Jetzt bin ich also wieder zurück aus dem schönen Greifswald bei meinen Eltern und habe jetzt schon seit tatsächlich einer Woche Ferien, und damit mal wieder Zeit, mein Blog auf den neuesten Stand zu bringen. Kann es noch gar nicht glauben. Also, wo war ich stehen geblieben?
Die Prüfung. Also die Klausur war sowas von simpel, da war ehrlich gesagt die mündliche Prüfung zu internationaler Politik nach dem 2. Semester schwieriger. Ich war nach gut einer Stunde fertig, hab dann aber noch ne halbe Stunde Däumchen gedreht, weil ich mir blöd vorkam, so früh zu gehen. Das Einzige, was mir partout nicht mehr einfallen wollte war, was nun genau der "International Crimininal Court" und der "International Court of Justice" waren, aber ich hab mir was ausgedacht und wie es aussieht, war es nicht allzu falsch. Wenn ich die Klausur nicht bestanden habe, weiß ich auch nicht mehr.
Abends war dann noch Party bei Natalie, sie wohnt in einem Riesenhaus und hatte den ganzen Masterjahrgang eingeladen, also war mächtig was los und wir haben bis um 3 Uhr morgens gefeiert, auch mit den Dozenten, die irgendwann auch noch auftauchten. Sehr lustig.
Am Samstag habe ich mich dann notgedrungen aus dem bett gequält und mal Ordnung in mein Zimmer gebracht und siehe da, ich konnte doch meinen Schreibtisch mal wiedersehen, nachdem ich diverse Papierstapel in Ordner verfrachtet hatte. Dann ging es auf nach Hause, auf dem WEg begegnete uns dann noch der Bus des HSV, die gegen Aachen spielen sollten, allerdings fuhr der in Holland rum. Wenn die schon auf dem Weg nach Aachen in Vaals landen, wundert es mich nicht, dass sie in letzter Zeit das Tor nicht treffen. Zu Hause angekommen war dann eigentlich nur noch umpacken angesagt, denn Sonntag ging es ja auch schon weiter nach Greifswald und ich durfte endlich mal wieder fliegen, auch wenn sich die Strecke von Köln nach Berlin nicht wirklich lohnt. In Berlin angekommen habe ich mir dann erstmal einen Strabucks gegönnt, nach langer Zeit mal wieder und mich wie üblich über verspätete Züge geärgert, für die ich dann allerdings mit Bahnkaffee (bäh!) und 3 Stunden in der ersten Klasse (super!) entschädigt wurde (die Bahn hatte alle Reservierungen verschlampt).
Greifswald war sooo toll, ich glaube, ich bin drei Tage nur herumgelaufen und habe mich mit Leuten getroffen und alles aufgesogen. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich das alles vermisst hatte. Meine Freunde, die familiäre Atmosphäre in der Uni, Norwegischunterricht und Politikseminare und natürlich mein geliebtes Colloquium. Endlich wieder Diskussionen auf einem Niveau, bei dem ich nicht einschlafe. Die Zeit ging viel zu schnell um.
jetzt bin ich also wieder bei meinen Eltern und vor mir liegt ein Berg Geschenke, den ich noch einpacken muss, ich sollte mich also besser an die Arbeit begeben.
Friday, December 22, 2006
Wednesday, December 13, 2006
Funny
Bei meinen endlosen Streifzügen im Internet habe ich mal wieder eine Website entdeckt, mit der ich mich stundenlang aufhalten könnte: The Wayback Maschine. Diese nette kleine Website hat sowas wie die Geschichte des Web und ihrer Seiten gepeichert. Schon überlegt, wie wohl die Seite des Spiegels 1996 ausgesehen hat: hier klicken. Sehr lustig.
Ok, zurück an die Arbeit.
Ok, zurück an die Arbeit.
Tuesday, December 12, 2006
Prüfungsstress
Falls ihr euch wundert, warum ich mich in letzter Zeit so selten melde: siehe oben. Heute haben wir unser Paper abgegeben, mit dem schönen Titel: "Who is afraid of global terrorism?", und am Freitag schreiben wir 2,5 Stunden Klausur über ca. 30 Texte, von denen ich bis jetzt ca. die Hälfte kann. Aber ich habe ja noch 2 Tage, also wird das schon werden. Und dann habe ich FERIEN!!! Ganze 3 Wochen lang, ich werde nach Greifswald fahren, alle meine Leute wiedersehen, dann zu meinen Eltern und mich 2 Wochen lang von der guten Kost meiner Mutter mästen lassen. Hach, wunderbar...Falls jetzt einer meint, ich solle mich doch nicht so anstellen: im Gegensatz zu den deutschen Studenten haben wir nicht im Februar und März frei, sowas wie Semesterferien kennen die hier nur im Sommer, und dann auch nur 2 statt 3 Monate.
Ich werde jetzt noch ein bisschen lernen und dann vor dem Fernseher abschalten - und ihr könntet ruhig mal Kommentare hinterlassen oder/und mir Mails schreiben. Ich lasse mich dann beim Lernen doch ganz gerne ablenken. ;-)
Ich werde jetzt noch ein bisschen lernen und dann vor dem Fernseher abschalten - und ihr könntet ruhig mal Kommentare hinterlassen oder/und mir Mails schreiben. Ich lasse mich dann beim Lernen doch ganz gerne ablenken. ;-)
Friday, December 08, 2006
What's on your IPod?
Da ich gerade nichts Besseres weiß, hier mal meine TopTen Songs, die im Moment auf meinem IPod rauf und runter gespielt werden. Was sind eure derzeitigen Favoriten?
- Dixie Chicks - Not ready to make nice
- Kelly Clarkson - Breakaway
- Amy Grant - I will remember you
- LeeAnn Womack - I hope you dance
- Mary Chapin Carpenter - He thinks he'll keep her
- Bruce Springsteen - Empty sky
- Rent - La vie Boheme
- Billy Joel - We didn't start the fire
- R.E.M. - Leaving New York
- Vonda Shepard - Hooked on a feeling
Thursday, December 07, 2006
Mission Accomplished !
Man mag es kaum glaube, aber ich habe mit dem heutigen Tag alle Weihnachtsgeschenke zusammen und wenn jetzt kein böser Terroristenelf kommt und sie mir klaut, bleibt das auch so. Habe allerdings das Gefühl, das meine Liste jedes Jahr länger wird, ich sollte wirklich Weihnachtsgeld beim Bafög Amt beantragen - nicht, dass ich noch Bafög bekommen würde, aber bei dem ganzen Ärger, den ich schon mit dem Laden hatte, würde es mich doch reizen, es zu versuchen, rein um sie zu nerven.
Werde aber auf jeden Fall, wenn ich zu Hause bin, den Geschenkeberg mal fotografieren, auch wenn die ganzen Geschenke für die kleinen Menschen in aller Welt natürlich schon ausgeliefert sind. Für meine Hosties in Belgien habe ich heute ein Fotobuch bestellt, mit Bildern von den beiden Kids bei ihren Lieblingsbeschäftigungen, ganz schön schwierung für das Minimonster Delphine andere Beschäftigung als Essen zu finden ;-). Hoffe, das Ding kommt noch rechtzeitig an, so dass ich es noch weiterschicken kann.
Werde aber auf jeden Fall, wenn ich zu Hause bin, den Geschenkeberg mal fotografieren, auch wenn die ganzen Geschenke für die kleinen Menschen in aller Welt natürlich schon ausgeliefert sind. Für meine Hosties in Belgien habe ich heute ein Fotobuch bestellt, mit Bildern von den beiden Kids bei ihren Lieblingsbeschäftigungen, ganz schön schwierung für das Minimonster Delphine andere Beschäftigung als Essen zu finden ;-). Hoffe, das Ding kommt noch rechtzeitig an, so dass ich es noch weiterschicken kann.
Ich habe tolle Freunde!
Gestern habe ich ganz überraschend ein Riesenpäckchen bekommen (naja, nicht völlig, aber die Größe hätte ich jedenfalls nie erwartet) und drin war ein supersüßer selbstgebastelter Adventskalender von der lieben Denise. Ich habe jetzt für jeden Tag eine kleine Tüte mit einer anderen Teesorte und kann es mir jeden Abend mit einer dampfenden Kanne und leckerem Kandis gemütlich machen. Für eine Teeliebhaberin wie mich ideal. Danke Denise, du bist die Beste! Und immer noch genauso verrückt wie damals in der 5. Klasse, als wir uns kennen gelernt haben. Mann, was haben wir alles für Verrücktheiten miteinander durchgemacht. Freue mich schon unheimlich, dich nach Weihnachten mal wieder zu sehen und dann geht es auf zu Gaudi (für alle Unwissenden: best musical ever), mal wieder in Erinnerungen schwelgen. Mir ist letztens aufgefallen, dass das jetzt schon mindestens 10 Jahre her ist, Gaudi gibt es seit 1993. Mann, wir werden alt.
Und im Moment freue ich mich auch unheimlich auf Greifswald, um alle da mal wiederzusehen, die mich hier aus der Ferne anfeuern und mir Mut machen, wenn ich mal wieder in Arbeit ertrinke. Ihr seid super!
Und im Moment freue ich mich auch unheimlich auf Greifswald, um alle da mal wiederzusehen, die mich hier aus der Ferne anfeuern und mir Mut machen, wenn ich mal wieder in Arbeit ertrinke. Ihr seid super!
Tuesday, December 05, 2006
Sinterklaas
Heute ist hier in den Niederlanden Sinterklaas, und da ihr ja bestimmt alle sehr wissbegierig seit und mehr über dieses kleine Ländchen lernen wollt, in dem ich jetzt meine zeit verbringe, bekommt ihr jetzt ein wenig Kulturunterricht.
Also: Sinterklaas ist hier sowas wie der Nikolaus, er kommt aber schon einen Tag früher als bei uns. Brav sein und Schuhe putzen muss man hier auch, allerdings bekommt man hier wesentlich mehr Geschenke als in Deutschland, es ist der Hauptweihnachtstag für die Holländer. Am heiligen Abend gibt es dann - wenn überhaupt - nur noch Kleinigkeiten. Die Geschenke werden abends mit einem albernen Reim überreicht. Traditionell verschenkt man hier zu Sinterklaas auch Schokoladenbuchstaben, allerdings habe ich keine Ahnung warum, aber solange es Schoki ist, soll es mir recht sein: einem geschenkten Gaul schaut man eben nicht ins Maul. Außerdem stehen in allen Geschäften Schalen mit Pfeffernüssen, so eine Art Keks, aus denen man sich bedienen kann. Das kommt wohl aus der Geschichte vom heiligen Nikolaus, der ja auch alles geteilt hat.
Sinterklaas kommt hier aus Spanien und hat viele kleine schwarze Kerlchen, die so genannten "zwarten Piets" (wörtlich schwarzer Peter) bei sich. Siehe hier:

Wie auch bei uns: wer brav war, bekommt von Sinterklaas Geschenke, wer nicht, bekommt was mit der Rute von einem der "Zwarten Pieten" und wird in den Sack gesteckt und wieder mit nach Spanien genommen (was an letzerem nun eine Strafe sein soll ist mir schleierhaft, wenn ich Schmutzwetter in Holland mit spanischer Sonne tauschen könnte...warum nicht?). Warum es von den "zwarten Piets" mehrere gibt, verstehe ich allerdings nicht, wir kommen doch in Deutschland auch mit einem Knecht Ruprecht aus. Oder gibt es hier in den Niederlanden vielleicht so viel mehr unartige Kinder?
Also: Sinterklaas ist hier sowas wie der Nikolaus, er kommt aber schon einen Tag früher als bei uns. Brav sein und Schuhe putzen muss man hier auch, allerdings bekommt man hier wesentlich mehr Geschenke als in Deutschland, es ist der Hauptweihnachtstag für die Holländer. Am heiligen Abend gibt es dann - wenn überhaupt - nur noch Kleinigkeiten. Die Geschenke werden abends mit einem albernen Reim überreicht. Traditionell verschenkt man hier zu Sinterklaas auch Schokoladenbuchstaben, allerdings habe ich keine Ahnung warum, aber solange es Schoki ist, soll es mir recht sein: einem geschenkten Gaul schaut man eben nicht ins Maul. Außerdem stehen in allen Geschäften Schalen mit Pfeffernüssen, so eine Art Keks, aus denen man sich bedienen kann. Das kommt wohl aus der Geschichte vom heiligen Nikolaus, der ja auch alles geteilt hat.
Sinterklaas kommt hier aus Spanien und hat viele kleine schwarze Kerlchen, die so genannten "zwarten Piets" (wörtlich schwarzer Peter) bei sich. Siehe hier:

Wie auch bei uns: wer brav war, bekommt von Sinterklaas Geschenke, wer nicht, bekommt was mit der Rute von einem der "Zwarten Pieten" und wird in den Sack gesteckt und wieder mit nach Spanien genommen (was an letzerem nun eine Strafe sein soll ist mir schleierhaft, wenn ich Schmutzwetter in Holland mit spanischer Sonne tauschen könnte...warum nicht?). Warum es von den "zwarten Piets" mehrere gibt, verstehe ich allerdings nicht, wir kommen doch in Deutschland auch mit einem Knecht Ruprecht aus. Oder gibt es hier in den Niederlanden vielleicht so viel mehr unartige Kinder?
Monday, December 04, 2006
Wieder eine USA Erinnerung weniger
Was man nicht so alles beim Stöbern im Internet entdeckt: da gehe ich ganz wißbegierig auf die Website der New York Times und was muss ich sehen: einer meiner geliebten Wiggles hört auf - der Gelbe, er ist nämlich krank (siehe hier). Natürlich gibt es Ersatz, so dass der Zirkus weitergehen kann.
Wer jetzt die Wiggles nicht kennt: Bildungslücke, das ist so was wie die australische Version der Teletubbies, nur in echt: 4 Männer mittleren Alters, die sich in bunten T-Shirts (es gibt einen roten, blauen, lila und eben gelben Wiggle) auf der Bühne zusammen mit einem Dinosaurier namens Dorothy und einem Hund namens Wags zum Affen machen und dabei poppoge Kinderlieder singen. Zielgruppe: 2-5-jährige und ihre Nannies - oder eben Eltern.
Wir waren in Amerika sogar auf einem Konzert, mit den Kindern einer AuPair Freundin, alibiweise. Die Kids haben sich nach 15 Minuten gelangweilt, während wir alle Songs mitgrölen könnten. Es lebe die Kindheit. Die 4 waren jedenfalls um Klassen besser als Rolf Zuckowski und was hier sonst noch alles singt. Habe mir natürlich CDs aus Amerika mitgebracht und natürlich die Pappversionen im Toysrus am Timessquare fotografiert:
Und ich bin anscheinend nicht die einzige Erwachsene, die Wiggles Fan is, immerhin is der Artikel auf Platz der der meist geemailten Artikel der NYT - und er war da auf der ersten Seite. Da soll noch einer sagen Musim für Kinder wäre albern.
Wer jetzt die Wiggles nicht kennt: Bildungslücke, das ist so was wie die australische Version der Teletubbies, nur in echt: 4 Männer mittleren Alters, die sich in bunten T-Shirts (es gibt einen roten, blauen, lila und eben gelben Wiggle) auf der Bühne zusammen mit einem Dinosaurier namens Dorothy und einem Hund namens Wags zum Affen machen und dabei poppoge Kinderlieder singen. Zielgruppe: 2-5-jährige und ihre Nannies - oder eben Eltern.
Wir waren in Amerika sogar auf einem Konzert, mit den Kindern einer AuPair Freundin, alibiweise. Die Kids haben sich nach 15 Minuten gelangweilt, während wir alle Songs mitgrölen könnten. Es lebe die Kindheit. Die 4 waren jedenfalls um Klassen besser als Rolf Zuckowski und was hier sonst noch alles singt. Habe mir natürlich CDs aus Amerika mitgebracht und natürlich die Pappversionen im Toysrus am Timessquare fotografiert:
Und ich bin anscheinend nicht die einzige Erwachsene, die Wiggles Fan is, immerhin is der Artikel auf Platz der der meist geemailten Artikel der NYT - und er war da auf der ersten Seite. Da soll noch einer sagen Musim für Kinder wäre albern.
Stromausfall
Es ist jetzt 9 Uhr abends und wir haben gerade 2 Stunden im Dunkeln gesessen, weil auf einmal, scheinbar ohne jeden Grund der Strom im ganzen haus ausgefallen ist. Laura, eine meiner Mitbewohnerinnen und ich waren gerade am Kochen und unser Auflauf stand jetzt eben 2 Stunden im kalten Ofen. Wir wärmen ihn gerade wieder auf, mal sehen, ob er noch schmeckt. Problem war, dass unser Vermieter, der gegenüber wohnt und den Schlüssel für den Sicherungskasten hat, natürlich nicht da war - er war auf der Leichenschau (sagt man das so, ich als Ungläubige habe ja davon keine Ahnung) von irgendeiner Verwandten - super, da hat natürlich keiner ein Handy oder so an. Aber zum Glück sind sie gerade zurück gekommen und jetzt geht alles wieder.
Da merkt man doch erst, wie angewiesen man auf Strom eigentlich ist. Aber eigentlich war es doch ganz lustig, so lernte man wenigstens seine Mitbewohner mal kennen und da es ja kurz vor Weihnachten ist, hatten alle Kerzen und wir haben es uns in der Küche mit Gesellschaftsspielen gemütlich gemacht und so gingen die 2 Stunden eigentlich ganz flott rum. Allerdings habe ich jetzt einen Bärenhunger, hoffe also, dass unser Auflauf noch genießbar ist. Melde mich bald wieder.
Da merkt man doch erst, wie angewiesen man auf Strom eigentlich ist. Aber eigentlich war es doch ganz lustig, so lernte man wenigstens seine Mitbewohner mal kennen und da es ja kurz vor Weihnachten ist, hatten alle Kerzen und wir haben es uns in der Küche mit Gesellschaftsspielen gemütlich gemacht und so gingen die 2 Stunden eigentlich ganz flott rum. Allerdings habe ich jetzt einen Bärenhunger, hoffe also, dass unser Auflauf noch genießbar ist. Melde mich bald wieder.
Saturday, December 02, 2006
Update
So, ich melde mich mmal wieder, damit ihr auch mal weider was zu lesen habt. Die letzte Woche war relativ ereignlos. Ich war sowas von faul, das ist schon nicht mehr feierlich. Muss wohl ein akuter Fall von Wintermüdigkeit oder -depression gewesen sein, jedenfalls war ich in den letzten Tagen immer kurz vorm Einschlafen und habe natürlich auch nicht geschafft bekommen. Habe nur das nötigste für die Uni getan, was sich jetzt rächt, weil es nur noch 2 Wochen bis zum Exam sind und ich den ganzen Kram noch lernen muss.
Dafür habe ich aber am Donnerstag, da meine Eltern netterweise gekommen sind und ich so ein Auto zur Verfügung hatte um meine Einkäufe zu transportieren, den Großteil meines Weihnachtsshoppping erledigt, soll heißen, ich bin ganz knapp vor dem 1. Dezember fertig geworden und kann diesmal sagen, dass ich dem Weihnachtsstress entkommen bin. Was ich jetzt noch besorgen muss, kann ich online kaufen, ohne mich in den Trubel in den Geschäften stürzen zu müssen.
Und ich habe festgestellt, dass nicht nur Greifswald die Idee des Weihnachtsmarktes anscheinend sehr flexibel auslegt und es mehr zur Kirmes umfunktioniert. Auch hier in Maastricht haben wir ein Riesenrad, Kinderkarussel etc. statt Weihnachtsstimmung. Ach ja, und eine Schlittschuhbahn, aber bei den warmen Temperaturen, die wir hier zur Zeit noch haben , versagt wohl das Kühlsystem, so dass das Ding eher einem sehr flachen Schwimmbecken gleicht. Aber ich bin eh noch so überhaupt nicht in Weihnachtsstimmung. Na, vielleicht in drei Wochen, wenn ich endlich in Greifswald bin. Freue mich schon so, hätte nicht gedacht, dass ich meine alte Unistadt und die Leute da so vermisse, aber je länger ich hier bin, desto schlimmer wirds. abeer bin ja bald da.
Dafür habe ich aber am Donnerstag, da meine Eltern netterweise gekommen sind und ich so ein Auto zur Verfügung hatte um meine Einkäufe zu transportieren, den Großteil meines Weihnachtsshoppping erledigt, soll heißen, ich bin ganz knapp vor dem 1. Dezember fertig geworden und kann diesmal sagen, dass ich dem Weihnachtsstress entkommen bin. Was ich jetzt noch besorgen muss, kann ich online kaufen, ohne mich in den Trubel in den Geschäften stürzen zu müssen.
Und ich habe festgestellt, dass nicht nur Greifswald die Idee des Weihnachtsmarktes anscheinend sehr flexibel auslegt und es mehr zur Kirmes umfunktioniert. Auch hier in Maastricht haben wir ein Riesenrad, Kinderkarussel etc. statt Weihnachtsstimmung. Ach ja, und eine Schlittschuhbahn, aber bei den warmen Temperaturen, die wir hier zur Zeit noch haben , versagt wohl das Kühlsystem, so dass das Ding eher einem sehr flachen Schwimmbecken gleicht. Aber ich bin eh noch so überhaupt nicht in Weihnachtsstimmung. Na, vielleicht in drei Wochen, wenn ich endlich in Greifswald bin. Freue mich schon so, hätte nicht gedacht, dass ich meine alte Unistadt und die Leute da so vermisse, aber je länger ich hier bin, desto schlimmer wirds. abeer bin ja bald da.
Monday, November 27, 2006
CNN mag mich!

Ha! Anscheinend hat CNN Europe ein Einsehen mit mir gehabt (oder wollte sich einfach nur meine erbosten Viewer Comments nicht mehr antun) und sich jetzt entschlossen, Anderson Cooper 360° auch hier in Europa zu übertragen, zwar um 4 Uhr morgens, also zeitgleich mit der amerikanischen Variante um 10pm da, aber was solls, Dazu gibt es Videorecorder (jetzt muss ich nur noch jeden Tag irgendwo 2 zusätzliche Stunden Zeit finden, um das dann auch zu gucken - aber wer braucht schon Schlaf?)
