Wednesday, October 18, 2006

It's a small world, after all

Das ist nicht nur eine Attraktion im Disneyland in Florida, siehe hier:

- sondern auch so wahr. Heute hat Jakob seine Zusage für sein Referendariat bekommen (Congrats an dieser Stelle übrigens noch mal !!!) und aus den Hunderten von Städten, in die er hätte kommen können, landet er ausgerechnet in der Heimatstadt meiner Mutter, in Detmold. Ist eine echt kleine Stadt, und: what are the odds of that?

Dann habe ich heute noch festgestellt, das inzwischen wohl echt fast jeder Student im Studivz ist. Ich habe so viele Leute wieder getroffen, mit denen ich seit Jahren schon keinen Kontakt mehr hatte, echt unglaublich.

Dann habe ich heute noch einen TV-Tipp für alle diejenigen unter euch, die genug Englisch sprechen, um CNN zu verstehen (also nicht allzuviel, die sprechen ja sehr sauberes Englisch):
Ich habe die Doku vor 2 Monaten schonmal bei der Erstausstrahlung gesehen und ich fand es wirklich bedrückend. Eigentlich ist es traurig, wie der CNN Effekt auch auf mich wirkt, wie einem so etwas nur bewusst wird, wenn man mal wieder in den Nachrichten hört, wie schlecht es den Menschen in Afrika wirklich geht. Ich habe ja immer noch ein wenig die Illusion, nach dem Master ein Jahr dorthin zu gehen, aber einfach "drauflos helfen", das geht auch nicht immer gut. Am Dienstag hatten wir einen Diplomaten als Gastdozenten, der mal im Sudan gearbeitet hat und dort gekündigt hat, weil er merkte, dass die Entwicklungshilfe, im Konkreten die Versorgung der Bevölkerung mit Essen, nach hinten losging, weil damit langsam aber sicher sas ganze Wirtschaftssystem des Landes zerstört wurde. Die Menschen fingen nämlich an, sich auf die Lebensmittellieferungen zu verlassen, kauften nichts mehr von einheimischen Produzenten und bauten auch nichts mehr selber an. Trotzdem bestand seine Regierung drauf, das Projekt weiter zu führen, es macht sich ja so gut in den Nachrichten, wenn man zeigen konnte, wie man verhungernde Kinder mit Milch versorgt. Schon zynisch, wenn man als Diplomat dann praktisch gezwungen ist, mitzumachen.
Aber so gebe ich den CNN Effekt mal an euch weiter, es hilft zumindest, sich daran zu erinnern, dass es durchaus noch drängende Probleme in Afrika gibt, an denen wir nicht ganz unschuldig sind und diesen Kontinent nicht ganz zu vergessen.

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