Monday, April 30, 2007

Meine allerletzte Uniwoche - meine unvollständige Maastrichtbilanz

Jetzt ist sie also angebrochen: meine letzte Uniwoche hier in Maastricht. Himmel, das ging ganz schön schnell - wenn ich so in meinem Blog zurückblättere, kommt es mir fast wie gestern vor, dass ich hierhergezogen bin und gerade anfing, mich mit diesem neuen Unisystem anzufreunden. Seit 8 Monaten bin ich jetzt hier, zwei werde ich noch bleiben, um meine Masterarbeit zu schreiben und wo es mich dann hinverschlägt kommt drauf an, wer glaubt, einen Politikwissenschaftler brauchen zu können.

Was habe ich also gelernt in dieser Zeit
  • dass unser Studium in Deutschland bzw. das in Greifswald anscheinend qualitativ gar nicht so schlecht ist sondern dass man mir sogar eine sehr gute Grundausbildung mitgegeben hat
  • dass man tatsächlich drei Jahre Politikwissenschaften studieren kann, ohne jemals gehört zu haben, dass es Theorien gibt oder dass man eine Forschungsfrage braucht
  • dass es sich durchaus lohnen kann, sich mal näher mit Dingen zu befassen, um die ich in Greifswald dank Auswahlmöglichkeiten einen großen Bogen gemacht habe (Wirtschaft...)
  • dass es tatsächlich viele viele Dozenten und Professoren gibt, denen das Lehren und der Umgang mit Studenten jede Menge Spaß macht und es sogar als ihre Hauptaufgabe ansehen
  • dass es Spaß macht, mit Leuten aus 18 Ländern zu studieren, weil man ganz neue Perspektiven eröffnet bekommt, aber auch sehr nervig und anstrengend sein kann
  • dass Gruppenarbeit in den Niederlanden als nonplusultra gilt und wir damit gaaanz viel soziale Kompetenz erwerben (und Frustrationstoleranz ;-) )
  • aber vor allem: dass ich in Greifswald immer noch die allerbesten Freunde gefunden habe. Maastricht war toll, aber Greifswld war 1000mal besser. Ich vermisse euch alle und muss sagen dass der alte Greifsald Spruch stimmt: Man weint immer zweimal: einmal, wenn man nach Greifswald kommt, und einmal, wenn man wieder gehen muss. Naja, vielleicht schaffe ich es ja doch mal wieder zurück in unser Kaff!

Thursday, April 26, 2007

Sch... Mückenviecher

Sommer könnte so schön sein, wenn es diese Landplagen nicht geben würde. Ich werde nie nie mehr mit offenem Fenster schlafen, bin heute morgen aufgewacht und sehe immer noch aus, als hätte ich die Beulenpest, mindestens 30 Mückenstiche an den Armen am Hals - und ganz schlimm - im Gesicht. Einfach furchtbar. So schlimm war es echt noch nie, ich denke mal, das kommt daher, weil hinter unserem Haus ein Pferdestall is, da fühlen sich die Mückenviecher ja so richtig wohl. Und jetzt juckt das Ganze natürlich auch wie die Pest und meine Haut hat sich auch noch entschlossen, Systral Gel nicht mehr zu mögen. Warum müssen die mich auch alle auf einemal stechen zum Henker??

Tuesday, April 24, 2007

Final Countdown

Heute hatte ich meine allerletzte Vorlesung ever. Noch 2 Seminare und ich werde wahrscheinlich nie wieder einen Hörsaal von innen sehen (jedenfalls nicht als Studentin). Diese letzte Vorlesung war auch sehr witzig, da der gute Professor komplett verschusselt hatte, dass er uns vor einer Woche schon mal was erzählt hatte, sich noch mal in allen Details vorstelle und voller Überzeugung anfing, die Vorlesung von letzter Woche 1:1 noch mal zu halten, bis wir ihn dann doch mal darauf aufmerksam machten, dass wir das schon kennen. Lol.