Hoffe nur, dass ist nicht nur so ein Phänomen zum Anlass des Besuches des Papstes in der Türkei, darüber macht er nämlich diese Woche einer Sondersendung. Was mich, nebenbei bemerkt, hoffen lässt, dass es den Papst dort erwischt, denn Anderson Cooper ist eigentlich immer nur da, wo es gerade mindestens ein paar Tote gegeben hat. OK, OK, ich weiß, Paparazzi ist nur eine Person, der Starfaktor macht das dann wieder wett. Nein ich bin nicht fies und habe auch gaaar nichts gegen den Papst (außer Maschinengewehre, Handgranaten etc. - Just kiddin).
Also, alle mal Daumen drücken dass das anhält und zu einer Dauereinrichtung wird, dann ist Sarah auch ganz glücklich. Bevor ihr jetzt alle den Kopf schüttelt: ich habe heute nacht 3 Stunden geschlafen - siehe unten - und da sind fangirl Momente wie dieser erlaubt. Morgen habe ich mich wieder beruhigt.
Furchtbare Nacht
Oh mein Gott, ich bin soooo müde, ich hatte gestern echt die reinste Horrornacht, nur gut, dass heute keine Uni war, ich wäre wahrscheinlich im Stehen eingeschlafen.
Bin gestern wie immer ins Bett gegangen und dann so gegen 1 Uhr wachgeworden und da hat es in meinem Ohr gefiept, so richtig Tinnitus mäßig und das ging und ging nicht weg. An Schlaf war da echt nicht mehr zu denken, wenn es still ist, konzentriert man sich ja auf nichts anderes als dieses Geräusch, und das macht einen nach spätestens 10 Minuten halb wahnsinnig. Und mit Musik oder so im Ohr konnte ich auch absolut nicht einschlafen (seltsam, das ist sonst die sicherste Methode, dass ich wegpenne: IPod mit Hörbuch im Ohr, nach 2 Stunden wache ich auf und wundere mich, warum ich nicht mehr verstehe, worum es geht). Also habe ich den Rest der Nacht vorm Fernseher verbracht, was das Fiepen wenigstens einigermaßen überspielte. Man glaubt gar nicht, wie nervig so ein Geräusch sein kann. Ich weiß echt nicht, wie Leute das mit einem chronischen Tinnitus aushalten. Ich jedenfalls war nach 2 Stunden kurz davor, mir entweder einen Stock ins Ohr zu rammen, meine Eltern anzurufen, damit sie mich ins Krankenhaus fahren und die mich da so unter Drogen setzen können, dass ich nichts mehr mitkriege (um 3 Uhr nachts, wohlgemerkt) oder gleich aus dem Fenster zu springen.
So gegen 6 Uhr muss ich dann doch weggenickt sein und als ich um 9 wieder aufwachte, war das Fiepen zum Glück weg.
Aber natürlich war ich dann heute die ganze Zeit so gerädert, dass ich zu nichts gekommen bin. Gut, meinen Teil vom Paper habe ich so gut wie fertig, aber ich hätte gerne noch ein bisschen an den feinheiten gearbeitet und die Texte lernen sich auch nicht von alleine. Obwohl, ich muss ja mal ein bisschen angeben, ich am Freitag ein großes Lob von unserem Dozenten bekommen habe, dass meine Beiträge ja so gut wären. Also hoffe ich einfach mal, dass Lernen diesmal nicht so furchtbar kompliziert sein wird, das Meiste ist ja für mich Wiederholung.
Bin gestern wie immer ins Bett gegangen und dann so gegen 1 Uhr wachgeworden und da hat es in meinem Ohr gefiept, so richtig Tinnitus mäßig und das ging und ging nicht weg. An Schlaf war da echt nicht mehr zu denken, wenn es still ist, konzentriert man sich ja auf nichts anderes als dieses Geräusch, und das macht einen nach spätestens 10 Minuten halb wahnsinnig. Und mit Musik oder so im Ohr konnte ich auch absolut nicht einschlafen (seltsam, das ist sonst die sicherste Methode, dass ich wegpenne: IPod mit Hörbuch im Ohr, nach 2 Stunden wache ich auf und wundere mich, warum ich nicht mehr verstehe, worum es geht). Also habe ich den Rest der Nacht vorm Fernseher verbracht, was das Fiepen wenigstens einigermaßen überspielte. Man glaubt gar nicht, wie nervig so ein Geräusch sein kann. Ich weiß echt nicht, wie Leute das mit einem chronischen Tinnitus aushalten. Ich jedenfalls war nach 2 Stunden kurz davor, mir entweder einen Stock ins Ohr zu rammen, meine Eltern anzurufen, damit sie mich ins Krankenhaus fahren und die mich da so unter Drogen setzen können, dass ich nichts mehr mitkriege (um 3 Uhr nachts, wohlgemerkt) oder gleich aus dem Fenster zu springen.
So gegen 6 Uhr muss ich dann doch weggenickt sein und als ich um 9 wieder aufwachte, war das Fiepen zum Glück weg.
Aber natürlich war ich dann heute die ganze Zeit so gerädert, dass ich zu nichts gekommen bin. Gut, meinen Teil vom Paper habe ich so gut wie fertig, aber ich hätte gerne noch ein bisschen an den feinheiten gearbeitet und die Texte lernen sich auch nicht von alleine. Obwohl, ich muss ja mal ein bisschen angeben, ich am Freitag ein großes Lob von unserem Dozenten bekommen habe, dass meine Beiträge ja so gut wären. Also hoffe ich einfach mal, dass Lernen diesmal nicht so furchtbar kompliziert sein wird, das Meiste ist ja für mich Wiederholung.
Friday, November 24, 2006
Holländisches Essen

Nachdem ich gestern meine Lebensmittelvorräte aufgefrischt habe und dabei mal wieder feststellte, wie sehr sich deutsche und holländische Essgewohnheiten dann doch unterscheiden, wollte ich euch ein bisschen daran teilhaben lassen. Grundregeln für holländisches Essen gibt es eigentlich nur zwei:
1. Man muss es entweder frittieren oder im Ofen überbacken können
2. Es muss möglichst schon fertig ein Plastik eingeschweißt sein oder sowieso direkt aus der Tiefkühltruhe kommen.
Ehrlich, man kann hier locker ohne Herd überleben, solange man eine Mikrowelle mit Backofen hat. Es gibt hier nichts, was es noch nicht fertig gibt. Keine Lust Gemüse zu schnippeln und auch noch die verschiedenen Zutaten zusammen zu sammeln? Kein Problem, gibt es alles schon fertig in der Tüte, gewaschen und geputzt und vermutlich lecker genmodifiziert. Kartoffeln schälen? Wozu denn? Die gibt es hier lecker in der verschweissten Plastiktüte und je nach Wunsch, ganz, zerteilt, in Scheiben, inKügelchen, gewürzt oder in der allgegenwärtigen Sahnesauce ertränkt.
Es gibt zwar auch frisches Obst und Gemüse, aber sagen wir mal so: der Qualitätsstandard von holländischen Tomaten lässt sich locker auf den Rest der Rohkostabteilung ausdehnen. Brot ist hier genau das gleiche Drama wie in Amerika: weich, labbelig und wahrscheinlich null Nährstoffe. Man kann zwar beim Bäcker "duitse brod" kaufen, aber was das kostet, wollt ihr gar nicht wissen. Ich fange schon an zu sabbern, wenn ich in Deutschland bin und wieder richtiges Brot auf dem Tisch stehen habe.
Und ich dachte immer, die Amis wären schlimm. Ich glaube, der einzige Grund, warum Holländer sich nicht alle kugeln können, ist, dass sie den ganzen Tag auf dem rad durch die Gegend stramplen.
Wednesday, November 22, 2006
Statistik Reloaded
Und da dachte ich, nachdem ich im ersten Semester de Angstklausur aller Politikwissenschaftler bestanden hätte, bräuchte ich mich nie wieder mit Statistik herumschlagen...weit gefehlt, jetzt hat es mich auch hier eingeholt. Allerdings die Light-Version ohne böse böse Formeln. Also noch erträglich. Aber hier sind auch einige, die schon bei dem Wort Durschnitt Probleme bekommen, eine Definition hinzubekommen.
Ansonsten gibt es nicht viel neues, mein Paper kommt allmählich voran, allerdings habe ich im Moment eine Null Motivationsphase, so dass es immer etwas schwierig ist, sich drauf zu konzentrieren, wirklich was zu machen. Ich bin wirklich urlaubsreif- noch drei Wochen Uni, dann eine Woche für Prüfungen und ann geht es ab nach Greifswald. Can't wait!
Ansonsten gibt es nicht viel neues, mein Paper kommt allmählich voran, allerdings habe ich im Moment eine Null Motivationsphase, so dass es immer etwas schwierig ist, sich drauf zu konzentrieren, wirklich was zu machen. Ich bin wirklich urlaubsreif- noch drei Wochen Uni, dann eine Woche für Prüfungen und ann geht es ab nach Greifswald. Can't wait!
Sunday, November 19, 2006
Wörter zählen
Es ist Sonntag und ich sitze gerade an meinem 1st draft für unser Paper zu "Terrorism and Globalization" und komme irgendwie nicht voran, was dazu führt, dass ich alle 2 Minuten zwanghaft auf den "Wörter zählen" Tab klicke, um zu sehen, ob die 2 Worte, die ich in der Zwischenzeit produziert habe, sich nicht doch auf magische Weise in 200 verwandelt haben und ich dem Ziel von 2500 Wörtern für meinen Teil ein großes Stück näher gekommen bin. Leider gibt es jedoch keine Wunder und so krebse ich immer noch jämmerlich bei z.Zt. 1442 Wörtern herum und versuche eine klare Struktur in den Teil hereinzubringen, der sich mit dem Neoliberalismus beschäftigt. :-(
Natürlich lenke ich mich mal wieder viel zu viel ab und stöbere im Internet herum (da mir ja mal wieder niemand eine Mail schreiben will) aber was wirklich interessant neues gibt es immer noch nicht. Bin nur gestern fast vom Glauben abgefallen, als CNN die Tatsache, dass Tom Cruise und Katie Holmes geheiratet haben, einen roten "Breaking News" Balken auf der Titelseite wert war.
Dann natürlich für alle Frauen sehr wichtig ;-) : People Magazine hat wieder seinen "Sexiest Man Alive gekürt" und es ist mal wieder George Clooney. Kann mir mal jemand sagen, was Frauen an dem finden? Das Einzige, was ich sehr anziehend finde, ist sein graues Haar. Aber mein "favourite grey haired man" ist und bleibt natürlich Anderson Cooper.
Und jetzt werde ich weiterarbeiten. Wirklich.
Natürlich lenke ich mich mal wieder viel zu viel ab und stöbere im Internet herum (da mir ja mal wieder niemand eine Mail schreiben will) aber was wirklich interessant neues gibt es immer noch nicht. Bin nur gestern fast vom Glauben abgefallen, als CNN die Tatsache, dass Tom Cruise und Katie Holmes geheiratet haben, einen roten "Breaking News" Balken auf der Titelseite wert war.
Dann natürlich für alle Frauen sehr wichtig ;-) : People Magazine hat wieder seinen "Sexiest Man Alive gekürt" und es ist mal wieder George Clooney. Kann mir mal jemand sagen, was Frauen an dem finden? Das Einzige, was ich sehr anziehend finde, ist sein graues Haar. Aber mein "favourite grey haired man" ist und bleibt natürlich Anderson Cooper.
Und jetzt werde ich weiterarbeiten. Wirklich.
Saturday, November 18, 2006
Drabbles
Was großes Aufregendes gibt es eigentlich nicht zu berichten, deshalb bekommt ihr jetzt diverse Sachen mitgeteilt. Erstmal: ich habe meine ID Card wieder. Bin am Freitag nochmal hin und der Typ in der Bib war total nett und meinte, dass sein Kollege wohl etwas verplant gewesen sei. Alles in Ordnung also und ich konnte beruhigt nach Hause fahren. Das Einzige, was blöd war, war die Tatsache, dass ich an dem morgen schon mit dem Bus um 7:19 in die Stadt fahren musste und so um halb 8 in der Stadt stand, obwohl die Bib erst ne Stunde später aufmacht. Aber ich hatte um 9 Vorlesung und hätte ich den späteren Bus genommen, hätte ich es nicht mehr rechtzeitig dahin geschafft. Es kommen zwar jedesmal Leute zu spät, aber ich mag das einfach nicht, zu spät zu sein. Also bin ich ne Stunde, meinen Trolley hinter mir herziehend (ich wollte ja gleich nach der Uni in den Bus nach Hause steigen) durch das morgendliche Maastricht gelaufen. Die paar Leute, denen ich begegnet bin, müsen mich für verrückt erklärt haben. Zumindest war es nicht kalt.
Dann habe ich in der letzten Woche noch das ultimative Todesurteil für meine Hüften entdeckt: Slagroom Vla mit Schokoladegeschmack. Für alle nicht mit holländischen Köstlichkeiten Aufgewachsenen: Vla ist eine Art Pudding, der in Milchtüten verkauft wird, slagroom ist Sahne, allerdings auch Variante Holland, soll heißen, die ist so fett, dass man sie fast mit dem Messer schneiden kann - aber seeeeehr lecker. Jedenfalls hat ein Löffel von dem Zeug bestimmt 1.000 Kalorien, aber wen kümmerts, das Zeug schmeckt einfach göttlich. Normalen Vla gibt es, wie ich gestern festgestellt habe, jetzt auch bei Aldi, zumindest hier im Dreiländereck, also nutzt die Gelegenheit, das Zeug macht süchtig.
Ansonsten geniesse ich immer noch als Ablenkung das holländische Fernsehen, dass sich zumeist daruf beschränkt, amerikanische Serien mit holländischen Untertiteln zu versehen und dann auszustrahlen. Meine Lieblings Trashserien zur Zeit: Martha Stewart: The Apprentice und Queer Eye for the Straight Guy. Zu gut. Während bei erster 16 meiner Meinung vollkommen durchgeknallte Leute in dämlichen Wettbewerben wie "verkaufen eines Gartenschlauches beim Home Shopping Channel" versuchen, einen Job bei Amerikas Superhausfrau zu bekommen (warum man den haben will, ist mir schleierhaft), werden bei der zweiten 4 Vorzeigeschwule auf einen Hetero Mann losgelassen, um ihn mal richtig durchzustylen und sein ganzes Leben umzukremplen. Wer die Homophobie der meisten Amis kennt, kann sich vorstellen, wie amüsant das werden kann.
Sonst war diese Woche nicht viel, allerdings scheint mein Weihnachtsgeschenke vor dem 1. Dezember kaufen Plan nicht ganz aufzugehen, bin nämlich heute 2 Stunden in der Stadt herumgerannt ohne auch nur ein einziges der Dinge, die ich kaufen wollte, zu finden. Was ist denn bitte so exotisches an einem verflixten Zen-Garten?? Zumindest eine Sache habe ich schonmal delegiert, da muss ich mir dann keine Gedanken mehr drum machen.
So, ich setze mich jetzt mal wieder an mein Paper, die ersten 500 Worte habe ich schon, also nur noch 2000 zu schreiben. ;-)
Dann habe ich in der letzten Woche noch das ultimative Todesurteil für meine Hüften entdeckt: Slagroom Vla mit Schokoladegeschmack. Für alle nicht mit holländischen Köstlichkeiten Aufgewachsenen: Vla ist eine Art Pudding, der in Milchtüten verkauft wird, slagroom ist Sahne, allerdings auch Variante Holland, soll heißen, die ist so fett, dass man sie fast mit dem Messer schneiden kann - aber seeeeehr lecker. Jedenfalls hat ein Löffel von dem Zeug bestimmt 1.000 Kalorien, aber wen kümmerts, das Zeug schmeckt einfach göttlich. Normalen Vla gibt es, wie ich gestern festgestellt habe, jetzt auch bei Aldi, zumindest hier im Dreiländereck, also nutzt die Gelegenheit, das Zeug macht süchtig.
Ansonsten geniesse ich immer noch als Ablenkung das holländische Fernsehen, dass sich zumeist daruf beschränkt, amerikanische Serien mit holländischen Untertiteln zu versehen und dann auszustrahlen. Meine Lieblings Trashserien zur Zeit: Martha Stewart: The Apprentice und Queer Eye for the Straight Guy. Zu gut. Während bei erster 16 meiner Meinung vollkommen durchgeknallte Leute in dämlichen Wettbewerben wie "verkaufen eines Gartenschlauches beim Home Shopping Channel" versuchen, einen Job bei Amerikas Superhausfrau zu bekommen (warum man den haben will, ist mir schleierhaft), werden bei der zweiten 4 Vorzeigeschwule auf einen Hetero Mann losgelassen, um ihn mal richtig durchzustylen und sein ganzes Leben umzukremplen. Wer die Homophobie der meisten Amis kennt, kann sich vorstellen, wie amüsant das werden kann.
Sonst war diese Woche nicht viel, allerdings scheint mein Weihnachtsgeschenke vor dem 1. Dezember kaufen Plan nicht ganz aufzugehen, bin nämlich heute 2 Stunden in der Stadt herumgerannt ohne auch nur ein einziges der Dinge, die ich kaufen wollte, zu finden. Was ist denn bitte so exotisches an einem verflixten Zen-Garten?? Zumindest eine Sache habe ich schonmal delegiert, da muss ich mir dann keine Gedanken mehr drum machen.
So, ich setze mich jetzt mal wieder an mein Paper, die ersten 500 Worte habe ich schon, also nur noch 2000 zu schreiben. ;-)
Thursday, November 16, 2006
Aaaaargh!
Ich könnte mich gerade im Moment nur ärgern. Habe gestern in der Unibib meinen Studentenausweis liegen gelassen, das aber noch nicht mal bemerkt, bis ich zu Hause in meine Mailbox guckte und eine Nachricht hatte, die mir mitteilte, dass die Karte gefunden worden wäre und ich sie mir an der Library Rezeption abholen könnte. Schön, es gibt also noch ehrliche Finder auf der Welt. Da ich aber gestern abend keine Lust mehr hatte, nochmal in die Stadt zu fahren, habe ich das heute gemacht und was war: "Nein, Ihre Karte haben wir nicht!" Und wo ist sie bitte dann? Und warum schreiben Sie mir dann ne Mail, dass sie sie gefunden haben?? Jetzt habe ich genau 2 Möglichkeiten:
a. Ich fahre morgen früh nochmal zur Bib und sehe nach, ob ich zufällig einen kompetenteren Mitarbeiter erwische, der vielleicht doch weiß, wo mein Ausweis abgeblieben ist, oder:
b. ich schlage mir das Wochenende zu Hause aus dem Kopf, bestelle eine neue Karte, lege dafür eine Menge Geld auf den Tisch und verbringe den Rest des Wochenendes damit, von Pontius nach Pilatus zu laufen, um alle Funktionen der Karte (Kopieren, Schlüssel, Schließfach, Chipknip, Büchereiausweis) sperren zu lassen.
Ich weiß, es ist meine Doofheit, wenn ich die Karte verliere, aber wenn sie dann gefunden und anscheinend auch abgegeben wurde, sollte man doch davon ausgehen, dass die Leute sie dann einigermaßen sicher verwahren, oder? Da sie mich nämlich noch nichtmal nach nem Ausweis oder so gefragt haben, als ich die Karte abholen wollte, vermute ich im Moment ganz stark, dass sie das Ding einfach irgendwem mitgegeben haben. Im Moment könnte ich echt nur schreien, ich hänge mit der Arbeit hinterher und habe keine Zeit für sowas. Warum passiert sowas immer mir?
a. Ich fahre morgen früh nochmal zur Bib und sehe nach, ob ich zufällig einen kompetenteren Mitarbeiter erwische, der vielleicht doch weiß, wo mein Ausweis abgeblieben ist, oder:
b. ich schlage mir das Wochenende zu Hause aus dem Kopf, bestelle eine neue Karte, lege dafür eine Menge Geld auf den Tisch und verbringe den Rest des Wochenendes damit, von Pontius nach Pilatus zu laufen, um alle Funktionen der Karte (Kopieren, Schlüssel, Schließfach, Chipknip, Büchereiausweis) sperren zu lassen.
Ich weiß, es ist meine Doofheit, wenn ich die Karte verliere, aber wenn sie dann gefunden und anscheinend auch abgegeben wurde, sollte man doch davon ausgehen, dass die Leute sie dann einigermaßen sicher verwahren, oder? Da sie mich nämlich noch nichtmal nach nem Ausweis oder so gefragt haben, als ich die Karte abholen wollte, vermute ich im Moment ganz stark, dass sie das Ding einfach irgendwem mitgegeben haben. Im Moment könnte ich echt nur schreien, ich hänge mit der Arbeit hinterher und habe keine Zeit für sowas. Warum passiert sowas immer mir?
Wednesday, November 15, 2006
The Jury is in...
...und ich habe die Prüfungen im ersten Block tatsächlich alle bestanden und darf jetzt nach Greifswald fliegen, statt in der Zeit ins Resit zu müssen. Als Gesamtnote habe ich 8 von 10 Punkten, damit bin ich nun sehr zufrieden, vor allem, wenn man bedenkt, dass 10 Punkte nie nie nie vergeben werden.
Und so teilt es sich dann auf:
schriftliches Exam: 7.3 Punkte
Presentation: 9 Punkte
Paper: 7.5 Punkte
Lustig ist, dass ich bei dem Exam bei der Frage, wo ich mir sicher war, sie komplett vergeigt zu haben, 9 Punkte habe, also eigentlich die perfekte Note, und bei der, bei der ich ziemlich sicher war, alles richtig gemacht zu haben, gerade mal 5 Punkte kassiert habe. Aber nun gut, ich will mich ja mal nicht beschweren.
Prüfungen für diesen Block sind noch 4 Wochen entfernt, trotzdem muss ich mich wohl allmählich mal aufraffen und etwas mehr tun, aber ich habe im Moment gerade einen Anfall von chronischer Unlust. Mein Teil des Papers wartet seit Tagen daruf, mal in Angriff genommen zu werden. Das Einzige, was im Moment voran kommt, sind die required readings. Werde mich dieses Wochenende wohl mal ernsthaft mit dem Paper beschäftigen müssen.
