Wednesday, March 21, 2007

Paper abgegeben und ein interessanter Vortrag

Paper

Eeeeendlich ist dieses dämlich EPA Paper abgegeben, dass wir für dieses Modul schreiben mussten. Und nach einigen Stolpersteinen glaube ich auch, dass es nicht schlecht geworden ist. Wir haben es sogar geschafft, uns an die Wortbegrenzung zu halten, um genau zu sein, haben wir 8009 Worte geschrieben, 8000 waren erlaubt - eigentlich müsste es dafür einen Extra-Punkt geben, meint ihr nicht auch? ;-) Jedenfalls sollte unsere "wicked witch of the west" Dozentin, die ja immer gepredigt hat, wie wichtig es wäre, zu lernen, sich an Begrenzungen zu halten, in der Hinsicht nichts zu motzen haben.
Habe ich eigentlich erzählt, worum es in dem Paper ging? Keine Ahnung, wenn habe ich das bestimmt verdrängt. Also Kurzfassung: es geht um die neuen Handelsabkommen der EU mit den ehemaligen Kolonien. EU sagt, wir machen dass, weil wir so nett sind und mit Liberalisierung alles besser wird. Wirds natürlich nicht, macht aber nichts, denn Liberalisierung der afrikanischen Märkte bedeutet, dass wir unsere ganzen überschüssigen und subventionierten Agrarprodukte dort abladen können. Wer braucht da Entwicklung? Und ich habe allmählich das Gefühl, dass sich das bei der EU zu einem beängstigenden Trend entwickelt: in allen Papern, die ich bis jetzt hier geschrieben habe, profitiert von den Maßnahmen vor allem die EU, es wird aber behauptet, wir machen das auch reiner Menschenliebe.


Vortrag

Da wir das Paper heute um eins fertig hatten, konnte ich sogar noch zu einem Vortrag an unserer Fakultät gehen: Michael E. Brown, der Dean der Elliott School of Governance in Washington D.C und Professor für International Affairs und Political Science. Er beschäftigt sich mit den Auswirkungen von sogenannten "soft security issues" wie dem demographischen Wandel, weak states und ethnischen Konflikten auf die globale Sicherheit. Sein Vortrag war sehr interessant, aber auch ein wenig deprimierend, weil er einem sehr gut vor Augen führen konnte, wie schlecht es einem Großteil der Welt eigentlich geht. Klar weiß man das auch vorher, aber die Zahlen sind dann doch immer wieder erschreckend, vor allem, wenn man dann lernt, dass es mit rund 10% der Entwicklungsländer keineswegs bergauf, sondern eher steil bergab geht.
Nebenbei gesagt war es natürlich auch toll, mal wieder jemanden zu hören, der genauso spricht wie ich, soll heißen, mit breitem amerikanischen Akzent, das vermisse ich näcmlich hier. Entweder hört man das britische Englisch der Dozenten oder aber das sehr harte Englisch der Osteuropäer, mit dem ich mich glaube ich nie werde anfreunden können.

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