Aber es sieht so aus, als ginge meine Unikarriere jetzt tatsächlich allmählich und ernsthaft zu Ende. :-(

Monday, April 23, 2007

Ein paar Fotos aus Brüssel

Hier also mal ein paar Fotos, die während unseres Klassenausfluges entstanden sind:

Während unserer ersten Mittagspause im Park im Sablon Viertel (ich, Brita aus Belgien, Suzanne aus de Niederlanden und Eva aus Ungarn):


Bei Brita im Pool: Brita, Orsi (aus Ungarn) und ich. Und ja, ich weiß, der Bikini ist bescheuert, der war ursprünglich für eine Party am 4th of July gedacht und auch unerfindlichen Gründen ist es der Einzige, den ich hier in Maastricht hatte und so kurzfristig mitnehmen konnte). Das Wasser war ganz schon kalt um 7 Uhr abends, aber nach einem Tag voller rumgehetze tat es dann doch richtig gut, wenn man einmal drin war.

Sunday, April 22, 2007

Fortschritte erkennbar

Hallelujah!!!

Bin gerade mit dem allerletzten Text, der auf meiner Leseliste für die Thesis stand, fertig geworden, habe jetzt eine sechsseitige Literaturliste und insgesamt 128 Seiten Notizen (für eine Arbeit, die ca. 50 umfassen soll, ich übertreibe mal wieder fürchte ich). Vielleicht sollte ich doch gleich mit der Doktorabeit anfangen. aber wie auch immer: auf jeden Fall fühle ich mich jetzt so, als wäre ich nen großen Schritt weiter, da ich das Ding jetzt "nur" noch schreiben muss.
Morgen gehe ich erstmal in die Bib und jage die Dinger durch den Drucker und dann sehen wir weiter.

Saturday, April 21, 2007

Nachrichten, die die Welt nicht braucht

Muss ich nur mal gerade loswerden:

Papst erklärt "Vorhölle" für überholt

Nach jahrelanger Debatte hat der Vatikan die traditionelle katholische Vorstellung einer "Vorhölle" für ungetaufte tote Kinder offiziell für überholt erklärt. "Der Ausschluss von unschuldigen Kindern aus dem Paradies widerspricht der besonderen Liebe Christus' für die Kleinen", heißt es in dem Bericht der Internationalen Theologischen Kommission (ITK), der von Papst Benedikt XVI. gebilligt wurde.

Der Papst habe sich unter anderem wegen der weltweit hohen Zahl der Abtreibungen zu diesem Schritt entschlossen. Zudem würden immer mehr Kinder nicht getauft.

Der Papst hatte die Vorhölle bereits vor einem Jahr als "nur eine theologische Hypothese" bezeichnet und empfohlen, den Glauben daran abzulehnen. Die ITK hatte sich seit November 2005 mit dieser Frage befasst. Vor seiner Ernennung zum Papst war Joseph Ratzinger zwei Jahre lang deren Vorsitzender.

Die aus dem Mittelalter stammende Überlieferung des "Limbus infantium" besagt, dass Kinder, die ungetauft gestorben sind, nicht in den Himmel kommen. Sie seien dann nämlich nicht von der Erbsünde befreit. Theologen lehrten lange Zeit, dass diese Kinder im so genannten Limbus einen ewigen Zustand natürlicher Glückseligkeit genießen - allerdings ohne Gemeinschaft mit Gott. Die Tradition wurde allerdings nie zur offiziellen Doktrin der katholischen Kirche.

Quelle: Tagesschau.de

Looooooooooooool. Und dafür muss man nun Jahre debattieren??? Ich weiß schon, warum ich nicht katholisch bin. Ok, zurück an die Arbeit.