Und so teilt es sich dann auf:
schriftliches Exam: 7.3 Punkte
Presentation: 9 Punkte
Paper: 7.5 Punkte
Lustig ist, dass ich bei dem Exam bei der Frage, wo ich mir sicher war, sie komplett vergeigt zu haben, 9 Punkte habe, also eigentlich die perfekte Note, und bei der, bei der ich ziemlich sicher war, alles richtig gemacht zu haben, gerade mal 5 Punkte kassiert habe. Aber nun gut, ich will mich ja mal nicht beschweren.
Prüfungen für diesen Block sind noch 4 Wochen entfernt, trotzdem muss ich mich wohl allmählich mal aufraffen und etwas mehr tun, aber ich habe im Moment gerade einen Anfall von chronischer Unlust. Mein Teil des Papers wartet seit Tagen daruf, mal in Angriff genommen zu werden. Das Einzige, was im Moment voran kommt, sind die required readings. Werde mich dieses Wochenende wohl mal ernsthaft mit dem Paper beschäftigen müssen.
Monday, November 13, 2006
Umziehen für Anfänger und Fortgeschrittene
...oder: mein Wochenende in Brüssel
Da bin ich also wieder, gerade frisch aus Brüssel gekommen und in 2 Stunden muss ich noch in die Vorlesung, aber jetzt werde ich euch erstmal Bericht erstatten. Sind dann Samstag also losgefahren, mit dem Auto ist man wirklich in knapp 1,5 Stunden in Brüssel, sehr praktisch. Natalie hat mich am Gare Centrale rausgelassen und ich bin dann mit der Metro raus zu meiner Hostfamily. Ich liebe die Brüsseler Metro (wie eigentlich fast jede Metro in jeder Stadt), ich weiß auch nicht warum. Jedenfalls wurde ich von einer leicht aufgelösten Mireille empfangen, die meinte, dass sie leider "noch nicht ganz soweit mit dem Umzug gekommen seien, wie sie es vorhatten".
Hintergrund: meine Hostfamily lebt in einem alten, 4-stöckigen Haus, das sie seit Jahren komplett renovieren lassen wollen, inklusive Wände rausschlagen und allem drum und dran. Damit sie aber in der Zeit irgendwo wohnen können, haben sie schon seit 2 Jahren im obersten Stock ein Appartment fertig renoviert, da habe ich immer gewohnt, wenn ich in Brüssel war, sehr praktisch, und jetzt wird eben für die nächsten 6 Monate die ganze Familie da wohnen. Die Bauarbeiten sollten am Montag beginnen, was bedeutete, dass alles Zeug, was auf den unteren 3 Stockwerken war, nach oben ins Appartment musste - und das an einem Wochenende. Abgesehen vom Zeitaufwand ging das schonmal rein logistisch nicht, das Appartment hat ca. 60-70 qm, die drei anderen Stockwerke zusammen 180. Aber wer jetzt glaubt, dass meine Family vielleicht mal auf den Gedanken gekommen ist, vorher auszumisten - oder auch nur, sich Gedanken darüber zu machen, welche Möbel mit ins Appartment sollen und welche nicht, der irrt. Meine Gasteltern sind in der vollen Überzeugung, dass das locker in 2 Tagen zu schaffen wäre, an die Sache ran gegangen. Und man bedenke, dass in dem Chaos außerdem noch 2 kleine Kinder herumlaufen, was die Sache aucch nicht gerade vereinfacht.
Also habe ich mein Wochenende damit verbracht, Kisten mit Kram in den 4. Stock zu schleppen, allein die Schränke auszuräumen, hat Mireille und mich den 1. Tag gekostet, während Jean Pierre hauptsächlich damit beschäftigt war, Möbel auseinander zu schrauben, weil man durch die engen belgischen Treppenhäuser echt nichts durchbekommt, was nicht vollkommen zerlegt ist. Allein was diese Familie an Lebensmittelvorräten hat, ist unglaublich. Gerüstet für das nächste Armageddon. Aber Mireille hat dann doch eingesehen, dass sie in Zukunft vielleicht nicht mehr so viel auf Vorrat kaufen kann. Und sie haben auch eingesehen, dass das wohl bis Montag nichts wird mit dem Haus leer und haben das Ganze um ne Woche nach hinten verschoben. Ich will ja nicht wissen, was der Spaß wieder kostet, aber nun gut, ist ja nicht mein Geld.
Trotzdem hatte ich, obwohl ich einen höllischen Muskelkater vom ganzen Treppensteigen habe, ein super lustiges Wochenende, ich bin einfach so gerne in Brüssel bei meiner "zweiten Familie". Und so habe ich diesmal wenigstens kein schlechtes Gewissen gehabt, das ganze gute Essen, was Mireille dann natürlich trotzdem noch gekocht hat, in mich reinzuschaufeln (die Schokolade natürlich nicht zu vergessen).
Jetzt werde ich noch ein bisschen was für die Uni tun und hoffen, dass es in der Zwischenzeit aufhört zu regnen, so dass ich einigermaßen trocken zur Uni komme.
Da bin ich also wieder, gerade frisch aus Brüssel gekommen und in 2 Stunden muss ich noch in die Vorlesung, aber jetzt werde ich euch erstmal Bericht erstatten. Sind dann Samstag also losgefahren, mit dem Auto ist man wirklich in knapp 1,5 Stunden in Brüssel, sehr praktisch. Natalie hat mich am Gare Centrale rausgelassen und ich bin dann mit der Metro raus zu meiner Hostfamily. Ich liebe die Brüsseler Metro (wie eigentlich fast jede Metro in jeder Stadt), ich weiß auch nicht warum. Jedenfalls wurde ich von einer leicht aufgelösten Mireille empfangen, die meinte, dass sie leider "noch nicht ganz soweit mit dem Umzug gekommen seien, wie sie es vorhatten".
Hintergrund: meine Hostfamily lebt in einem alten, 4-stöckigen Haus, das sie seit Jahren komplett renovieren lassen wollen, inklusive Wände rausschlagen und allem drum und dran. Damit sie aber in der Zeit irgendwo wohnen können, haben sie schon seit 2 Jahren im obersten Stock ein Appartment fertig renoviert, da habe ich immer gewohnt, wenn ich in Brüssel war, sehr praktisch, und jetzt wird eben für die nächsten 6 Monate die ganze Familie da wohnen. Die Bauarbeiten sollten am Montag beginnen, was bedeutete, dass alles Zeug, was auf den unteren 3 Stockwerken war, nach oben ins Appartment musste - und das an einem Wochenende. Abgesehen vom Zeitaufwand ging das schonmal rein logistisch nicht, das Appartment hat ca. 60-70 qm, die drei anderen Stockwerke zusammen 180. Aber wer jetzt glaubt, dass meine Family vielleicht mal auf den Gedanken gekommen ist, vorher auszumisten - oder auch nur, sich Gedanken darüber zu machen, welche Möbel mit ins Appartment sollen und welche nicht, der irrt. Meine Gasteltern sind in der vollen Überzeugung, dass das locker in 2 Tagen zu schaffen wäre, an die Sache ran gegangen. Und man bedenke, dass in dem Chaos außerdem noch 2 kleine Kinder herumlaufen, was die Sache aucch nicht gerade vereinfacht.
Also habe ich mein Wochenende damit verbracht, Kisten mit Kram in den 4. Stock zu schleppen, allein die Schränke auszuräumen, hat Mireille und mich den 1. Tag gekostet, während Jean Pierre hauptsächlich damit beschäftigt war, Möbel auseinander zu schrauben, weil man durch die engen belgischen Treppenhäuser echt nichts durchbekommt, was nicht vollkommen zerlegt ist. Allein was diese Familie an Lebensmittelvorräten hat, ist unglaublich. Gerüstet für das nächste Armageddon. Aber Mireille hat dann doch eingesehen, dass sie in Zukunft vielleicht nicht mehr so viel auf Vorrat kaufen kann. Und sie haben auch eingesehen, dass das wohl bis Montag nichts wird mit dem Haus leer und haben das Ganze um ne Woche nach hinten verschoben. Ich will ja nicht wissen, was der Spaß wieder kostet, aber nun gut, ist ja nicht mein Geld.
Trotzdem hatte ich, obwohl ich einen höllischen Muskelkater vom ganzen Treppensteigen habe, ein super lustiges Wochenende, ich bin einfach so gerne in Brüssel bei meiner "zweiten Familie". Und so habe ich diesmal wenigstens kein schlechtes Gewissen gehabt, das ganze gute Essen, was Mireille dann natürlich trotzdem noch gekocht hat, in mich reinzuschaufeln (die Schokolade natürlich nicht zu vergessen).
Jetzt werde ich noch ein bisschen was für die Uni tun und hoffen, dass es in der Zwischenzeit aufhört zu regnen, so dass ich einigermaßen trocken zur Uni komme.
Thursday, November 09, 2006
Ich fahre nach Brüssel!

Oh, ich freue mich so. Gestern hatte Natalie mir gesagt, das sie am Wochenende nach Brüssel fährt, ihre Eltern besuchen, die dort leben und mich gefragt, ob ich nicht mitkommen möchte und meine Gastfamilie dort besuchen - aber gerne, nur lieber fragen wollte ich sie dann vorher doch. Also schnell eine Mail geschrieben, hatte ja ehrlich gesagt nicht viel Hoffnung, dass sie rechtzeitig antworten, weil sie wegen der Renovierung ja etwas im Stress sind, aber siehe da: ich bin herzlich willkommen: "You are always welcome here, you are at home here" - das macht mir immer wieder klar, dass ich echt die allerbeste Gastfamilie der Welt in Belgien erwischt habe. Und ja, ich schreibe mir immer noch auf Englisch mit ihnen, da bin ich einfach chronisch faul, Französisch ist mit so viel denken verbunden. Also geht es Samstag nach Brüssel und Montag zurück. Ich sehe meine beiden Mädels wieder, echt klasse.
Jetzt werde ich morgen noch im Spielzeugladen reinschauen und die Weihnachtsgeschenke für die beiden Prinzessinnen kaufen (ausgesucht habe ich sie schon, hatte nur das letzte Mal kein Geld dabei), dann spare ich mir das schicken und kann sogar etwas sperrigere Sachen kaufen.
Damit ich auch mit dem Lernen hinterherkomme, war ich heute dann auch ganz fleißig und habe schon ein bisschen vorgearbeitet, wenn ich mich dann morgen noch ein bisschen ranhalte, dürfte ich keine Probleme bekommen.
Wednesday, November 08, 2006
Guten Morgen- gääähn!
Sehr müde heute morgen, ich habe glaube ich 4 Stunden geschlafen und natürlich wusste, als ich um 4 ins Bett gefallen bin, noch keiner, wie der nächste Kongress aussehen wird. Das hat sich auch bis jetzt nicht geändert, einige Abstimmungen sind wohl so knapp, dass man wirklich warten muss, bis jede einzelne Stimme ausgezählt. Und dann kann man wohl jetzt schon voraussagen, dass einige Verlierer klagen werden, weil nicht alle Leute abstimmen konnten, die wollten, weil es ein paar Probleme mit den Wählerlisten gab. Und das zieht sich dann mal wieder bis mindestens Weihnachten. Klingt wie ein Deja Vu? Jepp, anscheinend sind die Amerikaner nicht sehr gut darin, aus ihren Fehlern zu lernen.
So, ich brauche jetzt noch nen Kaffee und dann werde ich noch ein bisschen CNN gucken. Bis später.
So, ich brauche jetzt noch nen Kaffee und dann werde ich noch ein bisschen CNN gucken. Bis später.
Tuesday, November 07, 2006
Midterm Elections
Seht ihr, dass hätte ich bei dem ganzen Stress (siehe unten) heute dann beinahe verdrängt: in Amerika sind heute Kongresswahlen, 1/3 des Senats und das ganze Repräsentantenhaus werden neu gewählt und bis vor kurzem lagen die Demokraten noch vorne. Wie sie es geschafft haben, diesen Vorsprung zu verdaddeln, wenn man die ganzen Screwups der Republikaner in den letzten Tagen bedenkt, ist mir zwar schleierhaft, aber vielleicht ist das so eine dieser amerikanischen Sachen, die man nicht verstehen muss (wie auch die Tatsache, dass zwr eine absoluet Mehrhiet für den einen Kandidaten stimmt, der andere aber trotzdem Präsident werden kann). Jedenfalls schreiben sie bei CNN schon über die ersten Probleme mit den Wahlmaschinen, da sehe ich die Anwälte ja schon kreisen...
Eigentlich sollte man ja mal meinen, dass die Amerikaner mitbekommen haben, dass es mit der Ehrlichkeit der GOP nicht so weit her ist (zum Thema family values sage ich nur Marc Foley und Tom (?) Haggard - aber alles bedauerliche Einzelfälle ;-) ).
Aber nun gut, wenn sogar schon CNN Anleitungen zum Wählen ausstrahlen muss, dann ist wohl wirklich Hopfen und Malz verloren. Auszug: 1. finden Sie heraus, wo sie abstimmen können, 2. bringen sie einen Ausweis mit, 3. informieren sie sich über die Kandidaten (und zwar nicht, ob sie schonmal ihre Frau betrogen haben, sondern wie sie zu den Themen stehen, ja, das muss man dabeisagen).
Ich werde heute ncht jedenfalls trotzdem ein paar Stündchen vorm Fernseher verbringen, mal sehen, was dabei herauskommt.
Eigentlich sollte man ja mal meinen, dass die Amerikaner mitbekommen haben, dass es mit der Ehrlichkeit der GOP nicht so weit her ist (zum Thema family values sage ich nur Marc Foley und Tom (?) Haggard - aber alles bedauerliche Einzelfälle ;-) ).
Aber nun gut, wenn sogar schon CNN Anleitungen zum Wählen ausstrahlen muss, dann ist wohl wirklich Hopfen und Malz verloren. Auszug: 1. finden Sie heraus, wo sie abstimmen können, 2. bringen sie einen Ausweis mit, 3. informieren sie sich über die Kandidaten (und zwar nicht, ob sie schonmal ihre Frau betrogen haben, sondern wie sie zu den Themen stehen, ja, das muss man dabeisagen).
Ich werde heute ncht jedenfalls trotzdem ein paar Stündchen vorm Fernseher verbringen, mal sehen, was dabei herauskommt.
Aching for Perfection
Ok, ich mag perfektionistisch sein, aber ist es zuviel verlangt, dass ich von den Dozenten, die nicht schlecht (von meinen Studiengebühren übrigens zum Teil) bezahlt werden, um mir etwas beizubringen, auch, wenn nicht perfekt, dann doch zumindest kompetent sind? Der Typ, den wir heute hatten und bei dem wir dummerweise auch noch ein Paper schreiben müssen, ist leider nicht mal ansatzweise kompetent. Wir bekommen am laufenden Band sinnlose Aufgaben und Fragen gestellt (Originalzitat: wie stelle ich fest, ob eine Quelle verlässlich ist? - wir sind Masterstudenten zum Henker, da sollten wir allmählich gelernt haben, kritisch mit Quellen umzugehen) und wenn man dann mal eine Frage hat, kann er sie auch nicht beantworten. Wir sollen nämlich ein Paper schreiben, nur gibt es 2 - meiner Meinung nach vollkommen verschiedene Themen:
a. Inwieweit Terrorismus ein Zeichen von zunehmender Globalisierung ist.
b. Wie Terrorismus das Verhältnis und den Status der Akteure im internationalen System verändert hat.
Wenn mir jemand sagen kann, wie die beiden Themen zusammenzubringen sind, gerne, ich jedenfalls weiß es nicht und als einzige Antwort von dem guten Herren kam dann auch nur, dass die zusammenpassen und basta. Toll, das hilft mir weiter. Und dummerweise bin ich, wenn ich mich über solche Inkompetenz aufrege, dann auch jemand, der wiederspricht und solange kontra gibt, bis sich der andere in die Ecke getrieben fühlt. Wenn ich schließlich eins in Greifswald gelernt habe, dann logisches Denken. Ich habe nichts gegen Leute, die mir widersprechen, aber dann bitt emit Argumenten und nicht mit "Das ist eben so." Also habe ich mich vermutlich mal wieder nicht besonders beliebt gemacht, Tanja aus meiner Gruppe meinte schon, ich solle mich etwas zurücknehmen. Werde ich wohl, um meiner Note willen, müssen, auch wenns schwerfallen wird.
Wirklich, über Inkomptenz gepaart mit Arroganz könnte ich mich echt aufregen!
a. Inwieweit Terrorismus ein Zeichen von zunehmender Globalisierung ist.
b. Wie Terrorismus das Verhältnis und den Status der Akteure im internationalen System verändert hat.
Wenn mir jemand sagen kann, wie die beiden Themen zusammenzubringen sind, gerne, ich jedenfalls weiß es nicht und als einzige Antwort von dem guten Herren kam dann auch nur, dass die zusammenpassen und basta. Toll, das hilft mir weiter. Und dummerweise bin ich, wenn ich mich über solche Inkompetenz aufrege, dann auch jemand, der wiederspricht und solange kontra gibt, bis sich der andere in die Ecke getrieben fühlt. Wenn ich schließlich eins in Greifswald gelernt habe, dann logisches Denken. Ich habe nichts gegen Leute, die mir widersprechen, aber dann bitt emit Argumenten und nicht mit "Das ist eben so." Also habe ich mich vermutlich mal wieder nicht besonders beliebt gemacht, Tanja aus meiner Gruppe meinte schon, ich solle mich etwas zurücknehmen. Werde ich wohl, um meiner Note willen, müssen, auch wenns schwerfallen wird.
Wirklich, über Inkomptenz gepaart mit Arroganz könnte ich mich echt aufregen!
Monday, November 06, 2006
Fleißig
Nachdem ich heute vollkommen verschlafen habe - ich war überzeugt meinen Wecker gestellt zu haben, kann aber auch sein, dass ich ihn einfach überhört habe - und erst um halb 10 aus dem Bett gekrochen bin, war ich dann den Rest des Tages aus schlechtem Gewissen fleißig und habe tatsächlich 4 Texte gelesen und mir dazu auch gleich Notizen gemacht, die ich dann in ein paar Wochen zum Lernen verwenden kann. Dann habe ich mich noch ne halbe Stunde mit dem Uniserver gezofft, bis er mir endlich die noch fehlenden Journal Artikel ausgespuckt hat, die ich jetzt auch alle gespeichert habe und morgen in der Bib im Rahmen der Kampagne "Master Studenten vernichten den Regenwald" durch den Drucker jagen werde. Sind nur ca. 300 Seiten und wenn man das mal 70 Masterstudenten nimmt, kannman sich ausrechnen, was das für Papierberge gibt. Und das ist nur für unsern Studiengang. Wäre mal interessant zu wissen, wie viele Tonnen Papier in der Bib jeden Tag weggehen. Theoretisch könnte ich die Texte natürlich auch am PC lesen, aber das ist so anstrengend und ich muss in Texten mit meinen Markern rummalen können, sonst behalte ich nichts davon.
So, und jetzt gehe ich Desperate Housewives gucken - ok, erst noch einen Text lesen, abeer dann. I earned it!
So, und jetzt gehe ich Desperate Housewives gucken - ok, erst noch einen Text lesen, abeer dann. I earned it!
Saturday, November 04, 2006
Absolut fauler Tag mit jeder Menge Desperate Housewives
Heute habe ich mal so fast gar nichts für diie Uni getan, außer Material für unser Paper zu suchen und die Vorlesungsnotizen vonFreitag abzutippen. Musste auch mal sein und war sehr
angenehm. Außerdem habe ich, statt etwas Sinnvolles zu tun, den halben Tag mit Jessica gechattet und sie so davon abgehalten, auch etwas sinnvolles zu tun und ein intelligentes Paper(?) über die Midterm Elections in den USA zu schreiben. Stattdessen haben wir unserer gemeinsamen Obsession gefrönt und schön spekuliert, welche unserer Desperate Housewives denn nächste Woche über die Klinge springt. Wie schön, dass Jessica am Ende doch immer nachgibt und zu neugierig ist um nicht auf die Folgenvorschau zu gucken, so dass wir es jetzt beide wissen. Eigentlich doof, jetzt haben wir uns beide um den Spaß gebracht, aber es sind ja noch genügend Geheimnisse offen. (Jessica: ich sage dir, Orson is evil!). Wer nicht weiß, wie man mit dem Thema ca. 4 Stunden verbringen kann, der melde sich bei mir, ich kann es mit den Chat-Transcripts beweisen!
So, jetzt geh ich nochmal ein paar Folgen gucken.
Sarah
PS: nur für dich Jessica: Zitate raten: welcher Charakter welche Folge - zu gewinnen gibt es wahlweise einen Zen-Garten oder einen Jahresvorrat Prozac ;-): "Uh, excuse me. Did you lose something?" (Hint: think Ravel's Bolero)
angenehm. Außerdem habe ich, statt etwas Sinnvolles zu tun, den halben Tag mit Jessica gechattet und sie so davon abgehalten, auch etwas sinnvolles zu tun und ein intelligentes Paper(?) über die Midterm Elections in den USA zu schreiben. Stattdessen haben wir unserer gemeinsamen Obsession gefrönt und schön spekuliert, welche unserer Desperate Housewives denn nächste Woche über die Klinge springt. Wie schön, dass Jessica am Ende doch immer nachgibt und zu neugierig ist um nicht auf die Folgenvorschau zu gucken, so dass wir es jetzt beide wissen. Eigentlich doof, jetzt haben wir uns beide um den Spaß gebracht, aber es sind ja noch genügend Geheimnisse offen. (Jessica: ich sage dir, Orson is evil!). Wer nicht weiß, wie man mit dem Thema ca. 4 Stunden verbringen kann, der melde sich bei mir, ich kann es mit den Chat-Transcripts beweisen!So, jetzt geh ich nochmal ein paar Folgen gucken.
