktortitel hat und wir nicht und behandelt uns dementsprechend wie Kleinkinder. "Wisst ihr denn auch, was eine Forschungsfrage ist?" - Nein woher denn, ich schreibe auch erst seit knapp 4 Jahren akademische Text und da ist mir das noch nie begegnet. Himmelherrgott, wir sind Masterstudenten, da sollte man ein gewisses Grundwissen voraussetzen können.
Das beste war aber noch, als wir tatsächlich gewagt haben zu fragen, warum in diesem Modul denn die Leseliste ungefähr den doppelten Umfang hat wie normal und ob man, weil sehr viele Leute im Februar März entweder Job Interviews haben, Bewerbungen für Doktorandenstellen schreiben müssen, außerdem der EU Concours ist und eine Jobmesse hier in Maastricht, vielleicht etwas flexibler mit den Deadlines oder auch Fehlstunden umgehen könnte. Da bricht ja normalerweise keinem ein Zacken bei aus der Krone, wir machen ja auch in der Fehlzeit keine Ferien, und es ist ja auch nicht so, dass sie 20 Paper gleich am Abgabetermin liest.
Antwort: auf gar keinen Fall, wir sollen uns nicht so anstellen, seien ja schließlich zum Studieren hier und wer fehlt, muss eben eine Extraaufgabe machen. Wollen die Leute hier nicht, dass wir Jobs bekommen? Kommt mir fast so vor.
So, ich muss jetzt los, auf ins Schneegstöber.
Was gibt es sonst neues? Leider hat sich mein erster Eindruck von der Dozentin, die unser jetziges Modul leitet, bestätigtigt: Zicke (oder auch wahlweise stuck up bi***, aber ich habe keine Ahnung, wie man das ins deutsche übersetzen soll). Die Frau hält sich echt für was besseres, weil sie nen Doktortitel hat und wir nicht und behandelt uns dementsprechend wie Kleinkinder. "Wisst ihr denn auch, was eine Forschungsfrage ist?" - Nein woher denn, ich schreibe auch erst seit knapp 4 Jahren akademische Text und da ist mir das noch nie begegnet. Himmelherrgott, wir sind Masterstudenten, da sollte man ein gewisses Grundwissen voraussetzen können.
Das beste war aber noch, als wir tatsächlich gewagt haben zu fragen, warum in diesem Modul denn die Leseliste ungefähr den doppelten Umfang hat wie normal und ob man, weil sehr viele Leute im Februar März entweder Job Interviews haben, Bewerbungen für Doktorandenstellen schreiben müssen, außerdem der EU Concours ist und eine Jobmesse hier in Maastricht, vielleicht etwas flexibler mit den Deadlines oder auch Fehlstunden umgehen könnte. Da bricht ja normalerweise keinem ein Zacken bei aus der Krone, wir machen ja auch in der Fehlzeit keine Ferien, und es ist ja auch nicht so, dass sie 20 Paper gleich am Abgabetermin liest.
Antwort: auf gar keinen Fall, wir sollen uns nicht so anstellen, seien ja schließlich zum Studieren hier und wer fehlt, muss eben eine Extraaufgabe machen. Wollen die Leute hier nicht, dass wir Jobs bekommen? Kommt mir fast so vor.
So, ich muss jetzt los, auf ins Schneegstöber.
Saturday, February 03, 2007
Ich mag mein neues Modul nicht!
Schlechter Ausgangspunkt, wenn man bedenkt, dass ich mich damit jetzt die nächsten 8 Wochen herumschlagen muss, aber ich muss ganz ehrlich zugeben, Wirtschaftspolitik hat mich noch nie interessiert und wird mich wohl auch nie interessieren. Es ist mir völlig egal, was Direktive 3Xe163 zur Normierung der Käselöchergröße in der EU(die ich mir gerade ausgedacht habe, von der ich mir aber sicher vorstellen könnte, dass es sie gibt) für wirtschaftliche Auswirkungen auf den Landwirtschaftssektor in Zimbabwe hat. Dagegen ist ja die Ostpolitik der EU noch richtiggehend spannend. Außerdem werden diese ganzen Handelsvereinbarungen nie erklärt, sondern immer nur mit irgendwelchen kryptischen Namen bezeichnet, meistens sowas wie "Uruguay Round" oder "Singapore Rules" oder dergleichen, so dass ich nur am googeln bin, was denn nun eigentlich dahinter steckt und warum es Land A oder B nicht passt.
Ich habe bis jetzt die ersten Texte für nächste Woche gelesen und Kinder so lange habe ich noch nie pro Seite gebraucht, weil ich ja dummerweise aus eben diesem nicht vorhandenen Interesse erstens keinerlei Grundwissen habe und mir alles rausschreiben muss und zweitens mich auch immer wieder davon abhalten muss, schnarchend wegzupennen. Na, hilft ja alles nix, also muss ich da wohl durch und vielleicht kommen wir ja dann doch irgendwann zum Entwicklungshilfe Teil, der in diesem Modul angeblich auch enthalten ist (es heißt "Trade and Aid"), den ich wesentlich interessanter finde, den ich aber im Moment leider in keinem der Texte auch nur im geringsten entdecken kann.
Ich habe bis jetzt die ersten Texte für nächste Woche gelesen und Kinder so lange habe ich noch nie pro Seite gebraucht, weil ich ja dummerweise aus eben diesem nicht vorhandenen Interesse erstens keinerlei Grundwissen habe und mir alles rausschreiben muss und zweitens mich auch immer wieder davon abhalten muss, schnarchend wegzupennen. Na, hilft ja alles nix, also muss ich da wohl durch und vielleicht kommen wir ja dann doch irgendwann zum Entwicklungshilfe Teil, der in diesem Modul angeblich auch enthalten ist (es heißt "Trade and Aid"), den ich wesentlich interessanter finde, den ich aber im Moment leider in keinem der Texte auch nur im geringsten entdecken kann.
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