Wednesday, April 18, 2007

3 Tage Brüssel und das Wochenende davor

Wochenende

Dieses Wochenende bin ich (schon wieder) nach Hause gefahren, da meine Oma ihren 80. Geburtstag gefeiert hat und ich als einzige von meinen Geschwistern kommen konnte und zumindest einer von uns da auftauhen sollte. Also habe ich Freitag 3 Stunden in öffentlichen Verkehrsmitteln und Samstag und Sonntag je ca. 3 Stunden im Auto verbracht, um mit gesammelter Verwandtschaft 5 Stunden lang zu essen. Gefühlt war ich die Einzige zwischen 20 und 50 (es liefen noch ne Reihe Kids rum aus der Nachbarschaft, aber keine über 13)und die Hälfte der Leute hatte ich noch nie gesehen - obwohl die mich alle zu kennen schienen. Konnte mich vor lauter "Ach ja, Sarah, du bist aber groß geworden!" gar nicht retten, während mir eher durch den Kopf schoß: "Wer zum Henker seit ihr??? Und wie zum Teufel bin ich mit euch verwandt???" Aber zumindest hat mich ausnahmsweise mal niemand gefragt, warum ich a. noch nicht verheiratet bin, b. ich noch keine Kinder habe und c. wozu ich überhaupt studiere, da man als zu intelligente Frau ja die Männer abschreckt, was eine deutliche Verbesserung gegenüber dem letzten Familientreffen darstellt. Am Sonntag nach dem Frühstück ging es dann auch schon zurück nach Hause, was für mich hieß Maastricht, da es ja am Montag schon weiter gehen sollte nach Brüssel zum "study trip".


Brüssel - Tag 1

Morgens um 8 gings los und es liess sich staumäßig ganz gut an, bis wir in die Nähe von Brüssel kamen, da praktischerweise die belgische Bahn beschlossen hatte, zu streiken und so alle, die normalerweise mit dem Zug nach Brüssel fahren, sich in ihr Auto gesetzt hatten. Klasse. Wir kamen aber trotzdem noch rechtzeitig zu unserem Termin bei einem Menschen vom belgischen Außenministerium, der vorher im COPS (tolles Akronym, oder? Steht für: Comité de politique et de sécurité - Kommittee für Politik und Sicherheit, für alle des Französischen nicht mächtigen, Teil der EU Außen- und Sicherheitspolitik) gearbeitet hat und uns noch einmal über diese eben nicht besonders existente EU Außen- und Sicherheitspolitik und die EU Beziehung zur NATO aufklären sollte. War eigentlich sehr interessant, allerdings etwas langatmig, so dass ein Großteil unserer Mittagspause draufging. Nachdem wir gerade gut 2 Stunden in einem fensterlosen Konferenzraum verbracht hatten und draußen das schönste Wetter war, waren wir darüber nicht eben begeistert, aber es half ja nichts, wir hatten einen Termin bei der NATO und da das Sicherheitsparanoiker sind, mussten wir da pünktlich antreten, um alle Auweise vorzuzeigen, durch Metalldetektoren zu laufen und uns "Visitor" Schildchen anzupinnen, damit auch ja keiner abhanden kommt und Gott verhüte irgendwo hinwandert, wo er nicht hingehört. Wohin wir dann am Ende wanderten war ein weiterer fensterloser Raum, in dem uns NATO Menschen erklärten, dass sie noch immer unersetzbar sind und die EU sich mal nicht so anstellen soll. Allgemein hatte ich in dem Laden das gefühl, dass nicht nur die Architektur in den Zeiten des Kalten Kriges stecken geblieben ist, aber immerhin gabs NATO Kugelschreiber, NATO Mints und ein NATO Propagandavideo gratis (unsere Steuergelder bei der Arbeit) und wer wollte, hätte auch einen Bademantel mit NATO Emblem käuflich erwerben können - wollte ich immer schon haben ;-). Für die geschätzen 3 Kilometer von NATO zum Grand Place, wo unser Hotel sich befand, haben wir dann dank des berühmten Brüsseler Verkehrs eine Stunde gebraucht, so dass wir erst gegen 6 Uhr abends einchecken konnten. Das Hotel war nichts besonders, aber OK und vor allem für uns umsonst, wer will sich also beschweren - und außerdem war für diesen Tag das Programm endlich beendet, so dass wir uns auf dem Weg zu Britas Eltern machen konnten, die im Besitz eines Pools im Garten sind - herrlich nach diesem Tag, auch wenn es dann um 7 Uhr doch etwas frisch war. Aber was uns nicht tötet, härtet uns ab.
Danach haben wir dann noch in einem kleinen Restaurant lecker Abend gegessen und sind dann noch in ein irisches Pub gegangen, wo dann für mich der ungemütliche Teil des Abends anfing, da ich nunmal den Reiz des sich möglichst schnell Betrinkens und bis 4 Uhr morgens wachbleiben nicht erkenne und mich auch nicht unbedingt auf dem Niveau von Besoffenen unterhalten möchte. Also habe ich mich so gegen Mitternacht ins Hotel verzogen, wo Schaf alerdings auch eine Illusion war, da dauernd irgendwo Türen gingen und Leute auf dem Flur herumschrien. Erstaunlicherweise war ich am Morgen aber doch einigermaßen ausgeschlafen.