Sarah
PS: nur für dich Jessica: Zitate raten: welcher Charakter welche Folge - zu gewinnen gibt es wahlweise einen Zen-Garten oder einen Jahresvorrat Prozac ;-): "Uh, excuse me. Did you lose something?" (Hint: think Ravel's Bolero)
Thursday, November 02, 2006
Committing suicide...with a spoon
Ich mag nich mehr, ich mag nich mehr, ich mag nich mehr! Ok, bevor mir jetzt alle Psychiater auf den Hals hetzen: ich habe keine ernsthafte Lebenskrise, sondern nur keine Lust mehr, zum 10.000 Mal Texte zu den Theorien der Internationalen Beziehungen zu lesen. Und das in einem Masterprogramm! Ich bitte euch! Sollte man das nicht im Bachelor abhandeln? Aber hier anscheinend nicht, denn keiner der Bachelorstudenten hat auch nur den geringsten Schimmer, worin denn der Unterschied zwischen Realismus, Liberalismus, Marxismus und Konstruktivismus liegt, um jetzt mal nur die großen Theorien zu nennen. Eigentlich sollte ich ja dankbar sein, dass ist ja für mich alles Wiederholung, aber im Moment nervt es einfach nur. Ich bin hierhin gekommen, um auch mal was Neues zu lernen und nicht um Altes wieder aufzuwärmen.
Ok, genug Gegrummel, werde jetzt meine Sachen für morgen packen und dann vorm Fernseher abhängen.
Ok, genug Gegrummel, werde jetzt meine Sachen für morgen packen und dann vorm Fernseher abhängen.
Wednesday, November 01, 2006
Sarah und die Profs
Da ich gerade so überhaupt keine Konzentration mehr für den letzten Text, den ich heute lesen muss habe, bekommt ihr jetzt einen neuen Eintrag (wenn ihr allerdings nicht bald mal anfangt, Kommentare zu hinterlassen, bekommt ihr bald keine mehr!)
Heute habe ich also nach langen Hinterherjagen endlich den Prof, bei dem ich meine Masterthesis schreiben will, mal persönlich erwischt, damit er mir seine Unterschrift unter das Blatt, dass wir zur Anmeldung nächsten Montag einreichen müssen, setzt. Hatte ihm zwar ewig Mails geschrieben, weil ich ihn nie angetroffen habe, aber anscheinend suche ich mir immer die Profs als Betreuer aus, die so ihre Schwierigkeiten mit den Tücken der modernen Kommunikationstechnologie haben.
Kleines Beispiel aus meinem Alltag:
Prof: "Ach, Anhänge muss man speichern bevor man die Mail löscht? Können Sie mir das Ganze noch mal schicken"
Sarah: "Ja, natürlich."
3 Tage später, in der Sprechstunde, um Inhalt des besagten Anhangs zu besprechen:
Sarah: "Haben Sie meine Mail bekommen?"
Prof: "Mal sehen." (klickt wie wild in seinem e-mail Postfach herum) "Hmmh, ja, aber ich kann den Anhang nicht öffnen."
Sarah: "Das ist ein Word-Dokument, sollte eigentlich gehen."
Prof: "Word? Was ist das?"
Und so weiter und so fort.
Wie auch immer, jedenfalls werde ich meine Masterthesis jetzt über Just Wars und die Erarbeitung eines Frameworks für humanitäre Interventionen für die EU schreiben. Jetzt müsste ich nur noch Zeit finden, mich mal genauer mit dem Thema zu beschäftigen - sobald ich herausgefunden habe, was Feministinnen über Globalisierung denken - damit muss ich mich nämlich jetzt noch dringend befassen.
Bis bald
Sarah
Heute habe ich also nach langen Hinterherjagen endlich den Prof, bei dem ich meine Masterthesis schreiben will, mal persönlich erwischt, damit er mir seine Unterschrift unter das Blatt, dass wir zur Anmeldung nächsten Montag einreichen müssen, setzt. Hatte ihm zwar ewig Mails geschrieben, weil ich ihn nie angetroffen habe, aber anscheinend suche ich mir immer die Profs als Betreuer aus, die so ihre Schwierigkeiten mit den Tücken der modernen Kommunikationstechnologie haben.
Kleines Beispiel aus meinem Alltag:
Prof: "Ach, Anhänge muss man speichern bevor man die Mail löscht? Können Sie mir das Ganze noch mal schicken"
Sarah: "Ja, natürlich."
3 Tage später, in der Sprechstunde, um Inhalt des besagten Anhangs zu besprechen:
Sarah: "Haben Sie meine Mail bekommen?"
Prof: "Mal sehen." (klickt wie wild in seinem e-mail Postfach herum) "Hmmh, ja, aber ich kann den Anhang nicht öffnen."
Sarah: "Das ist ein Word-Dokument, sollte eigentlich gehen."
Prof: "Word? Was ist das?"
Und so weiter und so fort.
Wie auch immer, jedenfalls werde ich meine Masterthesis jetzt über Just Wars und die Erarbeitung eines Frameworks für humanitäre Interventionen für die EU schreiben. Jetzt müsste ich nur noch Zeit finden, mich mal genauer mit dem Thema zu beschäftigen - sobald ich herausgefunden habe, was Feministinnen über Globalisierung denken - damit muss ich mich nämlich jetzt noch dringend befassen.
Bis bald
Sarah
Tuesday, October 31, 2006
Happy Halloween
Auch wenn ich leider nicht dazu komme es zu feiern: Happy Halloween und für alle, die gerade in den USA sind: erfolgreiches Trick or Treating!
Leider habe ich die Fotos von meinem amerikanischen Halloween noch nicht digitalisiert, sonst könntet ihr jetzt eine todmüde Hexe (mich) bewundern, die mit einem als Rentier verkleideten Retrieverwelpen hinter drei Kids herrennt, die als Prinzessin und zweimal Tod verkleidet sind und gleichzeitig in 5 Richtungen laufen. Natürlich waren die Kids nach 15 Minuten vollkommen auf Zucker, da das eingehämmerte: "Do not eat candy until Mum/Dad/the AuPair have controlled it" (anscheinend geht das Gerücht, dass das Zeug routinemäßig vergiftet, mit Rasierklingen gespickt oder sonstwie zur Waffe umfunktioniert wird - in meinem Jahr: mit Antrax vergiftet) nach 5 Minuten ignoriert wird und einige Leute die wunderbare Idee hatten, Coladosen als Treat zu verteilen. Jedenfalls war Halloween bei uns herrlich chaotisch, da meine Hostmum die halbe Nachbarschaft inklusive deren Nachwuchs eingeladen hatte und die alle bei uns durchs Haus fegten, die Erwachsenen auf Alkohol und die Kids auf Zucker. Jetzt ratet mal, wer zumindest das Kinderchaos im Griff halten sollte und dann möglichst auch noch dafür sorgen, dass durch die Kochkünste meiner Hostmum nicht die ganze Küche abfackelte. Jedenfalls sahen der Spielkeller (und die Küche) hinterher aus wie ein Schlachtfeld und es hätte mich nicht gewundert, beim Aufräumen unter den Stapeln Spielzeug das ein oder andere Kind zu finden, das dann doch mal gecrasht war. Das Aufräumen musste noch in der gleichen Nacht passieren, da sich für den nächsten Tag idealerweise potenzielle Käufer für unser Haus angesagt hatten. Na, jedenfalls hatte ich ein einmaliges Halloween und da die Kids nach 2 Tagen ihre Süßigkeiten vergessen hatten, auch noch lange danach was davon...
Leider habe ich die Fotos von meinem amerikanischen Halloween noch nicht digitalisiert, sonst könntet ihr jetzt eine todmüde Hexe (mich) bewundern, die mit einem als Rentier verkleideten Retrieverwelpen hinter drei Kids herrennt, die als Prinzessin und zweimal Tod verkleidet sind und gleichzeitig in 5 Richtungen laufen. Natürlich waren die Kids nach 15 Minuten vollkommen auf Zucker, da das eingehämmerte: "Do not eat candy until Mum/Dad/the AuPair have controlled it" (anscheinend geht das Gerücht, dass das Zeug routinemäßig vergiftet, mit Rasierklingen gespickt oder sonstwie zur Waffe umfunktioniert wird - in meinem Jahr: mit Antrax vergiftet) nach 5 Minuten ignoriert wird und einige Leute die wunderbare Idee hatten, Coladosen als Treat zu verteilen. Jedenfalls war Halloween bei uns herrlich chaotisch, da meine Hostmum die halbe Nachbarschaft inklusive deren Nachwuchs eingeladen hatte und die alle bei uns durchs Haus fegten, die Erwachsenen auf Alkohol und die Kids auf Zucker. Jetzt ratet mal, wer zumindest das Kinderchaos im Griff halten sollte und dann möglichst auch noch dafür sorgen, dass durch die Kochkünste meiner Hostmum nicht die ganze Küche abfackelte. Jedenfalls sahen der Spielkeller (und die Küche) hinterher aus wie ein Schlachtfeld und es hätte mich nicht gewundert, beim Aufräumen unter den Stapeln Spielzeug das ein oder andere Kind zu finden, das dann doch mal gecrasht war. Das Aufräumen musste noch in der gleichen Nacht passieren, da sich für den nächsten Tag idealerweise potenzielle Käufer für unser Haus angesagt hatten. Na, jedenfalls hatte ich ein einmaliges Halloween und da die Kids nach 2 Tagen ihre Süßigkeiten vergessen hatten, auch noch lange danach was davon...
Monday, October 30, 2006
Wieder in Maastricht und Greifswald, here I come!
Wochenende schon wieder vorbei und ich bin noch gar nicht wieder in der Stimmung, mich morgen wieder dem Stress zu stellen. Aber hilft ja nix. Heute bin ich dann zurück nach Maastricht und es hat oh Wunder gut geklappt, alle Züge und Busse waren pünktlich, sowas hab ich ja noch nicht erlebt.
Und hier dann die gute Nachricht (oder auch nicht, dann betrachtet es als Warnung) für alle Greifswalder: habe am Sonntag einen günstigen Flug gefunden und schwebe jetzt am 17. Dezember bei euch ein. Naja, nicht ganz, in Berlin aber von da aus is man dann ja praktisch schon da. Freue mich riesig. Jetzt muss ich nur noch alle Prüfungen bestanden haben, sonst ist die letzte Woche nämlich für Wiederholungsklausuren reserviert und nix is mit Greifswald. Also Daumen drücken!
Und hier dann die gute Nachricht (oder auch nicht, dann betrachtet es als Warnung) für alle Greifswalder: habe am Sonntag einen günstigen Flug gefunden und schwebe jetzt am 17. Dezember bei euch ein. Naja, nicht ganz, in Berlin aber von da aus is man dann ja praktisch schon da. Freue mich riesig. Jetzt muss ich nur noch alle Prüfungen bestanden haben, sonst ist die letzte Woche nämlich für Wiederholungsklausuren reserviert und nix is mit Greifswald. Also Daumen drücken!
Saturday, October 28, 2006
Ich bin so stolz auf mich!
Ihr werdet es kaum glauben, aber dieses Jahr bin ich auf dem besten Wege, meinen guten Vorsatz, die Weihnachtsgeschenke vor dem 1. Dezember gekauft zu haben, einzuhalten. Heute habe ich das erste Geschenk gekauft. Jetzt fehlen mir nur noch ungefähr 27 Erwachsene (und bei 26 habe ich keine Ahnung was ich schenken soll) und die für die ganz vielen kleinen Leute, auf die ich in den letzten Jahren aufgepasst habe und die auch immer größer werden. Also nur noch Kleinigkeiten zu tun....
Aber ihr müsst doch zugeben, ich bin auf dem richtigen Weg! ;-)
Aber ihr müsst doch zugeben, ich bin auf dem richtigen Weg! ;-)
Friday, October 27, 2006
Herr Marx und wie er die Welt sah
Seit heute ist also unser erstes Modul "Governance and Culture" endgültig vorbei, ob ich bestanden habe, weiß der Himmel, aber zumindest haben meine Mitstreiter heute das Gruppenpaper abgegeben, jetzt ist es in der Hand der Dozenten. Montag geht dann allerdings schon der nächste Block los: "International Conflict and Cooperation" zu gut Deutsch: Theorien der Internationalen Beziehungen. Also habe ich den heutigen Tag damit verbracht mir durchzulesen (und zumindest grob zu merken), was die Herren Waltz (Neorealismus), Wendt (Konstruktivismus) und Marx (ratet mal - richtig: Marxismus) dazu zu sagen hatten. Kurzfassung:
- Realismus: andere Staaten sind böse, also hilft es nur, noch böser zu sein. Wer anderen vertraut, is selber Schuld. Mache den anderen platt, bevor er dich plattmacht
- Konstruktivismus: wir haben alle Normen und Werte nur was die sind und wo die herkommen, weiß auch keiner, aber jedenfalls bestimmen sie das Verhalten von Staaten
- Marxismus: Kapitalismus in der Weltordnung ist zwar böse, aber macht nix, denn ganz bald kommt ja die große Revolution (soll sie zwar schon seit 200 Jahren, aber man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben. Sind ganz schöne Optimisten, diese Kommunisten)
Wie ihr seht: viel gelernt heute.
Ich bin übrigens mal wieder zu Hause bis Montag und lasse mich vom guten Essen meiner Mutter verwöhnen. Auf dem Weg hierhin habe ich mal wieder festgestellt, wie gut doch alle Holländer englisch sprechen und auch das Vorurteil widerlegt, dass Holländer keine Deutschen mögen. Habe mich am Bahnhof bestimmt eine halbe Stunde mit einem sehr netten Typen unterhalten, so alt wie meine Eltern, aber perfektes Englisch. Er sprach mich auf Holländisch an, aber als ich auf Englisch geantwortet habe, hat er ganz selbstverständlich auch so geantwortet. Ich mag Holländer, auch weil er mir gar nicht geglaubt hat, dass ich Deutsche bin, sondern wegen meinem tollen "r" sofort geschlossen hat, dass ich Amerikanerin bin. Klasse, dann verlerne ich es ja doch nicht. Wenn ich mir jetzt noch abgewöhnen könnte, dieses "rhotic-r" auch auf alle anderen Fremdsprachen zu übertragen, wäre es perfekt.
Gruß aus Düren,
Sarah
- Realismus: andere Staaten sind böse, also hilft es nur, noch böser zu sein. Wer anderen vertraut, is selber Schuld. Mache den anderen platt, bevor er dich plattmacht
- Konstruktivismus: wir haben alle Normen und Werte nur was die sind und wo die herkommen, weiß auch keiner, aber jedenfalls bestimmen sie das Verhalten von Staaten
- Marxismus: Kapitalismus in der Weltordnung ist zwar böse, aber macht nix, denn ganz bald kommt ja die große Revolution (soll sie zwar schon seit 200 Jahren, aber man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben. Sind ganz schöne Optimisten, diese Kommunisten)
Wie ihr seht: viel gelernt heute.
Ich bin übrigens mal wieder zu Hause bis Montag und lasse mich vom guten Essen meiner Mutter verwöhnen. Auf dem Weg hierhin habe ich mal wieder festgestellt, wie gut doch alle Holländer englisch sprechen und auch das Vorurteil widerlegt, dass Holländer keine Deutschen mögen. Habe mich am Bahnhof bestimmt eine halbe Stunde mit einem sehr netten Typen unterhalten, so alt wie meine Eltern, aber perfektes Englisch. Er sprach mich auf Holländisch an, aber als ich auf Englisch geantwortet habe, hat er ganz selbstverständlich auch so geantwortet. Ich mag Holländer, auch weil er mir gar nicht geglaubt hat, dass ich Deutsche bin, sondern wegen meinem tollen "r" sofort geschlossen hat, dass ich Amerikanerin bin. Klasse, dann verlerne ich es ja doch nicht. Wenn ich mir jetzt noch abgewöhnen könnte, dieses "rhotic-r" auch auf alle anderen Fremdsprachen zu übertragen, wäre es perfekt.
Gruß aus Düren,
Sarah
Tuesday, October 24, 2006
Es herbstet
Da, ich mich gerade langweile (eigentlich muss ich ein Paper schreiben, dass bis morgen fertig sein muss, aber vielleicht ist das auch der Grund, warum ich mich langweile) bekommt ihr jetzt ein Wetterupdate - nicht einschlafen oder gleich stöhnen bitte.
Nachdem ich gestern nach dem Exam nicht von der Brücke gesprungen bin, weil ich mal so positiv denke und davon ausgehe, dass ich bestanden habe, könnte ich heute vermutlich von ebendieser herunterwehen. Draußen stürmt es, das ist nicht mehr feierlich, die Bäume vor meinem Fenser liegen fast waagerecht und die Wolken fetzen am Himmel vorbei, da würde Schumi neidisch werden. Zum Glück muss ich heute nicht raus, erst morgen wieder (also bitte alle für besseres Wetter beten) neben dem Sturm regnet es nämlich auch andauernd und die Kombi ist als Fahrradfahrer selbst mit Regenkleidung nicht wirklich angenehm.
Und für alle Greifswalder: auch hier weht der Wind einem immer entgegen, muss eine internationale Windverschwörung sein. Man kann um so viele Ecken biegen, wie man will, man strampelt immer gegen die Böen.
So, und jetzt geht es zurück zu schwedischer Geschichtsschreibung und wie sie eine Identifizierung mit Europa verhindert. Gähn!
UPDATE:
Es ist 13:22, es regnet immer noch, mittlerweile habe ich fast 5 von 5,5 benötigten Seiten fertig und gerade eine akute Schreibblockade.
UPDATE 2:
16:13 Fertig!!! Jetzt muss ich nur noch die Referenzen zusammenkramen und die Literaturliste machen und dann ist Schluss. (wenn ich mir jemals angewöhnen könnte, diesen ganzen formalen Kram gleich zu machen, würde ich vermutlich viel Zeit sparen, aber ich hasse das immer noch.)
UPDATE 3:
18:03 Habe den Kram zu meinen Mitstreitern geschickt und hoffe, dass ich nicht vollkommen am Thema vorbei geschrieben hab. Wenn nicht, dann müssen wir morgen noch zusammen Einleitung und Schluss schreiben, und dann: langes Wochenende ich komme!
Regnen tut allerdings immer noch.
Nachdem ich gestern nach dem Exam nicht von der Brücke gesprungen bin, weil ich mal so positiv denke und davon ausgehe, dass ich bestanden habe, könnte ich heute vermutlich von ebendieser herunterwehen. Draußen stürmt es, das ist nicht mehr feierlich, die Bäume vor meinem Fenser liegen fast waagerecht und die Wolken fetzen am Himmel vorbei, da würde Schumi neidisch werden. Zum Glück muss ich heute nicht raus, erst morgen wieder (also bitte alle für besseres Wetter beten) neben dem Sturm regnet es nämlich auch andauernd und die Kombi ist als Fahrradfahrer selbst mit Regenkleidung nicht wirklich angenehm.
Und für alle Greifswalder: auch hier weht der Wind einem immer entgegen, muss eine internationale Windverschwörung sein. Man kann um so viele Ecken biegen, wie man will, man strampelt immer gegen die Böen.
So, und jetzt geht es zurück zu schwedischer Geschichtsschreibung und wie sie eine Identifizierung mit Europa verhindert. Gähn!
UPDATE:
Es ist 13:22, es regnet immer noch, mittlerweile habe ich fast 5 von 5,5 benötigten Seiten fertig und gerade eine akute Schreibblockade.
UPDATE 2:
16:13 Fertig!!! Jetzt muss ich nur noch die Referenzen zusammenkramen und die Literaturliste machen und dann ist Schluss. (wenn ich mir jemals angewöhnen könnte, diesen ganzen formalen Kram gleich zu machen, würde ich vermutlich viel Zeit sparen, aber ich hasse das immer noch.)
UPDATE 3:
18:03 Habe den Kram zu meinen Mitstreitern geschickt und hoffe, dass ich nicht vollkommen am Thema vorbei geschrieben hab. Wenn nicht, dann müssen wir morgen noch zusammen Einleitung und Schluss schreiben, und dann: langes Wochenende ich komme!
Regnen tut allerdings immer noch.
Monday, October 23, 2006
Done with exam!
Ich weiß ich weiß, ich sollte mir mal dt. Überschriften einfallen lassen, aber mein Deutsch wird immer schlechter, weil man hier einfach den ganzen Tag nur Englisch redet.
Heute habe ich dann endlich mein schriftliches Exam hinter mich gebracht, war ganz schön anspruchsvoll, aber zumindest konnte ich zu jeder Frage was schreiben (ob das auch was sinnvolles war, weiß ich dann in ca. 3 Wochen, wenn die Ergebnisse da sind). Aber ich muss sagen, die nehmen den Spaß hier ganz schön ernst. Taschen usw. dürfen nicht mit an den Platz, sondern müssen in einer Ecke des Raumes gestapelt werden, auf den Tisch dürfen nur Stift, Student ID und Studienbescheinigung und eine Wasserflasche. Papier mit offiziellem Druck und allem bekommt man gestellt, nix mit hastig abgestempeltem Umweltpapier wie in Greifswald. Die ID wird dann richtig kontrolliert, damit sich auch keiner für einen anderen reinschummelt und während der Prüfung laufen zwischen den Reihen irgendwelche Senioren rum, um zu gucken, dass man auch nicht auf Nachbars Blatt schielt (der ja auch nur 3 Meter entfernt sitzt und sowieso einen Essay schreibt, wie soll man denn da abgucken??). Das mit den Senioren ist echt lustig, keine Ahnung, was die mit der Uni zu tun haben, vielleicht ist das die holländische Version von ner ABM. Jedenfalls muss man sich bei denen auch abmelden, wenn man mal aufs Klo will und wieder anmelden, wenn man wiederkommt. Nach 2,5 Stunden hatte ich meine drei Fragen dann jedenfalls fertig und habe auch gleich abgegeben, weil ich weiß, dass wenn ich anfange mir mir den ganzen Kram nochmal durchzulesen, ich vollkommen wahnsinnig werde.
Dann wollten wir heute Abend eigentlich noch ne Gruppenarbeit fertig machen, aber da der Dozent die Infos, die wir dafür brauchen, bis jetzt nicht online gestellt hat, ging das leider nicht und bis zum Seminar Mittwoch wird das wohl auch nichts mehr werden, weil ich morgen unbedingt das Paper fertig schreiben muss. Pech gehabt, er hatte ne Woche Zeit, das Zeug online zu stellen und wenn nicht, kann er kaum erwarten, dass wir mitten in der Prüfungszeit auf die letzte Minute springen.
Heute habe ich dann endlich mein schriftliches Exam hinter mich gebracht, war ganz schön anspruchsvoll, aber zumindest konnte ich zu jeder Frage was schreiben (ob das auch was sinnvolles war, weiß ich dann in ca. 3 Wochen, wenn die Ergebnisse da sind). Aber ich muss sagen, die nehmen den Spaß hier ganz schön ernst. Taschen usw. dürfen nicht mit an den Platz, sondern müssen in einer Ecke des Raumes gestapelt werden, auf den Tisch dürfen nur Stift, Student ID und Studienbescheinigung und eine Wasserflasche. Papier mit offiziellem Druck und allem bekommt man gestellt, nix mit hastig abgestempeltem Umweltpapier wie in Greifswald. Die ID wird dann richtig kontrolliert, damit sich auch keiner für einen anderen reinschummelt und während der Prüfung laufen zwischen den Reihen irgendwelche Senioren rum, um zu gucken, dass man auch nicht auf Nachbars Blatt schielt (der ja auch nur 3 Meter entfernt sitzt und sowieso einen Essay schreibt, wie soll man denn da abgucken??). Das mit den Senioren ist echt lustig, keine Ahnung, was die mit der Uni zu tun haben, vielleicht ist das die holländische Version von ner ABM. Jedenfalls muss man sich bei denen auch abmelden, wenn man mal aufs Klo will und wieder anmelden, wenn man wiederkommt. Nach 2,5 Stunden hatte ich meine drei Fragen dann jedenfalls fertig und habe auch gleich abgegeben, weil ich weiß, dass wenn ich anfange mir mir den ganzen Kram nochmal durchzulesen, ich vollkommen wahnsinnig werde.
Dann wollten wir heute Abend eigentlich noch ne Gruppenarbeit fertig machen, aber da der Dozent die Infos, die wir dafür brauchen, bis jetzt nicht online gestellt hat, ging das leider nicht und bis zum Seminar Mittwoch wird das wohl auch nichts mehr werden, weil ich morgen unbedingt das Paper fertig schreiben muss. Pech gehabt, er hatte ne Woche Zeit, das Zeug online zu stellen und wenn nicht, kann er kaum erwarten, dass wir mitten in der Prüfungszeit auf die letzte Minute springen.
Sunday, October 22, 2006
Let's Panic!
Einen Tag vor der Prüfung und es geht mir eigentlich wie vor jeder: in einer Minute bin ich mir sicher, dass ich alles kann und eigentlich gar keine Angst haben muss, in der anderen blättere ich panisch durch meine Notizen und habe das Gefühl, ich kann gar nichts mehr. Kinder, ich bin so froh, wenn das morgen abend vorbei ist, dann habe ich zumindest das hinter mir.
Wer aber glaubt, danach habe ich Pause, irrt, 2 Stunden später treffen wir uns, um die Gruppenarbeit für Mittwoch fertig zu stellen, am Dienstag muss ich meinen Teil für das Paper fertig schreiben, Mittwoch ist Unterricht und danach treffen wir uns, um Einleitung und Schluss für das Paper zu schreiben. Ab Donnerstag kann ich dann anfangen, für den neuen Block zu lesen, die Liste ist diesmal noch umfangreicher als jetzt. Allmählich ist es echt übertrieben, es geht nur noch um Masse.
Was aber sehr geholfen hat, war, dass wir uns heute abend nochmal mit ein paar Leuten getroffen und alles durchgesprochen haben, wenn man es anderen erklären muss, merkt man viel eher, ob man es wirklich verstanden hat.
Melde mich morgen Abend spät wieder (wenn ich dann nicht von einer der vielen Brücken in die Maas gehopst bin ;-) )
Sarah (braucht unbedingt einen ZenGarten - ne, Jessica?)
Wer aber glaubt, danach habe ich Pause, irrt, 2 Stunden später treffen wir uns, um die Gruppenarbeit für Mittwoch fertig zu stellen, am Dienstag muss ich meinen Teil für das Paper fertig schreiben, Mittwoch ist Unterricht und danach treffen wir uns, um Einleitung und Schluss für das Paper zu schreiben. Ab Donnerstag kann ich dann anfangen, für den neuen Block zu lesen, die Liste ist diesmal noch umfangreicher als jetzt. Allmählich ist es echt übertrieben, es geht nur noch um Masse.
Was aber sehr geholfen hat, war, dass wir uns heute abend nochmal mit ein paar Leuten getroffen und alles durchgesprochen haben, wenn man es anderen erklären muss, merkt man viel eher, ob man es wirklich verstanden hat.
Melde mich morgen Abend spät wieder (wenn ich dann nicht von einer der vielen Brücken in die Maas gehopst bin ;-) )
Sarah (braucht unbedingt einen ZenGarten - ne, Jessica?)
Thursday, October 19, 2006
Offizielle Einwohnerin des Koninrijk België
Nachdem wir gestern noch mal vom Vermieter drauf angesprochen wurden, haben Laura und ich uns dann doch mal entschlossen, nach Lanaken zu fahren, um uns anzumelden. Das muss man als ausländischer Student innerhalb von drei Monaten nach seiner Ankunft im Land tun (theoretisch hätten wir also noch 2 Wochen Zeit gehabt, also mal keine Hektik!). Warum der Vermieter wusste, dass wir nicht angemeldet sind, ist mir zwar ein Rätsel, aber vielleicht muss man es in Belgien melden, wenn man Ausländer bei sich wohnen hat.
Sind dann heute morgen also nach Lanaken geradelt und ins Gemeindehaus, wo zum Glück nicht viel los war und haben da eine Studienbescheinigung und drei Passphotos abgeliefert. Warum drei? Keine Ahnung, vermutlich, damit überall ein Bild von den Ausländern rumliegen kann und sie gleich verdächtigt werden können, wenn was passiert. ;-)
Jedenfalls habe ich jetzt ein offizielles "Verblijfsdokument", mit einem offiziellen Stempel und einem total hässlichen Photo von mir drauf, gültig bis nächstes Jahr im Herbst. Willkommen in Belgien - ganz offiziell.
Jetzt werde ich mich mit einer schönen Kanne Tee ans Lernen setzen, Uni habe ich heute keine, also bekomme ich hoffentlich was geschafft. MAchts gut udn schreibt mir mal wieder, ich bekomme doch so gerne e-mails!
Sind dann heute morgen also nach Lanaken geradelt und ins Gemeindehaus, wo zum Glück nicht viel los war und haben da eine Studienbescheinigung und drei Passphotos abgeliefert. Warum drei? Keine Ahnung, vermutlich, damit überall ein Bild von den Ausländern rumliegen kann und sie gleich verdächtigt werden können, wenn was passiert. ;-)
Jedenfalls habe ich jetzt ein offizielles "Verblijfsdokument", mit einem offiziellen Stempel und einem total hässlichen Photo von mir drauf, gültig bis nächstes Jahr im Herbst. Willkommen in Belgien - ganz offiziell.
Jetzt werde ich mich mit einer schönen Kanne Tee ans Lernen setzen, Uni habe ich heute keine, also bekomme ich hoffentlich was geschafft. MAchts gut udn schreibt mir mal wieder, ich bekomme doch so gerne e-mails!
Wednesday, October 18, 2006
It's a small world, after all
Das ist nicht nur eine Attraktion im Disneyland in Florida, siehe hier:

- sondern auch so wahr. Heute hat Jakob seine Zusage für sein Referendariat bekommen (Congrats an dieser Stelle übrigens noch mal !!!) und aus den Hunderten von Städten, in die er hätte kommen können, landet er ausgerechnet in der Heimatstadt meiner Mutter, in Detmold. Ist eine echt kleine Stadt, und: what are the odds of that?
Dann habe ich heute noch festgestellt, das inzwischen wohl echt fast jeder Student im Studivz ist. Ich habe so viele Leute wieder getroffen, mit denen ich seit Jahren schon keinen Kontakt mehr hatte, echt unglaublich.
Dann habe ich heute noch einen TV-Tipp für alle diejenigen unter euch, die genug Englisch sprechen, um CNN zu verstehen (also nicht allzuviel, die sprechen ja sehr sauberes Englisch):
Ich habe die Doku vor 2 Monaten schonmal bei der Erstausstrahlung gesehen und ich fand es wirklich bedrückend. Eigentlich ist es traurig, wie der CNN Effekt auch auf mich wirkt, wie einem so etwas nur bewusst wird, wenn man mal wieder in den Nachrichten hört, wie schlecht es den Menschen in Afrika wirklich geht. Ich habe ja immer noch ein wenig die Illusion, nach dem Master ein Jahr dorthin zu gehen, aber einfach "drauflos helfen", das geht auch nicht immer gut. Am Dienstag hatten wir einen Diplomaten als Gastdozenten, der mal im Sudan gearbeitet hat und dort gekündigt hat, weil er merkte, dass die Entwicklungshilfe, im Konkreten die Versorgung der Bevölkerung mit Essen, nach hinten losging, weil damit langsam aber sicher sas ganze Wirtschaftssystem des Landes zerstört wurde. Die Menschen fingen nämlich an, sich auf die Lebensmittellieferungen zu verlassen, kauften nichts mehr von einheimischen Produzenten und bauten auch nichts mehr selber an. Trotzdem bestand seine Regierung drauf, das Projekt weiter zu führen, es macht sich ja so gut in den Nachrichten, wenn man zeigen konnte, wie man verhungernde Kinder mit Milch versorgt. Schon zynisch, wenn man als Diplomat dann praktisch gezwungen ist, mitzumachen.
Aber so gebe ich den CNN Effekt mal an euch weiter, es hilft zumindest, sich daran zu erinnern, dass es durchaus noch drängende Probleme in Afrika gibt, an denen wir nicht ganz unschuldig sind und diesen Kontinent nicht ganz zu vergessen.

- sondern auch so wahr. Heute hat Jakob seine Zusage für sein Referendariat bekommen (Congrats an dieser Stelle übrigens noch mal !!!) und aus den Hunderten von Städten, in die er hätte kommen können, landet er ausgerechnet in der Heimatstadt meiner Mutter, in Detmold. Ist eine echt kleine Stadt, und: what are the odds of that?
Dann habe ich heute noch festgestellt, das inzwischen wohl echt fast jeder Student im Studivz ist. Ich habe so viele Leute wieder getroffen, mit denen ich seit Jahren schon keinen Kontakt mehr hatte, echt unglaublich.
Dann habe ich heute noch einen TV-Tipp für alle diejenigen unter euch, die genug Englisch sprechen, um CNN zu verstehen (also nicht allzuviel, die sprechen ja sehr sauberes Englisch):

Ich habe die Doku vor 2 Monaten schonmal bei der Erstausstrahlung gesehen und ich fand es wirklich bedrückend. Eigentlich ist es traurig, wie der CNN Effekt auch auf mich wirkt, wie einem so etwas nur bewusst wird, wenn man mal wieder in den Nachrichten hört, wie schlecht es den Menschen in Afrika wirklich geht. Ich habe ja immer noch ein wenig die Illusion, nach dem Master ein Jahr dorthin zu gehen, aber einfach "drauflos helfen", das geht auch nicht immer gut. Am Dienstag hatten wir einen Diplomaten als Gastdozenten, der mal im Sudan gearbeitet hat und dort gekündigt hat, weil er merkte, dass die Entwicklungshilfe, im Konkreten die Versorgung der Bevölkerung mit Essen, nach hinten losging, weil damit langsam aber sicher sas ganze Wirtschaftssystem des Landes zerstört wurde. Die Menschen fingen nämlich an, sich auf die Lebensmittellieferungen zu verlassen, kauften nichts mehr von einheimischen Produzenten und bauten auch nichts mehr selber an. Trotzdem bestand seine Regierung drauf, das Projekt weiter zu führen, es macht sich ja so gut in den Nachrichten, wenn man zeigen konnte, wie man verhungernde Kinder mit Milch versorgt. Schon zynisch, wenn man als Diplomat dann praktisch gezwungen ist, mitzumachen.
Aber so gebe ich den CNN Effekt mal an euch weiter, es hilft zumindest, sich daran zu erinnern, dass es durchaus noch drängende Probleme in Afrika gibt, an denen wir nicht ganz unschuldig sind und diesen Kontinent nicht ganz zu vergessen.
Tuesday, October 17, 2006
Happy Birthday, Uni Greifswald!

Heute ist meine Alma Mater also ganz offiziell 550 Jahre alt geworden. Nicht schlecht für eine Uni, schwedische Besatzungszeit, Naziherrschaft und Kommunismus unbeschadet zu überstehen. Ich muss sagen, ich fühle mich immer noch mehr mit Greifswald verbunden als ich mich wohl jemals hier mit Maastricht identifizieren werde. Maastricht bildet aus, aber das war es dann auch , ein Gefühl von Zusammengehörigkeit gibt es hier nicht.
Jetzt konnte ich also gar nicht mitfeiern oder der Königin oder dem Bundespräsidenten zuwinken, sondern musste mir dafür Geschichten darüber anhören, was Diplomaten so den lieben langen Tag zu tun haben, auch ganz interessant. Aber das Fernsehen war ja da und meine Mutter hat hoffentlich alles aufgenommen, also bekomme ich vielleicht doch noch ein bisschen was mit.
Was hier zur Zeit verrückt spielt, ist das Wetter. Nachdem ich heute morgen um 8:30 los musste, habe ich das erste Mal bereut, keine Handschuhe mitgenommen zu haben, es war richtig kalt, hatte sogar schon kleine Atemrauchwölkchen. Dafür war es dann Mittags, als ich aus der Uni kam, locker so warm, dass ich in meinem tollen Uni Greifswald T-Shirt rumlaufen konnte. Hoffe, dieses Wetter hält noch ein bisschen, mir graust es nämlich jetzt schon wieder vor dem Radfahren im Winter. Zur Zeit macht das richtig Spaß, vor allem, wenn hier morgens über den Wieesn und dem Fluß der Nebel steht. Es ist richtig wildromantisch.
Monday, October 16, 2006
Post, Post, Post
Heute hatte ich doch tatsächlich ganze Massen an Post für mich im Briefkasten: drei Briefe (bin ja froh, wenn ich sonst einen bekomme, also Kinder. ran ans Postkarten schreiben!).
Der erste war von der Uni, mal wieder eine Immatrikulationsbescheinigung. Lol. Erst kommen die Dinger gar nicht und jetzt werde ich innerhalb von 2 Wochen damit bombardiert. Anscheinend hat die Uni ein akutes Koordinationsproblem.
Der zweite Brief war von der Bank, um mir freundlicherweise mitzuteilen, dass es auf meinem Konto Aktivität gegeben hat und das Geld meiner Eltern angekommen ist. Auch sehr witzig. Wenn die jetzt jedesmal, wenn sich bei meinem Kontostand was ändert, einen Brief schicken wollen, dann haben sie viel zu tun. Ist ja sehr nett und erklärt vielleicht, warum ich in der Bank noch keine Kontoauszugsdrucker gesehen habe, aber dann doch vielleicht ein bisschen übertrieben.
Der wichtigste Brief war aber der von Katja mit meinem Geburtstagsgeschenk. Danke!!! Du bist die Beste! Vermisse dich und Greifswald und unsere Weiberabende noch immer ganz doll! Jetzt bin ich stolze Besitzerin eines babyblauen Uni Greifswald T-Shirts, dass ich morgen gleich ausführen werde, immerhin feiert meine Alma Mater morgen offiziell ihren 550. Geburtstag. Mit allem Pomp, Duck and Circumstances, dem Bundespräsidenten und der schwedischen Königin (Wer jetzt nicht weiß, warum die kommt: Bildungslücke, aber ich helfe ja gerne weiter: Greifswald lag mal auf pommerschem Gebiet und die Uni ist die älteste schwedische Universität, deshalb. Seht ihr, wieder was gelernt).
So, und jetzt werde ich ins Bett gehen, morgen um 9 ist nämlich wieder Vorlesung. Ich habe leider nicht, wie meine lieben Ex-Kommilitonen in Greifswald, morgen Vormittag zum Königin und Präsidenten zuwinken frei, sondern muss mir revolutionäre Ansichten zu "Diplomatic Culture" anhören. Ich kann es jetzt schon kaum erwarten. Schnarch!
Der erste war von der Uni, mal wieder eine Immatrikulationsbescheinigung. Lol. Erst kommen die Dinger gar nicht und jetzt werde ich innerhalb von 2 Wochen damit bombardiert. Anscheinend hat die Uni ein akutes Koordinationsproblem.
Der zweite Brief war von der Bank, um mir freundlicherweise mitzuteilen, dass es auf meinem Konto Aktivität gegeben hat und das Geld meiner Eltern angekommen ist. Auch sehr witzig. Wenn die jetzt jedesmal, wenn sich bei meinem Kontostand was ändert, einen Brief schicken wollen, dann haben sie viel zu tun. Ist ja sehr nett und erklärt vielleicht, warum ich in der Bank noch keine Kontoauszugsdrucker gesehen habe, aber dann doch vielleicht ein bisschen übertrieben.
Der wichtigste Brief war aber der von Katja mit meinem Geburtstagsgeschenk. Danke!!! Du bist die Beste! Vermisse dich und Greifswald und unsere Weiberabende noch immer ganz doll! Jetzt bin ich stolze Besitzerin eines babyblauen Uni Greifswald T-Shirts, dass ich morgen gleich ausführen werde, immerhin feiert meine Alma Mater morgen offiziell ihren 550. Geburtstag. Mit allem Pomp, Duck and Circumstances, dem Bundespräsidenten und der schwedischen Königin (Wer jetzt nicht weiß, warum die kommt: Bildungslücke, aber ich helfe ja gerne weiter: Greifswald lag mal auf pommerschem Gebiet und die Uni ist die älteste schwedische Universität, deshalb. Seht ihr, wieder was gelernt).
So, und jetzt werde ich ins Bett gehen, morgen um 9 ist nämlich wieder Vorlesung. Ich habe leider nicht, wie meine lieben Ex-Kommilitonen in Greifswald, morgen Vormittag zum Königin und Präsidenten zuwinken frei, sondern muss mir revolutionäre Ansichten zu "Diplomatic Culture" anhören. Ich kann es jetzt schon kaum erwarten. Schnarch!
Sunday, October 15, 2006
Licht am Ende des Tunnels
Hi ihrs,
so, es ist Sonntag spätnachmittags und allmählich sehe ich tatsächlich ein wenig durch die Menge an Dingen, die ich zu nächster Woche wissen oder abgeben muss, durch. Der Stapel mit den Zusammenfassungen ist zwar immer noch nicht bedeutend kleiner geworden (einen weiteren Text haben wir streichen dürfen, aber da der eh nur 15 Seiten lang war, hätte der auch den Kohl nicht mehr fett gemacht). Aber ich habe zumindest allmählich das Gefühl, dass ich die wichtigsten Konzepte begriffen habe und mich auch einigermaßen intelligent darüber äußern kann.
Und wenn es ganz schlimm kommt, muss man es eben so machen, wie Theodora vorgeschlagen hat: Wenn die Aufgabe heißt, du sollst über Elephanten schreiben, du weißt aber nur was über Würmer, machst du es folgendermaßen:
"Der Elephant ist ein großes Tier und hat einen Rüssel. Der Rüssel sieht aus wie ein Wurm. Es gibt acht Arten von Würmern.....(es folgt ein dreiseitiger Aufsatz über alles, was man über Würmer weiß)
Hoffe aber natürlich, dass ich nicht darauf zurückgreifen muss.
Was das Paper angeht, dass wir Ende des Monats abgeben müssen, habe ich das Gefühl, wir kommen wirklich voran. Ich habe den größten Teil meines Parts schon geschrieben, ist zwar keine Meisterleistung, aber ich kann ja nicht parallel mir diese ganze Zeug für Examen in den Kopf hämmern und auch noch eine brilliante Analyse der Geschichtsschreibung in Schweden abgeben. Jetzt können wir nur hoffen, dass der Typ uns am Dienstag nicht unser ganzes Konzept um die Ohren haut und wir von vorne anfangen können. Aber dann schreie ich.
Heute war ich außerdem in der Library, weil wir ein weiteres Gruppenprojekt fertig machen mussten, was sogar sehr effizient in einer Stunde von statten ging. Was mich aber echt geschockt hat, war, wie voll es an einem Sonntag (!) in der Bib ist. Ich glaube, selbst wenn die in Greifswald am Sonntag auf hätte, würde sich da vielleicht ein einsamer Medizinstudent hin verirren. Aber hier? alle Plätze besetzt.
Dann habe ich heute festgestellt, dass unsere Weihnachtsferien hier schon am 16. Dezember beginnen, soll heißen, vielleicht schaffe ich es in der Woche vor Weihnachten nochmal nach Greifswald hoch, das wäre sooo cool: alle wiedersehen, Weihnachtsmarkt und noch mal eine Woche Uni in Greifswald mitmachen. Mal sehen, wie der Stundenplan für das nächste Modul aussieht.
so, es ist Sonntag spätnachmittags und allmählich sehe ich tatsächlich ein wenig durch die Menge an Dingen, die ich zu nächster Woche wissen oder abgeben muss, durch. Der Stapel mit den Zusammenfassungen ist zwar immer noch nicht bedeutend kleiner geworden (einen weiteren Text haben wir streichen dürfen, aber da der eh nur 15 Seiten lang war, hätte der auch den Kohl nicht mehr fett gemacht). Aber ich habe zumindest allmählich das Gefühl, dass ich die wichtigsten Konzepte begriffen habe und mich auch einigermaßen intelligent darüber äußern kann.
Und wenn es ganz schlimm kommt, muss man es eben so machen, wie Theodora vorgeschlagen hat: Wenn die Aufgabe heißt, du sollst über Elephanten schreiben, du weißt aber nur was über Würmer, machst du es folgendermaßen:
"Der Elephant ist ein großes Tier und hat einen Rüssel. Der Rüssel sieht aus wie ein Wurm. Es gibt acht Arten von Würmern.....(es folgt ein dreiseitiger Aufsatz über alles, was man über Würmer weiß)
Hoffe aber natürlich, dass ich nicht darauf zurückgreifen muss.
Was das Paper angeht, dass wir Ende des Monats abgeben müssen, habe ich das Gefühl, wir kommen wirklich voran. Ich habe den größten Teil meines Parts schon geschrieben, ist zwar keine Meisterleistung, aber ich kann ja nicht parallel mir diese ganze Zeug für Examen in den Kopf hämmern und auch noch eine brilliante Analyse der Geschichtsschreibung in Schweden abgeben. Jetzt können wir nur hoffen, dass der Typ uns am Dienstag nicht unser ganzes Konzept um die Ohren haut und wir von vorne anfangen können. Aber dann schreie ich.