Brüssel - Tag 2

Heute standen morgens zwei Lobbyisten auf unserem Plan, die wir aber nicht in ihren Firmen, sondern in den Räumen einer Wirtschaftsschule getroffen haben (Lektion 1: für Studenten geben Lobbyisten kein Geld aus oder stellen ihre teuren Konferenzräume zur Verfügung, das brauchen sie für die Politiker). Das war für mich eigentlich der interessanteste Teil des ganzen Trips, weil es mich echt erstaunt hat, wie sehr sich die Wahrnehmung dieser Leute verschiebt. Beide waren komplett überzeugt, dass sie mit ihrer Arbeit der Demokratie einen großen Dienst erweisen, weil sie die armen überlasteten Politiker mit neutralen und objektiven Informationen versorgen und so für eine effektive Arbeit der EU sorgen. Sicher doch.
Das Nachmittagsprogramm (EU Parlamentarier plus Assistent) hab ich mir dann geschenkt (mit Einverständnis natürlich) um meiner Gastfamilie mal wieder einen Besuch abzustatten. Ich muss sagen, das war fast der beste Teil am ganzen Trip. Ich habe meine Mädels von der Schule abgeholt ohne dass sie es vorher wussten, und was gibt es schöneres, als 2 strahlende Kids, die über den ganzen Schulhof brüllen "Saaaarah" und auf dich zugerannt kommen und dich gar nicht mehr loslassen wollen??? Ich liebe meine Mädels. Dann sind wir zur Feier des Tages noch ein Eis essen gegangen (Privileg der besuchenden Nanny: sie darf die Kinder ungestraft verwöhnen) und wieder 2 vollkommen glückliche Kids, die verzückt an ihrem Vanilleeis mit bunten Streuseln leckten. Ich konnte mich gar nicht satt sehen an den Beiden. Meine arme Delphine hat aber leider einen bösen Husten, irgendeine Allergie, aber kein Arzt weiß, was es ist, echt furchtbar, das Kind ist nur am Luft schnappen.
Der Abend mit Mireille war dann auch toll (JP war leider auf Geschäftsreise), wir haben noch ewig gequatscht und natürlich lecker gegessen. Das wird richtig seltsam, wenn sie nach Zürich ziehen und ich nicht mehr so einfach mal für ein paar Tage vorbeikommen kann (außer es verschlägt mich vielleicht auch in die Gegend).

Brüssel - Tag 3
Natürlich war frühes Aufstehen angesagt, die Mädchen mussten zur Schule und Mireille zur Arbeit, aber erstanlicherweise machte mir das nichts aus. Der Morgen war wie immer chaotisch, aber wir haben es rechtzeitig zur Schule geschafft und es ist mir wieder mal sehr schwer gefallen, die beiden gehen zu lassen. Dann bin ich mit Mireille in die Stadt gefahren (Rushhour in Brüssel, grausam, wenn ich das jeden Tag hätte, würde ich wahnsinnig werden), hatte dann noch eine halbe Stunde, bis ich mich mit Brita getroffen habe, um den Zug zurück nach Maastricht zu nehmen. Hier hat mich jetzt der Alltag wieder und ich muss sagen, das fällt mir richtig schwer. Aber ich werde mich schon einfinden.

Thursday, April 12, 2007

Videonight

Gestern abend habe ich mich mal wieder mit Brita getroffen, um endlich mal Music and Lyrics zu gucken, was wir während des letzten Moduls einfcah nicht geschafft haben vor lauter Leserei und dämliche Paper Geschreibe.