Heute war ich außerdem in der Library, weil wir ein weiteres Gruppenprojekt fertig machen mussten, was sogar sehr effizient in einer Stunde von statten ging. Was mich aber echt geschockt hat, war, wie voll es an einem Sonntag (!) in der Bib ist. Ich glaube, selbst wenn die in Greifswald am Sonntag auf hätte, würde sich da vielleicht ein einsamer Medizinstudent hin verirren. Aber hier? alle Plätze besetzt.
Dann habe ich heute festgestellt, dass unsere Weihnachtsferien hier schon am 16. Dezember beginnen, soll heißen, vielleicht schaffe ich es in der Woche vor Weihnachten nochmal nach Greifswald hoch, das wäre sooo cool: alle wiedersehen, Weihnachtsmarkt und noch mal eine Woche Uni in Greifswald mitmachen. Mal sehen, wie der Stundenplan für das nächste Modul aussieht.
Thursday, October 12, 2006
Lernchaos und schlechtes Wetter
So, nachdem gestern nochmal schönstes Sommerwetter bei ca. 25 Grad war (auch nicht ganz normal für Mitte Oktober), hat es heute von morgens bis Abends ohne Unterbrechung geregnet. Zum Glück musste ich nicht raus, Donnerstags haben wir keinen Unterricht. Frei hatte ich aber nicht, habe heute mal ernsthaft angefangen, für die Klausur in 10 Tagen zu lernen (oh Gott, so bald schon, wo bleibt denn nur die Zeit???) und ich kriege bald Anfälle. Wie ich den ganzen Kram bis dahin in meinen Kopf kriegen soll weiß ich echt noch nicht. Auf meinem Schreibtisch staplen sich Notizen und Texte und ich blicke echt nicht mehr durch, was wichtig ist und was nicht. Und bis jetzt habe ich mich nur mit den ersten drei Wochen des Moduls beschäftigt, soll heißen, der Hälfte. Hiiiiilfe! Werde mich jetzt mal wieder ans Lernen setzen.
Tuesday, October 10, 2006
We did it! - und jede Menge Stress
Habe lange nichts mehr von mir hören lassen, aber da ich das letzte Wochenende mal wieder zu Hause verbracht habe, gab es auch nicht besonders aufregendes zu berichten, da ich da auch nichts anderes gemacht habe als hier: lesen, lesen, lesen. Auch, da ein Blick auf den Kalendar mir verraten hat, dass wir in 2 Wochen Exam schreiben und ich sowas von nicht vorbereitet bin. Jetzt habe ich mal meine Notizen zusammengeschrieben und wie ich den Stapel Papier jemals in mein Hirn bekommen soll, ist mir immer noch schleierhaft. Wir haben zu jeder Woche ca. 4 Texte zu lesen gehabt, dazu kommen Vorlesungen zweimal die Woche. Bei sechs Wochen kann man sich dann ausrechnen, was da zusammen kommt. Und das Beste ist, dass wahrscheinlich nicht mal 1/10 der ganzen Sachen drankommen wird, wir bekommen nämlich gerade mal 3 Fragen in der Klausur.
Wenn es nur die Klausur wäre, um die ich mir in der nächsten Zeit Gedanken machen müsste, würde ich ja noch nichtmal motzen, aber zusätzlich müssen wir bis Ende Oktober auch noch ein Paper abgeben (Gruppenarbeit, ich merke allmählich, das mir das auf den Geist geht, es kostet einfach so viel zeit und Nerven, sich dauernd an neue Leute gewöhnen zu müssen), jede Woche eine weitere Gruppenarbeit machen (natürlich wieder mit einer anderen Gruppe) und auch noch ein kürzeres Paper alleine schreiben. Ich weiß allmählich nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Warum wir das alles in den letzten 4 Wochen des Moduls machen müssen, ist mir ebenfalls schleierhaft, während wir in der ersten Hälfte nur die Präsentation und auch halb so viele Unterrichtsstunden hatten. Das hätte man ja vielleicht auch ein wenig sinnvoller verteilen können.
Die Präsentation ist übrigens der Grund für das "We did it!" Wir haben nämlich heute unsere Noten bekommen und ihr werdet es kaum glauben, wir haben 9 von 10 möglichen Punkten bekommen. Kurze Einführung in das holländische Notensystem: es gibt Noten von 1 bis 10, bestanden hat man ab 6 Punkten, alles drunter ist ein fail (mir rätselhaft, warum man 5 fail-Noten braucht, ist es nicht egal, ob man mit 2 oder 4 durchfällt? Durchgefallen ist schließlich durchgefallen.). 10 ist so eine Art Phantomnote, die in der Geschichte Hollands wohl noch nie vergeben wurde, alles ab 7,5 aufwärts ist gut. mit 9 sind wir also sehr gut bedient. Keine Ahnung, wie wir das gemacht haben.
Wenn es nur die Klausur wäre, um die ich mir in der nächsten Zeit Gedanken machen müsste, würde ich ja noch nichtmal motzen, aber zusätzlich müssen wir bis Ende Oktober auch noch ein Paper abgeben (Gruppenarbeit, ich merke allmählich, das mir das auf den Geist geht, es kostet einfach so viel zeit und Nerven, sich dauernd an neue Leute gewöhnen zu müssen), jede Woche eine weitere Gruppenarbeit machen (natürlich wieder mit einer anderen Gruppe) und auch noch ein kürzeres Paper alleine schreiben. Ich weiß allmählich nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Warum wir das alles in den letzten 4 Wochen des Moduls machen müssen, ist mir ebenfalls schleierhaft, während wir in der ersten Hälfte nur die Präsentation und auch halb so viele Unterrichtsstunden hatten. Das hätte man ja vielleicht auch ein wenig sinnvoller verteilen können.
Die Präsentation ist übrigens der Grund für das "We did it!" Wir haben nämlich heute unsere Noten bekommen und ihr werdet es kaum glauben, wir haben 9 von 10 möglichen Punkten bekommen. Kurze Einführung in das holländische Notensystem: es gibt Noten von 1 bis 10, bestanden hat man ab 6 Punkten, alles drunter ist ein fail (mir rätselhaft, warum man 5 fail-Noten braucht, ist es nicht egal, ob man mit 2 oder 4 durchfällt? Durchgefallen ist schließlich durchgefallen.). 10 ist so eine Art Phantomnote, die in der Geschichte Hollands wohl noch nie vergeben wurde, alles ab 7,5 aufwärts ist gut. mit 9 sind wir also sehr gut bedient. Keine Ahnung, wie wir das gemacht haben.
Thursday, October 05, 2006
Aktivieren Sie bitte ihre Karte - häh?
Habe heute mal wieder gelernt, dass Holländer ein wenig anders ticken als wir. Nachdem ich ja tatsächlich gestern meine EC-Karte für die Bank bekommen habe, musste ich feststellen, dass das noch lange nicht heißt, dass ich jetzt über ein Konto verfüge und Geld abheben kann, das wäre ja zu einfach. Man muss die Karte nämlich erst aktivieren lassen - in der Bank. Erklärung der netten Dame, nachdem ich mal wieder eine Stunde dort gewartet hatte (natürlich haben alle Studenten gerade ihre Karte bekommen und wollen sie aktivieren lassen): das ist sicherer so, sonst könnte ja jemand den Brief klauen und mit der Karte Unsinn anstellen. Häh? Und jetzt kann mir die niemand mehr klauen oder wie? Hat sie da jetzt einen Antiklauschutz draufgezappt, oder was? Und was kann man bitte mit einer EC Karte ohne Pinnummer anfangen? Fragen über Fragen, aber jetzt habe ich eine hochoffiziell aktivierte Karte - nur noch kein Geld auf dem Konto, aber das werde ich dieses Wochenende mal in Angriff nehmen.
Tuesday, October 03, 2006
Sick and Fed up
So, heute geht es mir mal nicht so gut. Ich brüte anscheinend eine Erkältung aus und mir ist abwechselnd heiß und kalt, ich kann mich zu nichts aufraffen und schon gar nicht zum Arbeiten. Außerdem habe ich wieder mal notorisch schlechte Laune und fauche alle um mich rum an und bin grundlos aggressiv. Was ging mir heute besonders auf den Geist? Dass es an dieser Uni (oder zumindest bei vielen meiner Mitstudenten - kein Wunder, die Hälfte kommt aus der Ecke) in Verbindung mit der EU nur um Osteuropa geht. Ich meine, wo bin ich denn? Schön, die Länder sind neu und man kann sicher viel drüber forschen, aber die EU ist doch bitte mehr als ein paar ex-kommunistische Länder, in die wir jetzt jede Menge Geld reinschaufeln müssen, damit sie vielleicht irgendwann mal westliches Wohlstandsniveau erreichen. Die Länder mögen ja interessant sein, aber ich kann mit der Mentalität der Leute und der ganzen Kultur einfach so gar nichts anfangen. In Polen hab ich mich in der ganzen Zeit, in der ich da war, nicht einmal wohl, willkomme geschweige denn sicher gefühlt. Leider halte ich mit dieser Meinung auch nicht unbedingt hinterm Berg, so dass ich mir bei uns im Master nicht unbedingt die meisten Freunde schaffe unter denjenigen,für die Europa an der Ostgrenze Deutschlands erst anfängt. Merkt man, dass ich heute schlechte Laune habe?? Wahrscheinlich bekomme ich mal wieder eine meiner depressiven Episoden, da bin ich nämlich immer so drauf. Wetter ist nämlich auch furchtbar mies und heute lief dann eben alles quer.
Ich will zurück nach Greifswald! Da war alles viel einfacher und die Leute viel netter!
Ich will zurück nach Greifswald! Da war alles viel einfacher und die Leute viel netter!
Sunday, October 01, 2006
Koopzondag oder wie Holländer ihren Sonntag verbringen
Heute war der erste Sonntag im Monat, was in Holland heißt: verkaufsoffener Sonntag. Ist hier immer so und damit ja eigentlich nichts Besonderes mehr, aber es zieht trotzdem die Massen in die Stadt, man könnte glauben, morgen bricht der nächste Weltkrieg aus und es gibt nichts mehr. Gefühlt war heute ganz Holland und halb Deutschland in Maastricht, um möglichst schnell möglichst viel Geld auszugeben und möglichst immer mir im Weg rumzustehen. Warum ich dann heute überhaupt in die Stadt gefahren bin? Um mich mit der lieben Denise zu treffen natürlich, die extra aus Aachen angereist kam, um mir mein Geburtstagsgeschenk aus Hongkong zu übergeben (und ein wenig shoppen wollte sie natürlich auch, aber das verraten wir jetzt keinem). Jedenfalls war es toll, sie mal wiederzusehen, auch wenn sie leider nicht so viel Zeit hatte, weil sie ja eine vielbeschäftigte Medizinstudentin ist und gaaanz viel lernen muss. Dafür weiß ich jetzt aber auch, warum Cola Light in der Flasche praktisch explodiert, wenn man ein Menthos reinschmeißt (das hat mir ihr netter Freund Oliver erklärt, der gerade für seine Chemieprüfungen lernt). Wer das noch nicht gesehen hat kann sich dieses Video angucken (extra Bonus: mit meinem Lieblingsmoderator, nach viel suchen gefunden - ich verbringe eindeutig zu viel Zeit auf youtube). Wieder etwas, das man vermutlich nicht seinen Kindern sagen sollte, es sei denn, man hat sowieso vor, das Haus zu renovieren.
Ansonsten habe ich es heute tatsächlich geschafft, ein proposal für meine thesis zu machen und wegzuschicken, jetzt heißt es Daumen drücken und hoffen, dass der Prof meine Idee nicht vollkommen schwachsinnig findet.
Und ich habe festgestellt, dass ich jetzt seit einem Monat in Maastricht bin. Kinder, wie die zeit vergeht. Jetzt fängt auch für euch faule dt. Studenten bald die Uni wieder an und ich muss mich nicht immer aufregen, dass alle noch Ferien haben und ausschlafen können. Das kann ich morgen nicht, deshalb:
Tot ziens (merkt ihr, wie gut ich nach einem Monat schon Holländisch kann ;-))
Ansonsten habe ich es heute tatsächlich geschafft, ein proposal für meine thesis zu machen und wegzuschicken, jetzt heißt es Daumen drücken und hoffen, dass der Prof meine Idee nicht vollkommen schwachsinnig findet.
Und ich habe festgestellt, dass ich jetzt seit einem Monat in Maastricht bin. Kinder, wie die zeit vergeht. Jetzt fängt auch für euch faule dt. Studenten bald die Uni wieder an und ich muss mich nicht immer aufregen, dass alle noch Ferien haben und ausschlafen können. Das kann ich morgen nicht, deshalb:
Tot ziens (merkt ihr, wie gut ich nach einem Monat schon Holländisch kann ;-))
Saturday, September 30, 2006
Samstag in Maastricht
Heute habe ich mich mit Daniela getroffen, ein anderes AuPair, die ich über "meine" AuPair Seite kennen gelernt habe und ich muss sagen, es war sehr lustig. Wir waren in Maastricht shoppen und es war natürlich brechend voll (ich weiß nicht, wo alle diese Leute am Wochenende her kommen), aber Spaß gemacht hat es trotzdem. Das Wetter ist hier noch immer klasse, unglaublich für Ende September und wir haben uns erstmal mit leckerem chinesischem Essen an die Maas gesetzt und gequatscht. Bei Sonnenschein ist es in Maastricht gleich nochmal so schön.
Nach der ganzen Shopperei qualmten uns dann die Füße und wir haben uns in eins der Cafés am Vrifthof gesetzt. Gar nicht so einfach, da einen Platz zu finden. Und Getränkekarten halten die da anscheinend auch nicht für notwendig, unsere Eistees haben wir aber trotzdem bekommen. Nächstes Problem war dann das Bezahlen, weil die Kellnerin auf einmal mysteriöserweise verschwunden war. Als wir sie dann endlich auf uns aufmerksam gemacht hatten, begann das PingPong Spiel:
Wir: "Wir möchten bitte zahlen"
K1: "Ich hole die Kollegin"
Warten, warten, warten. Neue Kellnerin kommt.
Wir: "Wir möchten bitte zahlen"
Kellnerin nickt und verschwindet. Warten, warten, warten.
Kellnerin kommt mit Rechnung und geht wieder. Wir kramen unser Geld raus. Warten, warten, warten.
Kellnerin kommt zurück und nimmt endlich unser Geld, und wir können endlich gehen. Ich glaube, insgesamt haben wir ne halbe Stunde was getrunken und eine Stunde aufs Bezahlen gewartet. Ich liebe Servicewüsten! Apropos ebendiese: meine Studienbescheinung hab iich immer noch nicht (die sollte Ende August da sein) und meine Bankkarte auch nicht (die sollte Mittwoch da sein). Kein Wunder, dass Holland keine Weltmacht mehr ist.
Nach der ganzen Shopperei qualmten uns dann die Füße und wir haben uns in eins der Cafés am Vrifthof gesetzt. Gar nicht so einfach, da einen Platz zu finden. Und Getränkekarten halten die da anscheinend auch nicht für notwendig, unsere Eistees haben wir aber trotzdem bekommen. Nächstes Problem war dann das Bezahlen, weil die Kellnerin auf einmal mysteriöserweise verschwunden war. Als wir sie dann endlich auf uns aufmerksam gemacht hatten, begann das PingPong Spiel:
Wir: "Wir möchten bitte zahlen"
K1: "Ich hole die Kollegin"
Warten, warten, warten. Neue Kellnerin kommt.
Wir: "Wir möchten bitte zahlen"
Kellnerin nickt und verschwindet. Warten, warten, warten.
Kellnerin kommt mit Rechnung und geht wieder. Wir kramen unser Geld raus. Warten, warten, warten.
Kellnerin kommt zurück und nimmt endlich unser Geld, und wir können endlich gehen. Ich glaube, insgesamt haben wir ne halbe Stunde was getrunken und eine Stunde aufs Bezahlen gewartet. Ich liebe Servicewüsten! Apropos ebendiese: meine Studienbescheinung hab iich immer noch nicht (die sollte Ende August da sein) und meine Bankkarte auch nicht (die sollte Mittwoch da sein). Kein Wunder, dass Holland keine Weltmacht mehr ist.
Masterarbeit
Tja, dieses Wochenende bin ich mal wieder ratlos. Wir haben die Liste mit den Professoren und ihren Spezialgebieten bekommen, damit wir uns einen für die Betreuung unserer Masterarbeit aussuchen können und jetzt stehe ich vor dem Dilemma, worüber ich denn schreiben soll. Auf der einen Seite war ich sehr begeistert, dass ich tatsächlich einen Prof gefunden habe, der als Spezialgebiet politische Theorie hat, was ja hieße, ich könnte bei meinen Leisten bleiben und weiter theoretisch arbeiten. Auf der anderen Seite habe ich mich ja unter anderem auch für Maastricht entschieden, weil ich etwas praktischeres machen wollte, also sollte ich mich vermutlich darauf einlassen, mal ein etwas praxisbezogeneres Thema zu wählen. Ein wenig hängt es ja auch davon ab, was ich denn in einem Jahr mal machen will. Wenn ich meine Doktorabeit schreiben will, wäre es wohl gut, wenn ich bei politischer Theorie bleiben würde, aber ob ich ne Stelle kriege, um das zu tun, steht ja noch in den Sternen. Genauso steht allerdings in den Sternen, ob ich danach ne Stelle irgendwo anders kriegen würde. Also alles doof. Werde Montag mal in die Bib gehen, vielleicht kriege ich da ja ne Inspiration. Jede Hilfe von euch ist natürlich auch sehr willkommen.
Also lasst es mich wissen: Theorie oder Praxis?
Also lasst es mich wissen: Theorie oder Praxis?
Thursday, September 28, 2006
Meine erste Prüfung
Jetzt habe ich sie also hinter mir: meine erste Prüfung an der Uni Maastricht - und ich habe absolut keine Ahnung, wie es gelaufen ist. Ich denke, bestanden haben dürften wir auf jeden Fall, aber alles, was darüber hinaus geht - keine Ahnung. Ich weiß ja gar nicht, wie die hier bewerten, deshalb wage ich es auch gar nicht, mal ne Schätzung abzugeben. Werde euch aber natürlich auf dem Laufenden halten. Wenn es nichts geworden ist, kann ich ja immer noch schnell wieder nach Greifswald flüchten, vielleicht gewähren sie mir da dann ja wieder Asyl. ;-)
Aber worum ging es eigentlich? Es war ja keine Prüfung im eigentlichen Sinne, sondern ne Gruppenpräsentation zum Thema Expertenwissen und Politik. Wir hatten uns die Debatte um Stammzellen in der EU ausgesucht - spannendes Thema, aber wie bei allem hat man irgendwann die Schnauze davon voll. Jedenfalls sollten wir dann in 20 Minuten zeigen, wie -und ob- Expertenwissen in Politik umgesetzt wurde, ob auch alle Meinungen zur Sprache kamen usw. Im Grunde genommen also durchtesten, ob bei der Debatte die Grundsätze deliberativer Demokratie und Fairness eingehalten wurden (aber da zumindest Ersteres ein böses kompliziertes Konzept aus der pol. Theorie ist, werden wir dieses böse Wort hier an der Uni nicht in den Mund nehmen - warum einfach, wenns auch kompliziert geht).
Wir hatten uns ganz gut vorbereitet, mit PowerPoint und allem. Dumm nur, dass meine Gruppe erst nachmittags dran war, wir aber trotzdem den ganzen Tag da sitzen mussten und uns die Präsentationen der anderen Gruppen anhören. Es sollte ja keiner vor leeren Reihen reden (ICH hätte überhaupt nichts dagegegen gehabt, ich hasse es noch immer, vor größeren Menschenansammlungen zu sprechen). Einige Präsentationen waren auch echt interessant, aber andere: gähn...Außerdem war das Englisch von einigen so schlecht, dass ich nach 5 Minuten echt nicht mehr zuhören konnte, weil es so anstrengend war. Ein weiteres Problem ist, dass unser Vorlesungssaal, eine alte Turnhalle (die älteste in Maastricht, wenn man die Uni fragt), zwar jeden technischen Schnickschnak hat, der für Geld zu haben ist, aber leider keine funktionierende Heizung. Und durch irgendwelche seltsamen physikalischen Gesetze ist es in dem Ding, egal welches Wetter draußen herrscht, grundsätzlich nicht wärmer als 10 Grad Celsius. Spätestens nach einer halben Stunde fängt man also an, sich wieder warm einzupacken, aber das hilft auch nur begrenzt. Es ist einfach nur a...kalt und irgendwann spürt man seine Füße nicht mehr.
Wie auch immer, wir waren jedenfalls nachmittags um 15:00 dran und ich war elends nervös. Keine Ahnung warum, aber mir haben sowas von die Knie geschlottert und ich habe die Hälfte von dem, was ich jemals in Rhetorik gelernt habe, vergessen. Zum Glück nur die Hälfte, die andere war noch da, von daher habe ich mich irgendwie über meinen Part gerettet. Wie gesagt, Ergebnisse bekommt ihr, wenn sie da sind.
Was lustig war, ist die Tatsache, dass bei uns im Jahrgang ein Typ ist, der wohl echt sehr religiös ist und der uns dann in der Diskussion prompt angegriffen hat, wie wir denn behaupten können, religiöse Argumente hätten im politischen Diskurs keinen Platz. Darauf hatte ich ja nur gewartet (muss ehrlich sagen, ich hatte gehofft, dass er mit sowas kommt), da war ich dann ja endlich mal wieder in meinem Element und konnte mit Locke, Rawls und Habermas um mich werfen. Ich glaube zwar, dass er keinen dieser Namen jemals auch nur gehört hat, aber was solls. Ich streite mich eben gerne mit diesen Leuten rum und da war dann auch jegliche Nervosität vergessen.
Wer jetzt allerdings denkt, man würde uns eine Erholungspause gönnen, hat sich getäuscht, Montag geht es mit dem normalen Programm weiter und auf meinem Schreibtisch liegen schon wieder 6 Texte, die gelesen werden wollen. Aber das werde ich morgen machen, jetzt kuschele ich mich in mein warmes Bett und lese mal, was ICH will!