Und da in den letzten Wochen in Maastricht ein Dominos Pizza Place aufgemacht hat, haben wir uns vorher noch lecker lecker Pizza geholt. Soooo gut - kann es gar nicht erwarten, das in Amerika wieder öfter zu essen, abwechselnd mit dem ganzen anderen guten FastFood Mist von Chipotle, JambaJuice und den ganzen Chinamännern natürlich. ;-) Ich hatte eine mit Creme Fraiche und Schinken - hmmmmmmh.

Zum Film: ganz nett, aber es plätschert so vor sich hin. Eine wirkliche Handlung ist nicht zu erkennen und das Ende ist von Anfang an klar, aber darum geht es ja auch nicht, wenn Hugh Grant mitspielt. Das Einzige, was sehr lustig war, war die Parodie auf die Britney Spears dieser Welt, sehr genau getroffen, muss ich sagen.

Morgen geht's nach Hause, Familienfeier- passt mir gerade nicht so in den Zeitplan, weil ich sooo viel für die Uni tun muss, aber was will man machen.

Wednesday, April 11, 2007

Better know a country: Königlicher Nachwuchs

Heute habe ich von Brita, die Holländerin ist, wieder eine neue holländische Tradition kennen gelernt, zwar bis jetzt nur theoretisch, aber da wir uns heute abend zum DVD gucken. Worum gehts? --> Kinder. Und zwar ist gestern Nacht die dritte Tochter des niederländischen Thronfolgers geboren worden, das ist sie:

Einen Namen hat sie offiziell noch nicht, der wird erst verraten, wenn das Kind offiziell eingetragen wird. Das ist auch Tradition, aber darum geht es gerade nicht, es gibt nämlich eine viel nettere: und zwar wird in Holland bei der Geburt eines Kindes (ob nur bei den blaublütigen weiß ich leider nicht, das werde ich heute Abend noch erfragen) so eine Art Keks verschenkt und gegessen, er nennt sich "beschuit with muisjes" und ist laut Britas Auskunft "ein runder Cracker mit pinkem und weißem Zeug drauf" Pink natürlich nur, weil das Kind ein Mädchen ist, wenns ein Junge ist, muss es blau sein. Finde ich eine süße Tradition (im wahrsten Sinne des Wortes)

Edit: wozu Wikipedia doch alles gut ist. Hier mal ein Foto des Kekses:

Monday, April 09, 2007

I'm so excited...


Hach, ein besseres "Willkommensgeschenk" hätte mir nach drei Stunden Bus und Bahn gar nicht passieren können: ich hatte heute endlich die Bestätigung für meinen Flug nach Washington in der Mail (ja, Amis arbeiten Ostermontag), jetzt ist es also offiziell: am 11. Juli fliege ich für 5 Wochen nach Amerika und sehe alle Leute wieder, die ich eeewig nicht mehr gesehen habe. Ich könnte gerade vor Glück im Dreieck springen, jetzt machen mir auch die 3 Monate Uni, die ich noch vor mir habe, nichts mehr aus, mit dem Wissen im Hintergrund, dass ich 3 Wochen nach Abgabe meiner Thesis im Flieger sitze, lassen die sich auch gut ertragen.

Ansonsten bin ich heile wieder angekommen und genieße meine letzten freien Stunden, bevor morgen um halb 10 der Stress wieder losgeht. Und ich habe entdeckt, dass ich nicht das einzige verrückte AuPair bin, dass eine Schwäche für Anderson Cooper hat, auch sehr schön, ich dachte immer, ich sei ein wenig seltsam, weil ich grauhaarige Männer toll finde. Aber bitte, hier nochmal eins meiner Lieblingsphotos? What's not to love (gut, außer der Tatsache, dass er vermutlich stockschwul is)?



Und ja, ich gebe zu, das Photo ist mein aktueller Desktophintergrund, aber wenigstens hatte ich nie eine Boygroup Phase, also muss ich das ja irgendwie nachholen ;-)

"Ferien" schon wieder vorbei

Heute geht es schon wieder zurück nach Maastricht und dank Feiertag und dämlicher Busfahrpläne werde ich für die Strecke, für die ich mit dem Auto 40 Minuten brauche, gute 3 Stunden aufwenden müssen. Klasse!

Dafür habe ich aber gestern abend außer meinem alten Reisepass auch die Umzugskiste, in die ich alle meine Schuhe geschmissen habe, wiedergefunden und bin jetzt für den Sommer bestens mit 10 Paar Orthopädenalbträumen (sprich Absatzschuhe) und diversen Flipflops ausgestattet. Was natürlich nicht heißt, dass ich mir nicht noch welche zulegen werde, ich entspreche inder Hinsicht voll dem Klischee: Schuhe kann eine Frau nie genug haben. Mein tolles Kenneth Cole Sommerkleid habe ich auch wiedergefunden, das muss nur leider erstmal gewaschen werden, aber jetzt kann der Sommer kommen.

Saturday, April 07, 2007

Das Internet als Fundgrube

Ich bin vor einer Stunde mit den assigned Readings für die nächsten beiden Wochen fertig geworden und habe jetzt tatsächlich am Sonntag FREI! Man mag es ja noch kaum glauben. Aber ich musste ja auch ein bisschen vorarbeiten, weil nächstes Wochenende der Geburtstag meiner Oma ansteht und ich da zu nichts kommen werde.

Jedenfalls habe ich meine freie Zeit gleich mal wieder kreativ genutzt, um innlos im Internet herumzuwühlen - es lebe Highspeed Internet und die Flatrate und natürlich will ich euch an meinen Funden teilhaben lassen, einige sind sehr witzig und sehenswert und natürlich zumeist youtube zu verdanken

1. The Mole 2 - eine der besten Reality Shows, die ich je gesehen habe, lief in den USA als ich da war und ich muss zugeben, erst habe ich es nur wegen Anderson Cooper geschaut, aber dann hat es mich echt fasziniert. Ein intelligenter Spielgedanke: 14 Spieler, die nur wenn sie bei diversen Spielen zusammenarbeiten, Geld verdienen können, das am Ende einer gewinnt. Problem: ein Spieler wurde von der Produktionsfirma angeheuert, um die Spiele zu sabotieren, er ist der Mole. Wem kann man also trauen? Ich habe bis zum Ende nicht herausgefunden, wer der Maulwurf ist, und werde es natürlich auch nicht verraten, das verdirbt ja den Spaß. In Deutschland lief glaube ich nur eine Staffel und auch nicht sehr erfolgreich. Und man glaubt es kaum: wer hat's erfunden? --> die Holländer, sonst Quelle sämtlichen Fernsehschrotts. Hier mal der erste Teil, in dem die Kandidaten vorgestellt werden, durch den Rest kann man sich dann bei Youtube durchklicken (einfcah nach "Mole 2" suchen)




2. JibJab - geniale amerikanische Seite, die die amerikanische Politik auf Korn nimmt (den Tipp hatte ich von Jessica hier schon ewig, aber nie Zeit, mich mal intensiver mit der Seite auseinander zu setzen). Sehr viele sehenswerte Videos. Hier die beiden Besten:

This Land (zur letzten Präsidentschaftswahl, leider kein Link um es direkt hier anzuzeigen): http://www.jibjab.com/originals/originals/jibjab/movieid/65

What we call the news (Parodie auf das, was sich im amerikanischen Fernsehen seriöse Nachrichten nennt):

Heaven can wait

Allmählich glaube ich, es gibt irgendeine religiöse Verschwörung gegen mich und die haben irgendwie mitbekommen, dass ich dem Verein nicht so wohlgesonnen bin. In den letzten 3 Tagen haben 4 verschiedene Gruppen auf der Straße versucht, mich zu konvertieren.

Am Donnerstag, als ich auf dem Weg zur Klausur war, haben mich die Zeugen Jehovas angequatscht und als sie gemerkt haben, dass ich kein Niederländisch spreche, sind die doch tatsächlich auf Englisch umgestiegen, um mich zu überzeugen, meine Seele doch noch zu retten, indem ich sofort den Wachturm lese und zu ihrer Religion konvertiere. Nein danke. Der Verein wundert mich sowieso: keine Ahnung, wie oft laut denen die Welt schon untergehen sollte, aber irgendwann würde ich doch mal merken, dass da was nicht stimmen kann, wenn da nie was passiert (oder Gott mal nen Kalender schenken, mit nem dicken gelben Post It auf dem richtigen Tag: "Nicht vergessen: heute Weltuntergang auslösen!").