Meldet euch mal wieder
PS: Gratulationen an Silke, die ihre beiden Prüfungen mit 1,3 bestanden hat, besser hätte ich es auch nicht machen können! Jeg savner deg (og Berit og Yvonne selvsagt!)
PPS: Und danke an Jessica, die mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass unsere Lieblingshausfrauen wieder ihr Unwesen treiben, you saved my day (and you rake in remarkably straight lines! ;-))
Aber worum ging es eigentlich? Es war ja keine Prüfung im eigentlichen Sinne, sondern ne Gruppenpräsentation zum Thema Expertenwissen und Politik. Wir hatten uns die Debatte um Stammzellen in der EU ausgesucht - spannendes Thema, aber wie bei allem hat man irgendwann die Schnauze davon voll. Jedenfalls sollten wir dann in 20 Minuten zeigen, wie -und ob- Expertenwissen in Politik umgesetzt wurde, ob auch alle Meinungen zur Sprache kamen usw. Im Grunde genommen also durchtesten, ob bei der Debatte die Grundsätze deliberativer Demokratie und Fairness eingehalten wurden (aber da zumindest Ersteres ein böses kompliziertes Konzept aus der pol. Theorie ist, werden wir dieses böse Wort hier an der Uni nicht in den Mund nehmen - warum einfach, wenns auch kompliziert geht).
Wir hatten uns ganz gut vorbereitet, mit PowerPoint und allem. Dumm nur, dass meine Gruppe erst nachmittags dran war, wir aber trotzdem den ganzen Tag da sitzen mussten und uns die Präsentationen der anderen Gruppen anhören. Es sollte ja keiner vor leeren Reihen reden (ICH hätte überhaupt nichts dagegegen gehabt, ich hasse es noch immer, vor größeren Menschenansammlungen zu sprechen). Einige Präsentationen waren auch echt interessant, aber andere: gähn...Außerdem war das Englisch von einigen so schlecht, dass ich nach 5 Minuten echt nicht mehr zuhören konnte, weil es so anstrengend war. Ein weiteres Problem ist, dass unser Vorlesungssaal, eine alte Turnhalle (die älteste in Maastricht, wenn man die Uni fragt), zwar jeden technischen Schnickschnak hat, der für Geld zu haben ist, aber leider keine funktionierende Heizung. Und durch irgendwelche seltsamen physikalischen Gesetze ist es in dem Ding, egal welches Wetter draußen herrscht, grundsätzlich nicht wärmer als 10 Grad Celsius. Spätestens nach einer halben Stunde fängt man also an, sich wieder warm einzupacken, aber das hilft auch nur begrenzt. Es ist einfach nur a...kalt und irgendwann spürt man seine Füße nicht mehr.
Wie auch immer, wir waren jedenfalls nachmittags um 15:00 dran und ich war elends nervös. Keine Ahnung warum, aber mir haben sowas von die Knie geschlottert und ich habe die Hälfte von dem, was ich jemals in Rhetorik gelernt habe, vergessen. Zum Glück nur die Hälfte, die andere war noch da, von daher habe ich mich irgendwie über meinen Part gerettet. Wie gesagt, Ergebnisse bekommt ihr, wenn sie da sind.
Was lustig war, ist die Tatsache, dass bei uns im Jahrgang ein Typ ist, der wohl echt sehr religiös ist und der uns dann in der Diskussion prompt angegriffen hat, wie wir denn behaupten können, religiöse Argumente hätten im politischen Diskurs keinen Platz. Darauf hatte ich ja nur gewartet (muss ehrlich sagen, ich hatte gehofft, dass er mit sowas kommt), da war ich dann ja endlich mal wieder in meinem Element und konnte mit Locke, Rawls und Habermas um mich werfen. Ich glaube zwar, dass er keinen dieser Namen jemals auch nur gehört hat, aber was solls. Ich streite mich eben gerne mit diesen Leuten rum und da war dann auch jegliche Nervosität vergessen.
Wer jetzt allerdings denkt, man würde uns eine Erholungspause gönnen, hat sich getäuscht, Montag geht es mit dem normalen Programm weiter und auf meinem Schreibtisch liegen schon wieder 6 Texte, die gelesen werden wollen. Aber das werde ich morgen machen, jetzt kuschele ich mich in mein warmes Bett und lese mal, was ICH will!
Meldet euch mal wieder
PS: Gratulationen an Silke, die ihre beiden Prüfungen mit 1,3 bestanden hat, besser hätte ich es auch nicht machen können! Jeg savner deg (og Berit og Yvonne selvsagt!)
PPS: Und danke an Jessica, die mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass unsere Lieblingshausfrauen wieder ihr Unwesen treiben, you saved my day (and you rake in remarkably straight lines! ;-))
Tuesday, September 26, 2006
That's us!
Monday, September 25, 2006
Wie alt sind wir doch gleich??
Gah! Habe heute mal wieder sinnlos meine Zeit verschwendet und frage mich, warum ich immer daran glaube, dass Menschen, die eine Informationsveranstaltung ansetzen, auch wirklich etwas Wichtiges zu sagen haben.
Da radele ich heute also tatsächlich extra zur Uni (zum Glück regnete es wenigstens nicht, obwohl die Wolken ziemlich tief hingen, ansonsten hätte ich mich vermutlich noch mehr geärgert) um mir heutige Infoveranstaltung über das Schreiben von Haus- und Masterarbeiten anzuhören, könnte ja wichtig sein, schließlich hat da jede Uni eigentlich ihre eigenen Richtlinien, was sie denn wollen oder nicht. Aber statt uns ein paar sinnvolle Informationen zu geben, fängt Monsieur bei Adam und Eva an: "Wir brauchen eine Forschungsfrage!" Nein, wirklich? Wäre ich nie drauf gekommen, ich dachte, man schreibt einfach so vor sich hin. Und auf dem Niveau ging es dann weiter: "Ihr müsst zitieren." (war mir auch revolutionär neu ;-)) und "Do not use Wikipedia." (auch das: revolutionär neue Informationen).
Wir sind alle Masterstudenten, wir haben alle zumindest eine BA Arbeit geschrieben und sind nicht ganz doof. Wenn man solche Infos den Erstis gibt, ist das ja sehr nett und hilfreich, fand ich damals auch, aber irgendwann wird es einfach lächerlich. Ich mag es einfach nicht, wenn Menschen sinnlos meine Zeit verschwenden.
Dann habe ich heute versucht, Entkalker für meinen Wasserkocher zu finden...gar nicht so einfach, und das, obwohl das Wasser hier super kalkhaltig ist. Hab dann welchen gefunden, für die Kaffeemaschine und anscheinend hat er auch funktioniert, der Kalk ist jedenfalls weg, jetzt kann ich nur hoffen, dass er mir nicht den halben Boden gleich mit weggeätzt hat. Wenn ich also morgen schlecht gelaunt bin, liegt das daran, dass ich mir keinen Kaffee kochen konnte...
Da radele ich heute also tatsächlich extra zur Uni (zum Glück regnete es wenigstens nicht, obwohl die Wolken ziemlich tief hingen, ansonsten hätte ich mich vermutlich noch mehr geärgert) um mir heutige Infoveranstaltung über das Schreiben von Haus- und Masterarbeiten anzuhören, könnte ja wichtig sein, schließlich hat da jede Uni eigentlich ihre eigenen Richtlinien, was sie denn wollen oder nicht. Aber statt uns ein paar sinnvolle Informationen zu geben, fängt Monsieur bei Adam und Eva an: "Wir brauchen eine Forschungsfrage!" Nein, wirklich? Wäre ich nie drauf gekommen, ich dachte, man schreibt einfach so vor sich hin. Und auf dem Niveau ging es dann weiter: "Ihr müsst zitieren." (war mir auch revolutionär neu ;-)) und "Do not use Wikipedia." (auch das: revolutionär neue Informationen).
Wir sind alle Masterstudenten, wir haben alle zumindest eine BA Arbeit geschrieben und sind nicht ganz doof. Wenn man solche Infos den Erstis gibt, ist das ja sehr nett und hilfreich, fand ich damals auch, aber irgendwann wird es einfach lächerlich. Ich mag es einfach nicht, wenn Menschen sinnlos meine Zeit verschwenden.
Dann habe ich heute versucht, Entkalker für meinen Wasserkocher zu finden...gar nicht so einfach, und das, obwohl das Wasser hier super kalkhaltig ist. Hab dann welchen gefunden, für die Kaffeemaschine und anscheinend hat er auch funktioniert, der Kalk ist jedenfalls weg, jetzt kann ich nur hoffen, dass er mir nicht den halben Boden gleich mit weggeätzt hat. Wenn ich also morgen schlecht gelaunt bin, liegt das daran, dass ich mir keinen Kaffee kochen konnte...
Eine neue Woche
Jetzt haben wir schon wieder Montag und die Woche meiner ersten Prüfung ist angebrochen. Hilfe! Ich hoffe, dass ich das einigermaßen über die Bühne bekomme, mir reicht ja schon ein bestanden, da bin ich bescheiden.
Aber wir haben gestern noch so einiges an unserer Präsentation gemacht bekommen, deshalb denke ich, dass es schon gut gehen wird. Wir waren in der Bibliothek, die hier auch Sonntags geöffnet ist und in den Wochen vor Prüfungen sogar bis 22 Uhr. Und man glaubt es kaum, es sind sogar Leute da, und nicht gerade wenige. Dass ich heil angekommen bin, grenzt allerdings an ein Wunder, da mir auf den 15 Minuten Radweg Hobby Lance Armstrongs gleich dutzendweise begegnet sind und in einem Tempo an mir vorbeigeschossen sind, dass einem Angst und Bange werden konnte. Wenn die Holländer bzw. Belgier Sport betreiben, dann setzen sie sich anscheinend zum Spaß in diesen tollen Plastikradfahrerklamotten auf Räder mit extrem dünnen Reifen und jagen mit 50 Sachen in Gruppen über enge Fahrradwege. Seltsam.
Gleich werde ich mich mal dran machen, meinen Part der Präsentation ein wenig auszuformulieren, damit die Präsentation auch vernünftig läuft. Kann mich aber irgendwie noch nicht so richtig aufraffen, aber es hilft ja nichts.
Aber wir haben gestern noch so einiges an unserer Präsentation gemacht bekommen, deshalb denke ich, dass es schon gut gehen wird. Wir waren in der Bibliothek, die hier auch Sonntags geöffnet ist und in den Wochen vor Prüfungen sogar bis 22 Uhr. Und man glaubt es kaum, es sind sogar Leute da, und nicht gerade wenige. Dass ich heil angekommen bin, grenzt allerdings an ein Wunder, da mir auf den 15 Minuten Radweg Hobby Lance Armstrongs gleich dutzendweise begegnet sind und in einem Tempo an mir vorbeigeschossen sind, dass einem Angst und Bange werden konnte. Wenn die Holländer bzw. Belgier Sport betreiben, dann setzen sie sich anscheinend zum Spaß in diesen tollen Plastikradfahrerklamotten auf Räder mit extrem dünnen Reifen und jagen mit 50 Sachen in Gruppen über enge Fahrradwege. Seltsam.
Gleich werde ich mich mal dran machen, meinen Part der Präsentation ein wenig auszuformulieren, damit die Präsentation auch vernünftig läuft. Kann mich aber irgendwie noch nicht so richtig aufraffen, aber es hilft ja nichts.
Saturday, September 23, 2006
Was ich gerade lese
Da es heute wirklich nichts Neues zu berichten gibt, werde ich euch einfach mal eine kleine Buchempfehlung geben, vielleicht bekommt ja der eine oder andere Lust zu lesen. Heute:Marc Levy: Sept jours pour une éternité (Sieben Tage für die Ewigkeit)
Marc Levy ist sowieso einer meiner Lieblingsautoren und die meisten von euch dürften zumindest eines seiner Bücher kennen: "Solange du da bist", weil es letztes Jahr mit Reese Witherspoon verfilmt wurde. Dieses ist aber mindestens genauso gut und spielt auch wieder im wunderschönen San Francisco. Und es ist natürlich auch wieder eine Liebesgeschichte, und natürlich auch wieder mit einem übernatürlichen Dreh: Eines Tages begegnen sich Zofia und Lucas in San Francisco und vom ersten Moment an fliegen die Funken. Was beide nicht wissen: sie sind eigentlich Gegner. Denn Gott und der Teufel haben die Nase voll vom ewigen Streit und
eine wahnwitzige Wette geschlossen: jeder der beiden soll einen Agenten nach San Francisco schicken, um in 7 Tagen so viele Menschen wie möglich auf die gute bzw. böse Seite zu ziehen. Wer immer gewinnt, soll zukünftig das Schicksal der Menschen bestimmen können. Diese beiden Agenten sind natürlich niemand anders als Zofia und Lucas. Wie die Beiden in den 7 Tagen, die ihnen zur Verfügung stehen gegeneinander arbeiten und sich gleichzeitig immer mehr ineinander verlieben ist ein wunderscönes Märchen und Liebesgeschichte zugleich. Einfach schön für einen verträumten Nachmittag. Das Ende ist überraschend und wird hier natürlich nicht verraten. Selber lesen!Ich habe es im Original gelesen, was die Liebesgeschichte natürlich noch schöner macht (Französisch ist nun einmal die Sprache der Liebe, no doubt about it) aber auch auf Deutsch ist es eine fantastische Geschichte zum Träumen. Genauso empfehlenswert wie die anderen Bücher von Marc Levy.
Friday, September 22, 2006
Ein surreales Interview
Da ich mir ja vorgenommen habe, mir mal eine kurze Auszeit vom Lernen zu nehmen, bin ich mal wieder bei CNN vorbeigesurft und habe geguckt, ob das Interview mit dem iranischen Präsidenten, dass Anderson Cooper vor ein paar Tagen geführt hat, online ist, weil ich mir dachte, dass würde bestimmt interessant werden (und nein, nicht nur, weil ich Anderson Cooper supr finde ;-)). CNN Europe strahlt das natürlich nicht aus. Grrr.
Aber es war zum Glück online und ich muss sagen, ich hab lange nichts so surreales gesehen. Ich meine, dass Ahmadinajad etwas seltsam ist, wusste ich ja, aber der Mann hat einfach keine einzige Frage beantwortet, die beiden haben vollkommen aneinander vorbeigeredet und man konnte richtig sehen, dass Cooper an nem bestimmten Punkt einfach vollkommen verloren war. Er hatte alle diese tollen vorbereitenden Fragen, aber Ahmadinejad ist einfach gar nicht darauf eingegangen und hat minutenlang vollkommen wirres Zeug erzählt. Und eigentlich hatte ich immer den Eindruck, dass sich Cooper nicht so einfach einschüchtern oder von seinem Ziel abbringen lässt. Aber in diesen 15 Minuten? Vollkommen verwirrend, das Ganze. Es muss unglaublich schwierig sein, mit Ahmadinejad zu reden, wenn jemand - so wie er - so von seinen Positionen überzeugt und so schwer fassbar ist, aber mit Pat Robertson und Jerry Falwell hat er es doch auch geschafft. Absolut seltsam.
Wer es sich ansehen will, in den nächsten Tagen mal hierhin surfen und auf den Videolink klicken, noch ist das Interview umsonst zu sehen, ich glaube, das hält immer ungefähr ne Woche, danach muss man dafür bezahlen.
Aber es war zum Glück online und ich muss sagen, ich hab lange nichts so surreales gesehen. Ich meine, dass Ahmadinajad etwas seltsam ist, wusste ich ja, aber der Mann hat einfach keine einzige Frage beantwortet, die beiden haben vollkommen aneinander vorbeigeredet und man konnte richtig sehen, dass Cooper an nem bestimmten Punkt einfach vollkommen verloren war. Er hatte alle diese tollen vorbereitenden Fragen, aber Ahmadinejad ist einfach gar nicht darauf eingegangen und hat minutenlang vollkommen wirres Zeug erzählt. Und eigentlich hatte ich immer den Eindruck, dass sich Cooper nicht so einfach einschüchtern oder von seinem Ziel abbringen lässt. Aber in diesen 15 Minuten? Vollkommen verwirrend, das Ganze. Es muss unglaublich schwierig sein, mit Ahmadinejad zu reden, wenn jemand - so wie er - so von seinen Positionen überzeugt und so schwer fassbar ist, aber mit Pat Robertson und Jerry Falwell hat er es doch auch geschafft. Absolut seltsam.
Wer es sich ansehen will, in den nächsten Tagen mal hierhin surfen und auf den Videolink klicken, noch ist das Interview umsonst zu sehen, ich glaube, das hält immer ungefähr ne Woche, danach muss man dafür bezahlen.
Wochenende!
Endlich ist diese Woche vorbei, so viel Stress hatte ich glaube ich selten. Und auch wenn noch einiges zu tun ist glaube ich, dass unsere Präsentation allmählich Form annimmt und die Argumente die wir haben, einigermaßen zusammen passen. Die PowerPoint Präsentation fehlt zwar noch, aber darum wollen sich Marianne und ich am Sonntag kümmern (Natalie ist bei ihrem Freund in Schwerin).
Was die Vorlesungen angeht, würde ich sagen, die sind immer noch ziemlich basic. Heute war jemand anders dran (hier werden die Vorlesungen immer als das, was wir wohl eine Ringvorlesung nennen würden, gehalten) und das war echt 2 Stunden reines Faktenvermitteln. Allerdings Fakten, die ich in jeder Einleitung eines Buches über internationale Beziehungen auch finden würde. Schnarch. Ehrlich gesagt, hatte ich mir vom Niveau her hier etwas mehr erwartet/ befürchtet/erhofft. Ich weiß auch im Moment nicht, was die eigentlich in nem Monat in der Klausur abfragen wollen. Fakten? Denn diskutieren tun wir die Texte nicht wirklich, auch nicht im Tutorial. Das ist reines durchkauen à la "und der Autor definiert governance so, während der andere sagt, dass...". Wenn man dann noch anfangen würde, dass auch zu bewerten, wär das ja OK, aber die Feststellung reicht hier vollkommen aus. Bewerten ist zu viel Denkleistung anscheinend. Naja, nichts dran zu machen.
So, ich werfe mich jetzt gleich vor den Fernseher und denke ebenfalls gar nicht mehr, mein Hirn ist vollkommen verknotet.
Was die Vorlesungen angeht, würde ich sagen, die sind immer noch ziemlich basic. Heute war jemand anders dran (hier werden die Vorlesungen immer als das, was wir wohl eine Ringvorlesung nennen würden, gehalten) und das war echt 2 Stunden reines Faktenvermitteln. Allerdings Fakten, die ich in jeder Einleitung eines Buches über internationale Beziehungen auch finden würde. Schnarch. Ehrlich gesagt, hatte ich mir vom Niveau her hier etwas mehr erwartet/ befürchtet/erhofft. Ich weiß auch im Moment nicht, was die eigentlich in nem Monat in der Klausur abfragen wollen. Fakten? Denn diskutieren tun wir die Texte nicht wirklich, auch nicht im Tutorial. Das ist reines durchkauen à la "und der Autor definiert governance so, während der andere sagt, dass...". Wenn man dann noch anfangen würde, dass auch zu bewerten, wär das ja OK, aber die Feststellung reicht hier vollkommen aus. Bewerten ist zu viel Denkleistung anscheinend. Naja, nichts dran zu machen.
So, ich werfe mich jetzt gleich vor den Fernseher und denke ebenfalls gar nicht mehr, mein Hirn ist vollkommen verknotet.
Thursday, September 21, 2006
Das Leben ist eine Baustelle...Maastricht auch
...und da war ich und dachte, dass man nur in Greifswald ständig Löcher gräbt, irgendetwas verbuddelt und das Ganze dann wieder zuschüttet, um an einer anderen Stelle zu graben... oder auch mal wieder ein Haus neu zu streichen (ich glaube, die Aula habe ich in insgesamt 4 verschiedenen Farben gesehen). Aber hier besteht auch die halbe Innenstadt aus Baustellen, furchtbar, überall ist es laut und Leute hämmern, bohren oder weiß ich was. Dabei sollte man meinen, hier stände (oder muss es "stünde" heißen?) alles unter Denkmalschutz, so alt wie die Stadt ist.
Was mein Leben angeht: ich weiß im Moment vor lauter Zeugs zu tun nichts mehr, wo mir der Kopf steht. Wir haben zwar heute 5 Stunden an unserer Präsentation gearbeitet (wir waren seit 9 Uhr morgens in der Bibliothek, die auch um die Zeit schon rammelvoll ist, haben nur so gerade noch einen Gruppenarbeitsraum bekommen), aber ob wir so wirklich weiter gekommen sind, weiß ich noch nicht. Ich bin einfach total unsicher, was die eigentlich wollen. Ich hoffe einfach mal, dass das nächste Woche gut geht.
Dann müssen wir morgen das Tutorial moderieren, was an sich ja kein Problem wäre, aber ich hasse es einfach, nur Faktenwissen abzufragen. Wo bleibt denn da die Diskussion? Aber da die hier bei den einfachsten theoretischen Konzepten schon den Mund aufsperren und nicht mehr weiterwissen, wie soll man da diskutieren? Gut, ich habe einen stärkeren theoretischen Background als die meisten hier, gebe ich gerne zu, aber innerhalb von 3 Jahren Politikstudium sollten einem ja zumindest ein paar Klassiker (das fängt schon bei Aristoteles an - haben die nie gemacht) mal über den Weg gelaufen sein.
Dann hatten wir heute die erste "Expertenvorlesung", soll heißen, es kommt jemand aus Brüssel und erzählt uns was. Heute war ein Mensch vom DG für Research bei der EU Kommission da und hat uns eben erklärt, wie die EU mit Expertenwissen umgeht. War relativ trocken, aber der gute Mann war aus England und hatte sooo einen tollen englischen Akzent. Genau wie Tony Blair. Da hätte ich noch Stunden zuhören können.
So, da wir morgen schon um 8:30 Vorlesung haben, gehe ich jetzt mal ins Bett. Ich kann es gar nicht erwarten, bis Wochenende ist, endlich mal wieder ausschlafen.