Die restlichen drei Male passierten alle heute morgen, als ich in der Stadt war, es ist kurz vor Ostern und anscheinend ist da noch mal Großrekrutierung angesagt (oder ich habe mal wieder was verpasst und es ist nächster Weltuntergangstermin), also standen die in Massen in der Stadt, sangen inbrünstig, verteilten Zettelchen mit "Jesus lebt", "Die Darwin Lüge" und "Der Babycaust" und quatschten arme Leute an. Was wieder erschreckend war, war, wie viel junge Leute dabei waren und vollkommen übereifrig dabei waren, Leute zu überzeugen, dass sie sich auf dem direkten Weg zur Hölle befinden, wenn sie nicht sofort wieder zur Kirche gehen. Mich haben drei Leute an verschiedenen Stellen angesprochen und ich reagiere auf diese Leuts ja sowas von allergisch, dass sie es nach 5 Minuten und der Feststellung, dass meine Seele wohl eh schon verloren ist, alle wieder aufgegeben haben.

Versteht mich nicht falsch, ich hab nichts gegen Religion, soll jeder selber wissen, aber dieses Evangelikale, was so allmählich aus Amerika zu uns rüberschwappt, macht mir Angst. Wir denken immer, das betrifft und nicht, so bekloppt sind nur die Amerikaner, aber die haben hier auch schon Fuß gefasst und bekommen jede Menge Schützenhilfe von den Megachurches in den USA. Die fischen ganz gezielt die Jugendlichen ab und indoktrinieren sie dann so früh wie möglich und wo das mal hinführen kann, sieht man ja gerade an der Innenpolitik der USA.

Friday, April 06, 2007

Wo hab ich bloss...?

Eigentlich war heute ein schöner Tag, ich habe draußen im Garten gesessen, viel für die Uni gelesen und sogar dabei noch ein bisschen Farbe bekommen. Dann habe ich noch mit Berit telefoniert und mein Heimweh nach Greifswald mal wieder aufleben lassen.
Jetzt allerdings ist mir aufgefallen, dass ich zum Abholen meines neuen Reisepasses meinen alten mitbringen muss und das bringt die 100.000 Dollar Frage mit sich: "Wo ist das verdammte Ding???" Während ich nämlich keinerlei Probleme habe, mir dämliche Fakten wie "Subways ist der weltgrößte Abnehmer von Tomaten und Thunfisch" (am Donnerstag beim Mittagessen gelernt) zu merken, habe ich größte Probleme, mich zu erinnern, wo ich wichtige Dinge wie Schlüssel, Zeugnisse und eben Ausweisdokumente hingeschlampt habe. Meist habe ic sie an einen Ort gelegt, von dem ich so überzeugt war, dass er vollkommen offensichtlich ist, dass ich es sofort danach wieder vergesse.

Jetzt muss ich also in meiner Abstellkammer in den Umzugskisten herumwühlen, um die kleine blaue Kiste zu finden, in der ich glaube, dass sich mein Pass befindet - herrlich. Das Ding ist vollkommen überfüllt. Wünscht mir Glück, ich werde mich jetzt mal auf die Jagd begeben.

Thursday, April 05, 2007

Ich habs hinter mir!

So, Klausur ist überstanden, ich denke auch, dass ich es bestanden habe und so bin ich ab heute auch wieder einigermaßen ansprechbar. Danke an Jessica für die Aufmunterung. Fragen waren nicht allzu schwer, eine habe ich zwar glaube ich etwas versiebt, aber da es insgesamt 6 waren, sollte es gereicht haben.

Jetzt bin ich für das Osterwochenende mal wieder bei meinen Eltern, die Rückfahrt war dank der Tatsache, dass ich zusammen mit Judith, einer Kommilitonin, fahren konnte, sogar ausnahmsweise amüsant und nicht stressig. Und: alle Züge/Busse waren pünktlich, sollte ich mir den Tag im Kalendar anstreichen?

Ich denke, ich werde dieses Wochenende mal einen etwas ruhigeren schieben, zwar wollte ich einige Texte für das nächste Modul lesen, aber dank Strom im Garten kann ich das ja auch da (die Texte sind auf meinem Laptop gespeichert). Da werde ich mich sowieso bei dem schönen Wetter denke ich hauptsächlich aufhalten (Auch auf die Gefahr hin, dass ich von meiner Mutter ein seltsames Gartengerät in die Hand gedrückt bekomme, mit der Aufforderung, "doch mal eben das Unkraut auf dem Wall zu vernichten", ich hätte ja eh gerade nichts zu tun. Aber das lässt sich meist schnell abwenden, da ich völlig von jedem Gärtnergen verschont geblieben, nicht wirklich unterscheiden kann, was nun "gutes" oder "schlechtes" Grünzeug ist und daher nach 5 Minuten schnell wieder von meiner Aufgabe befreit werde, bevor ich sämtliche Blumen vernichtet habe.)
Ich mag Gärten ja sehr, so zum Rumgammeln und abhängen, aber die Arbeit die damit verbunden ist, muss ich echt nicht haben. Ich werde mir erst einen anschaffen, wenn ich mir auch den Gärtner dazu leisten kann.
Damit ihr mal seht, wo ich die nächsten Tage verbringen werde, hier ein paar Fotos:


Unser Gartenteich (mit Fischen, wenn nicht gerade der Reiher oder die Nachbarskatzen Hunger haben)

Der Pavillon, sehr schön, um mit seinem Laptop drin zu sitzen, hat nämlich Stromanschluss und alles, und dank WLan sogar Internet.

Tuesday, April 03, 2007

Keine Lust mehr zu lernen - und sonstiger Weltschmerz

Nur damit ihr mal wieder ein Update bekommt, warum ich mich die letzten Tage so rar gemacht habe (meine Mutter bekam schon leichte Panikattacken, da ich nie auf Skype zu finden war und dachte wohl schon das Schlimmste): ich muss für diese blöde Klausur am Donnerstag lernen und mir dafür allerlei seltsame Begriffe merken, deren Sinn ich bis heute leider nicht verstanden habe. Was bitte ist die Elastizität von Rohstoffen???? Kann man Kohle jetzt dehnen und dann wird mehr draus??? Und was zum Henker sollen diese ganzen Abkürzungen, ist ja kein Wunder, dass man irgendwann IFI nicht mehr von ISI unterscheiden kann! <--nur einige meiner Gedanken, während ich mir versuche zu merken, ob die WTO jetzt doch ne gute Idee war oder nicht.

Leider habe ich sowas von keine Lust mehr, das ist nicht mehr feierlich. Und den Stundenplan fürs neue Modul haben wir auch bekommen, massig zu tun in einem Monat, wann soll ich denn da was für meine Masterthesis tun??? Ich sehe meinen Ausflug nach Heringsdorf schon davonschwimmen...kein wiedersehen mit meinem Kolloquium und endlich wieder Menschen, mit denen man tatsächlich diskutieren kann.

Sonstiger Weltschmerz?
a. Katja hat Geburtstag und ich bin nicht in Greifswald und konnte nicht mit im Mittendrin Cocktails trinken gehen...und überhaupt vermisse ich meine Greifswalder ganz unheimlich. Jetzt fängt da das neue Semester an und ich wäre sooo gerne dabei.
b. Ich muss Donnerstag mit ungefähr 7000 anderen deutschen Studenten den Weg nach Aachen antreten und habe sowas von keine Lust auf überfüllte Busse und danach Züge in Aachen.
c. Ich habe Heimweh nach Amerika und ganz besonders New York
d. Nach einem Sonnentag ist es hier schon wieder bedeckt und saukalt. Ich krieg Depressionen von dem Wetter!!! Wo ist denn diese viel beschriehene globale Erwärmung?
e. Meine belgische Gastfamilie zieht im Sommer von Brüssel nach Zürich und ich weiß nicht, ob ich vorher nochmal Zeit habe, sie zu besuchen, um von Haus und ihnen Abschied zu nehmen. Nach Zürich ist es dann doch weiter als nach Brüssel und ich habe meine Prinzessinnen schon so lange nicht mehr gesehen.
f. Life stinks!!!

So, jetzt muntert mich mal auf!!