Was mein Leben angeht: ich weiß im Moment vor lauter Zeugs zu tun nichts mehr, wo mir der Kopf steht. Wir haben zwar heute 5 Stunden an unserer Präsentation gearbeitet (wir waren seit 9 Uhr morgens in der Bibliothek, die auch um die Zeit schon rammelvoll ist, haben nur so gerade noch einen Gruppenarbeitsraum bekommen), aber ob wir so wirklich weiter gekommen sind, weiß ich noch nicht. Ich bin einfach total unsicher, was die eigentlich wollen. Ich hoffe einfach mal, dass das nächste Woche gut geht.
Dann müssen wir morgen das Tutorial moderieren, was an sich ja kein Problem wäre, aber ich hasse es einfach, nur Faktenwissen abzufragen. Wo bleibt denn da die Diskussion? Aber da die hier bei den einfachsten theoretischen Konzepten schon den Mund aufsperren und nicht mehr weiterwissen, wie soll man da diskutieren? Gut, ich habe einen stärkeren theoretischen Background als die meisten hier, gebe ich gerne zu, aber innerhalb von 3 Jahren Politikstudium sollten einem ja zumindest ein paar Klassiker (das fängt schon bei Aristoteles an - haben die nie gemacht) mal über den Weg gelaufen sein.
Dann hatten wir heute die erste "Expertenvorlesung", soll heißen, es kommt jemand aus Brüssel und erzählt uns was. Heute war ein Mensch vom DG für Research bei der EU Kommission da und hat uns eben erklärt, wie die EU mit Expertenwissen umgeht. War relativ trocken, aber der gute Mann war aus England und hatte sooo einen tollen englischen Akzent. Genau wie Tony Blair. Da hätte ich noch Stunden zuhören können.
So, da wir morgen schon um 8:30 Vorlesung haben, gehe ich jetzt mal ins Bett. Ich kann es gar nicht erwarten, bis Wochenende ist, endlich mal wieder ausschlafen.
Wednesday, September 20, 2006
Banken und andere Sevicewuesten
So, ich bin seit 10 Minuten stolze Besitzerin eines hollaendischen Bankkontos - nachdem ich nur ungefaehr 2 Stunden in einem voellig chaotischen Haufen von Studenten gewartet habe, wo keiner wusste, wer vor wem dran war.Aber es waere ja auch zu einfach gewesen, Nummern auszugeben, damit da ein bisschen Ordnung reinkommt. Das ganze Prozedere hat dann ungefaehr 5 Minuten gedauert und bestand aus "Unterschreiben Sie hier, hier und hier." Grrr.
Aber da die Bank hier die Einzige ist, zu der auslaendische Studenten gehen koennen, weil die einen Kooperationsvertrag mit der Uni hat und man so keine niederlandische Sozialversicherungsnummer braucht, bleibt einem ja nichts anderess uebrig als zu warten.
Idiotischerweise hat die Bank fuer das Eroeffnen der Studentenkontos genau 5 Tage a 5 Stunden eingeplant und bei ca. 1000 neuen Studenten kann man sich dann vorstellen, wie viele da im Durschnitt pro Tag rumhaengen. Was die Sache weiter verkompliziert ist die Tatsache, dass sie genau 2 Mitarbeiter fuer diesen Ansturm abgestellt haben, waehrend ungefaehr 20 weitere Daeumchen drehend herumsitzen. Ausserdem gibt es auch massig Studenten, die mit einem Visa hier sind (gefuehlsmaessig alles Chinesen) und bei denen steht jedesmal eine volle Sicherheitsueberpruefung an, bevor sie ein Konto bekommen. Das dauert im Schnitt 20 bis 30 Minuten. Man kann sich also ungefaehr vorstellen, wie viele Leute in einer Stunde drankommen. Vor mir waren heute ca. 12 Leute und das auch nur, weil ich die Voraussicht hatte, schon 15 Minuten vor Oeffnungszeit bei der Bank zu sein. Marianne kam 15 Minuten spaeter und hatte schon ca. 30 Leute vor sich, die Arme wird wohl noch ein bisschen da sitzen. Laecherlich, oder?
Jetzt bin ich mal gespannt, wann ich meine Bankkarte bekomme, die Banktante meinte 4 Tage, aber das glaube ich noch nicht so wirklich.
So, jetzt werde ich noch ein bisschen lesen (bin in der Bibliothek, deshalb auch keine Umlaute, die Tastatur ist anders) oder es zumindest versuchen, denn die renovieren hier anscheinend gerade mit bohren und allem und da die Bib offen gebaut ist, kann man nirgends hin vor dem Geraeuschpegel fluechten. Jesus, ich glaube allmaehlich, alle Hollaender haben einen an der Waffel. Kann man sowas nicht ausserhalb der Oeffnungszeiten machen?
Aber da die Bank hier die Einzige ist, zu der auslaendische Studenten gehen koennen, weil die einen Kooperationsvertrag mit der Uni hat und man so keine niederlandische Sozialversicherungsnummer braucht, bleibt einem ja nichts anderess uebrig als zu warten.
Idiotischerweise hat die Bank fuer das Eroeffnen der Studentenkontos genau 5 Tage a 5 Stunden eingeplant und bei ca. 1000 neuen Studenten kann man sich dann vorstellen, wie viele da im Durschnitt pro Tag rumhaengen. Was die Sache weiter verkompliziert ist die Tatsache, dass sie genau 2 Mitarbeiter fuer diesen Ansturm abgestellt haben, waehrend ungefaehr 20 weitere Daeumchen drehend herumsitzen. Ausserdem gibt es auch massig Studenten, die mit einem Visa hier sind (gefuehlsmaessig alles Chinesen) und bei denen steht jedesmal eine volle Sicherheitsueberpruefung an, bevor sie ein Konto bekommen. Das dauert im Schnitt 20 bis 30 Minuten. Man kann sich also ungefaehr vorstellen, wie viele Leute in einer Stunde drankommen. Vor mir waren heute ca. 12 Leute und das auch nur, weil ich die Voraussicht hatte, schon 15 Minuten vor Oeffnungszeit bei der Bank zu sein. Marianne kam 15 Minuten spaeter und hatte schon ca. 30 Leute vor sich, die Arme wird wohl noch ein bisschen da sitzen. Laecherlich, oder?
Jetzt bin ich mal gespannt, wann ich meine Bankkarte bekomme, die Banktante meinte 4 Tage, aber das glaube ich noch nicht so wirklich.
So, jetzt werde ich noch ein bisschen lesen (bin in der Bibliothek, deshalb auch keine Umlaute, die Tastatur ist anders) oder es zumindest versuchen, denn die renovieren hier anscheinend gerade mit bohren und allem und da die Bib offen gebaut ist, kann man nirgends hin vor dem Geraeuschpegel fluechten. Jesus, ich glaube allmaehlich, alle Hollaender haben einen an der Waffel. Kann man sowas nicht ausserhalb der Oeffnungszeiten machen?
Monday, September 18, 2006
EU und anderer Buchstabensalat
So, meine Lieben, ich bin wieder in Maastricht und die Uni hat mich auch wieder. Heute war ein Crashkurs über die EU Institutionen für die "neuen" Master angesagt, sprich die, die nicht schon ihren Bachelor hier gemacht hatten. Da ich ja auch zu denen gehöre, bin ich auch hübsch brav hingegangen, dachte mir, soo schlimm kann es ja nicht werden, immerhin hast du ja zumindest eine Grundahnung, worum es bei der EU geht und sogar schonmal was vom Ministerrat gehört. Aber was die nette Frau uns dann für einen Salat von Abkürzungen an den Kopf geworfen hat, ging echt auf keine Kuhhaut mehr - und in einem Tempo, dass einem schwindelig werden konnte.
Man sollte meinen, dass das Einzige, was man braucht, um in der EU einen neuen bürokratischen Koloß zu bauen, der für irgendetwas zuständig ist (Sonderpunkte für jede Zuständigkeit, die mit der einen anderen Behörde kollidiert) ein nettes Akronym ist. Schonmal von COREPER gehört? Nein? Ich auch nicht, aber man lernt ja gerne dazu. Den gleichen Buchstabensalat findet man dann nochmal bei den Programmen: REACH, PHARE, DAPHNE und soweiter und so fort. Man erfinde ein schönes Akronym, und schon rückt die EU Geld für seinen Unterhalt heraus. Eigentlich ganz praktisch.
PS: COREPER steht übrigens für Comité de représentants permanents (Auschuß der ständigen Vertreter), ein Gremium, das dem Ministerrat unterstellt ist. Wer hätte das gedacht?
Man sollte meinen, dass das Einzige, was man braucht, um in der EU einen neuen bürokratischen Koloß zu bauen, der für irgendetwas zuständig ist (Sonderpunkte für jede Zuständigkeit, die mit der einen anderen Behörde kollidiert) ein nettes Akronym ist. Schonmal von COREPER gehört? Nein? Ich auch nicht, aber man lernt ja gerne dazu. Den gleichen Buchstabensalat findet man dann nochmal bei den Programmen: REACH, PHARE, DAPHNE und soweiter und so fort. Man erfinde ein schönes Akronym, und schon rückt die EU Geld für seinen Unterhalt heraus. Eigentlich ganz praktisch.
PS: COREPER steht übrigens für Comité de représentants permanents (Auschuß der ständigen Vertreter), ein Gremium, das dem Ministerrat unterstellt ist. Wer hätte das gedacht?
Saturday, September 16, 2006
Jetzt ists offiziell
So, heute kamen dann auch endlich meine Zeugnisse an und ich darf mich jetzt also ganz offiziell Bachelor of Arts nennen, Abschlussnote 1,3. Ist ein ganzer Stapel Papiere, da muss ich mich erstmal durchwühlen, werde heute Abend mal eins einscannen, dann könnt ihr es bewundern.
Sarah
Sarah
Friday, September 15, 2006
In Deutschland - fürs Wochenende
So, jetzt hat mich Deutschland bis Montag erstmal wieder. Reise war ereignislos. Der Bus von Maastricht direkt nach Aachen war echt praktisch, wenn auch ziemlich voll, anscheinend setzt hier jeden Freitag der Exodus ein. Es studieren eben zu viele Deutsche in Maastricht. Allerdings sind natürlich an der ersten Haltestelle in Deutschland erstmal ein paar nette Polizisten eingestiegen, die mal gucken wollten, ob jemand ein paar besondere holländische Souvenirs mitgebracht hatte. Da ich aber anscheinend nicht aussehe, wie jemand der Gras schmuggelt, haben sie mich in Ruhe gelassen. Wenn die wüssten, dass ca. 100 Meter die Straße runter von unserem Institut ein Coffeeshop ist...nicht, dass ich da jemals drin gewesen wäre, aber anscheinend machen die ein gutes Geschäft, die Studenten an unserer Fakultät sind eben gestresst, da reicht der hauseigene Psychologe nicht aus (ja, sowas gibts hier, vielleicht soltle ich anfangen, mir Sorgen zu machen. Wieviele Selbstmordversuche gibt es an unserer Fakutät jedes Jahr? Sollte ich mal rausfinden.).
In Aachen stand ich dann erstmal dummam Bahnhof rum, weil wegen technischer Mängel - sprich: einer der alterschwachen Regionalzüge hatte mal wieder den Geist aufgegeben - mein Zug ausfiel, also war ich ne halbe Stunde später zu Hause als geplant. Aber nicht schlimm, dafür haben wir heute Abend noch mal fein gegrillt. Yummy! Es geht doch nichts über Essen zu Hause.
Was war universitär heute los? Wir hatten unser erstes Tutorial, und ich muss ehrlich sagen, ich hätte mir mehr erwartet. Ich hatte eher gedacht/befürchetet, dass das Ganze komplett über meinem Kopf abläuft, aber eher im Gegenteil: das war reines Faktenabfragen. Drei sollten ja das Ganze vorbereiten, und ich dachte, dass das so im Stile unserer Colloquia (bestimmt falsch geschrieben) abläuft, dass ein paar Thesen vorbereitet werden und der Inhalt des Textes als bekannt vorausgesetzt wird. Aber nein, wir haben schön brav alles wiedergekäut, was in den Texten stand. Buchstein hätte sowas nach spätestens 10 Minuten unterbunden, in jedem Proseminar, und wir sind mittlerweile Masterstudenten, da sollte man doch wohl etwas weiter sein. Na, nächste Woche bin ich mit dran, mal sehen, was wir dann zu Stande kriegen. Aber vielleicht darf man auch nicht zu viel verlangen, es scheint ja, dass da ein Paar mit den einfachsten Konzepten überfordert sind.
Dann habe ich heute noch erfahren, dass "mein" Prof, soll heißen, der der meine BA Arbeit betreut hat und bei dem ich im Colloquium war, anscheinend dank seines Status als Rechtsextremismusforschers gerade zur Medienpersönlichkeit wird, weil in meinem alten Heimatbundesland MeckPomm nächste Woche Wahlen sind und die NPD bei Umfragen so bei 7% liegt - unglaublich aber wahr. Hier ist mal ein Interview mit der Taz und beim ZDF war er auch schon, habe ich mir dank Internetarchiv gerade nochmal angeguckt (danke an Katja, die mir den Hinweis gegeben hat). Wieder ein Beweis, dass auch in Greifswald Politikwissenschaft auf hohem Niveau betrieben wird. Da soll noch einer sagen "Greifswald, wo liegt DAS denn?"
So, ich geh jetzt ins Bettchen, bin nämlich doch ziemlich k.o. von der Woche. Meldet euch mal bei mir.
In Aachen stand ich dann erstmal dummam Bahnhof rum, weil wegen technischer Mängel - sprich: einer der alterschwachen Regionalzüge hatte mal wieder den Geist aufgegeben - mein Zug ausfiel, also war ich ne halbe Stunde später zu Hause als geplant. Aber nicht schlimm, dafür haben wir heute Abend noch mal fein gegrillt. Yummy! Es geht doch nichts über Essen zu Hause.
Was war universitär heute los? Wir hatten unser erstes Tutorial, und ich muss ehrlich sagen, ich hätte mir mehr erwartet. Ich hatte eher gedacht/befürchetet, dass das Ganze komplett über meinem Kopf abläuft, aber eher im Gegenteil: das war reines Faktenabfragen. Drei sollten ja das Ganze vorbereiten, und ich dachte, dass das so im Stile unserer Colloquia (bestimmt falsch geschrieben) abläuft, dass ein paar Thesen vorbereitet werden und der Inhalt des Textes als bekannt vorausgesetzt wird. Aber nein, wir haben schön brav alles wiedergekäut, was in den Texten stand. Buchstein hätte sowas nach spätestens 10 Minuten unterbunden, in jedem Proseminar, und wir sind mittlerweile Masterstudenten, da sollte man doch wohl etwas weiter sein. Na, nächste Woche bin ich mit dran, mal sehen, was wir dann zu Stande kriegen. Aber vielleicht darf man auch nicht zu viel verlangen, es scheint ja, dass da ein Paar mit den einfachsten Konzepten überfordert sind.
Dann habe ich heute noch erfahren, dass "mein" Prof, soll heißen, der der meine BA Arbeit betreut hat und bei dem ich im Colloquium war, anscheinend dank seines Status als Rechtsextremismusforschers gerade zur Medienpersönlichkeit wird, weil in meinem alten Heimatbundesland MeckPomm nächste Woche Wahlen sind und die NPD bei Umfragen so bei 7% liegt - unglaublich aber wahr. Hier ist mal ein Interview mit der Taz und beim ZDF war er auch schon, habe ich mir dank Internetarchiv gerade nochmal angeguckt (danke an Katja, die mir den Hinweis gegeben hat). Wieder ein Beweis, dass auch in Greifswald Politikwissenschaft auf hohem Niveau betrieben wird. Da soll noch einer sagen "Greifswald, wo liegt DAS denn?"
So, ich geh jetzt ins Bettchen, bin nämlich doch ziemlich k.o. von der Woche. Meldet euch mal bei mir.
Thursday, September 14, 2006
Immer die Radfahrer...
So, heute hatte ich dann meinen ersten Unfall und habe mir gleich die Hälfte meiner Speichen aus dem Fahrrad gerissen. Außerdem hab ich ne Riesenacht im Vorderreifen, weil ich mit meiner Mitbewohnerin zusammengerasselt sind, weil wir uns nicht über den Weg einig waren. Wir sind zusammen in die Stadt gefahren udn anscheinend hatten wir beide absolut unterschiedlcihe Vorstellungen darübeer, was der schnellste Weg dahin ist. Dumm, dass man über sowas nicht vorher gesprochen hat. Absolutes Pech, ihr Fahrrad ist natürlich bis auf ein leicht verbogenes Schutzblech vollkommen in Ordnung, während meins einen neuen Reifen und ganz viel TLC braucht. Warum passiert sowas eigentlich immer mir? Klasse, also kann ich am Wochenende erstmal einen neuen Reifen kaufen (nicht das Plastik, sondern das Metallteil, wie heißt das denn?). Ich habe ja auch so viel Geld übrig diesen Monat. Na gut, dann fällt Kino eben aus. Zum Glück bringen mich meine Eltern am Montag wenigstens wieder her, so dass ich nicht mit dem Reifen durch Zug und Bus muss. Aber repariert werden muss es ja, zum Laufen ist es echt zu weit. Wenn ich bedenke, was ich an Reparaturkosten schon alles in dieses Fahrrad gesteckt habe...davon hätt ich mir inzwischen drei neue kaufen können. Vielleicht ganz gut, dass ich kein Auto besitze, anscheinend bin ich eine Gefahr für alles mit Rädern (obwohl, meine Rollerblades hab ich noch nicht ruiniert und der Bus hat auch gegen meinen Fuß gewonnen).
Uni war heute nicht, dafür hab ich mich mit natalie (auch aus Deutschland) und Marianne (aus Finnland) getroffen, um eine Präsentation vorzubereiten, die wir in gut 2 Wochen halten müssen, mit Power Point und allem Schnickschnack. Wir sollten den Einfluss von Experten auf die Politik untersuchen und haben uns die Förderung von Stammzellenforschung in der EU ausgeguckt. Spannendes Thema, leider reichen meine Biokenntnisse nicht mehr soweit, dass ich irgendwelche Details von dem, was die Wissenschaftler schreiben, warum man ihre Forschung unbedingt und mit ganz viel Geld unterstützen sollte, verstehen würde. Naja, aber es wird wohl auch so reichen. Wir kommen eigentlich ganz gut voran, jetzt übers Wochenende werden wir den Großteil der Texte schreiben und dann am Montag, wenn ich zurück bin, mit der PowerPoint Präsentation anfangen. Also werden wir es wohl hoffentlich rechtzeitig fertig bekommen.
Aber super: meine erste Prüfung und dann noch ne Präsentation. Ich rede ja auch so gern vor vielen Leuten! Wir hatten zwar in Greifswald Rhetorik, was auch echt nützlich war, aber trotzdem: hier weiß ich ja so gar nicht, was mich erwartet. Na, wenigstens auf Englisch, da fühle ich mich sicherer als auf Deutsch. Drückt mir die Daumen.
Was mir hier allerdings aufgefallen ist, als es darum ging, sich in Gruppen zusammenzufinden, ist, dass einige doch sehr unter sich gbleiben, vor allem die "alten" European Studies Leute (soll heißen, die die schon ihren Bachelor hier gemacht haben) und die Osteuropäer. Letztere reden auch sehr schnell in ihrer Muttersprache (was auch dran liegen kann, dass sie teilweise echt schlecht Englisch sprechen, da frage ich mich mal wieder, warum ich den Sprachtest machen musste) und scheinen auch gar keinen Kontakt zu anderen zu wollen. Die einzie Ausnahme ist eigentlich Theodora aus Bulgarien, aber die hat vorher auch schon in Kanada studiert. Seltsam, aber wohl nichts dran zu machen.
So, wenn jetzt nichts weltbewegendes mehr passiert (und was sollte passieren, ich sitze den Rest des Tages zu Hause und bereite mich auf morgen vor) dann hört ihr morgen abend von mir, wieder aus Deutschland.
Uni war heute nicht, dafür hab ich mich mit natalie (auch aus Deutschland) und Marianne (aus Finnland) getroffen, um eine Präsentation vorzubereiten, die wir in gut 2 Wochen halten müssen, mit Power Point und allem Schnickschnack. Wir sollten den Einfluss von Experten auf die Politik untersuchen und haben uns die Förderung von Stammzellenforschung in der EU ausgeguckt. Spannendes Thema, leider reichen meine Biokenntnisse nicht mehr soweit, dass ich irgendwelche Details von dem, was die Wissenschaftler schreiben, warum man ihre Forschung unbedingt und mit ganz viel Geld unterstützen sollte, verstehen würde. Naja, aber es wird wohl auch so reichen. Wir kommen eigentlich ganz gut voran, jetzt übers Wochenende werden wir den Großteil der Texte schreiben und dann am Montag, wenn ich zurück bin, mit der PowerPoint Präsentation anfangen. Also werden wir es wohl hoffentlich rechtzeitig fertig bekommen.
Aber super: meine erste Prüfung und dann noch ne Präsentation. Ich rede ja auch so gern vor vielen Leuten! Wir hatten zwar in Greifswald Rhetorik, was auch echt nützlich war, aber trotzdem: hier weiß ich ja so gar nicht, was mich erwartet. Na, wenigstens auf Englisch, da fühle ich mich sicherer als auf Deutsch. Drückt mir die Daumen.
Was mir hier allerdings aufgefallen ist, als es darum ging, sich in Gruppen zusammenzufinden, ist, dass einige doch sehr unter sich gbleiben, vor allem die "alten" European Studies Leute (soll heißen, die die schon ihren Bachelor hier gemacht haben) und die Osteuropäer. Letztere reden auch sehr schnell in ihrer Muttersprache (was auch dran liegen kann, dass sie teilweise echt schlecht Englisch sprechen, da frage ich mich mal wieder, warum ich den Sprachtest machen musste) und scheinen auch gar keinen Kontakt zu anderen zu wollen. Die einzie Ausnahme ist eigentlich Theodora aus Bulgarien, aber die hat vorher auch schon in Kanada studiert. Seltsam, aber wohl nichts dran zu machen.
So, wenn jetzt nichts weltbewegendes mehr passiert (und was sollte passieren, ich sitze den Rest des Tages zu Hause und bereite mich auf morgen vor) dann hört ihr morgen abend von mir, wieder aus Deutschland.
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